Gründerstory vimcar: Das einfachste Fahrtenbuchsystem zum Steuern sparen

„Vimcar hat die Dienstwagenversteuerung revolutioniert! Das Berliner Startup aus der Automotive Branche hat die handschriftliche Fahrtenbuchführung digitalisiert und macht Firmenwagen fahren damit effizienter als je zuvor.“ Vollmundig, was das Berliner Startup hier präsentiert. Die ganze Gechichte zu Vimcar lest ihr hier, in unserem neuen Portrait aus unserer Reihe von Gründerstories.

Name: Vimcar Startup aus: Berlin Gegründet: 2015 Webseite: vimcar.de

Das ist Vimcar:

Vimcar hat die Dienstwagenversteuerung revolutioniert! Das Berliner Startup aus der Automotive Branche hat die handschriftliche Fahrtenbuchführung digitalisiert und macht Firmenwagen fahren damit effizienter als je zuvor. Das Kernprodukt des 35-köpfigen Teams stellt das selbst entwickelte digitale Fahrtenbuch dar, das die Dokumentation von Betriebsfahrten erstmals für die breite Masse salonfähig gemacht hat. Hinter Fahrtenbüchern steckt die Idee, dem Finanzamt zu beweisen, zu welchem Grad ein betrieblich genutztes Fahrzeug auch privat genutzt wird, denn die private Nutzung muss versteuert werden. Mit einem Fahrtenbuch können im Vergleich zur alternativen und pauschalen 1%-Versteuerung pro Jahr somit mehrere Tausend Euro Steuern gespart werden. Ein kleiner Stecker im Fahrzeug liest die getätigten Fahrten automatisch aus, die anschließend gespeichert werden. In der Software können die Fahrten anschließend bequem und finanzamtkonform verwaltet werden – unterwegs in der Smartphone-App und im Büro in der Vimcar Webversion.

Anfang 2016 hat Vimcar sein Portfolio erweitert – um eine intelligente Software zum Flottenmanagement. Die Vision dabei ist, nicht nur das einzelne Auto, sondern den gesamten Unternehmensfuhrpark intelligent zu einer maximal effizient geführten Flotte zu vernetzen. Mit dem neuen Produkt Vimcar Fleet erobert Vimcar seither auch den Fuhrparkmarkt. Fast jeder Fuhrpark setzt sich aus Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller zusammen. Die großen Automobilhersteller entwickeln aber nur Insellösungen für ihre eigene Marke. An markenübergreifender Software zur Fuhrparkvernetzung führt also kein Weg vorbei, was Vimcar eine enorme Perspektive bietet.

Das ist unser Produkt …

Die meisten Dienstwagenfahrer empfinden das Fahrtenbuch als blanken Horror. Nach jeder Fahrt handschriftlich Angaben zur Fahrt einzutragen, führt häufig zu Ärger mit dem Finanzamt und ist schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Es gibt zwar noch die alternative Pauschalversteuerung nach der 1%-Methode, die mit deutlich weniger Bürokratie einhergeht. Sie ist bei einer Vielzahl von Dienstwagenfahrern aber vergleichsweise teuer.

Diese Steuerersparnis muss aber doch auch ohne viel Zeitaufwand und Ärger möglich sein, dachten wir uns. Also haben wir den Prozess digitalisiert, um endlich die langersehnte Effizienz in die Firmenwagenversteuerung zu bringen. In unserem Fall hilft ein kleiner Stecker, der in der OBD-Schnittstelle des Fahrzeugs installiert wird. Damit dokumentieren wir fortan alle getätigten Fahrten und zeichnen die relevanten Fahrzeugdaten in einem finanzamtkonformen Protokoll auf. Der Fahrer tätigt mit einem Klick nur noch die Kategorisierung der Fahrten in Betriebs-, Privatfahrt oder Arbeitsweg und notiert gegebenenfalls ergänzende Angaben zu Anlass und Geschäftspartner. Nachdem Betriebsfahrten innerhalb von 7 Tagen durch den Anlass der Fahrt und den besuchten Geschäftspartner spezifiziert wurden, entsteht ein finanzamtkonformes Fahrtenbuch, welches im PDF-Format an die Steuerbehörde weitergegeben werden kann.

Das sind unsere Kunden und unsere Zielgruppe…

Zu unserer Zielgruppe zählt im Allgemeinen jeder Dienstwagenfahrer – davon gibt es alleine in Deutschland Millionen. Etwas genauer betrachtet versteht man darunter Selbstständige, Freiberufler oder Unternehmer, die ihre Fahrzeuge hauptsächlich gewerblich nutzen, aber auch Angestellte von Unternehmen, die einen Firmenwagen fahren und ihn eventuell auch privat nutzen. Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie gegenüber der alternativen 1%-Versteuerung Steuern im vierstelligen Bereich sparen können. Speziell vor diesem Hintergrund, sehen wir uns dafür verantwortlich, ihnen die Thematik der Firmenwagenversteuerung näherzubringen und sie von dem finanziellen und zeitlichen Nutzen digitaler Lösungen zu überzeugen.

Mit unserem Flottenmanager sprechen wir seit Neuestem auch Unternehmen mit ganzen Flotten an. Dabei ist ein Spezialist in Sachen “Fuhrparkverwaltung” innerhalb der Firma nicht zwingend notwendig. Gegenüber der Konkurrenz ist das ein großer Pluspunkt, denn die hat es in der Regel auf große Unternehmen abgesehen, wofür eine riesige Bandbreite an Anforderungen berücksichtigt werden muss, von denen kleine und mittelgroße Unternehmen erfahrungsgemäß überfordert sind.

Genau eingrenzen lässt sich die Zielgruppe also nicht. Neben dem Freiberufler mit einem Fahrzeug nutzen uns auch Unternehmen mit Fuhrparks – ganz egal ob das nun der Bäckermeister oder Handwerker um die Ecke oder eine große Baufirma ist. Wir haben für jede Flottengröße das richtige Set, ob das nun 2, 20 oder 200 Fahrzeuge sind.

Deshalb sind wir Gründer / Unternehmer …

Uns lagen unmittelbar nach dem Masterabschluss interessante Berufsangebote vor. Das war schon sehr verlockend: gute Position, Aufstiegschancen und ein attraktives Einstiegsgehalt. Trotzdem hat uns der Gedanke, etwas eigenes zu machen, mehr gefallen. Nach dem Motto “Wann, wenn nicht jetzt?” wollten wir an der Idee arbeiten, die wir während des Studiums entwickelt hatten. Wir sahen darin ein enormes Potenzial.

So kam uns die Idee …

Die Idee zu Vimcar ist gemeinsam mit Christian Siewek entstanden. Wir lernten uns während unseres Masterstudiums an der Universität St. Gallen kennen. Dort hatten wir im Rahmen des Studiums beide ein einjähriges Forschungsprojekt zu absolvieren – ich habe meins bei Audi gemacht und Christian war bei Haufe Lexware, Deutschlands Marktführer in Sachen Finanzsoftware. In dieser Zeit wurde mir schnell klar, dass es im Automobilbereich mehr herstellerübergreifende Lösungen geben sollte. Nach und nach kam ich auf die Idee, von einem Produkt auszugehen, worunter grundsätzlich jeder etwas versteht. Die Idee “Fahrtenbuch” reifte also schrittweise, wobei Christian mit der steuerlichen Perspektive einen weiteren wichtigen Ansatz mit brachte. Letztendlich haben wir zum Einstieg ein Produkt angeboten, mit dem man mehrheitlich enorme Steuersummen sparen kann.

Stichwort Lean Startup: So haben wir unsere Zielgruppe/unser Produkt erst einmal vorab getestet …

Wir haben unser digitales Fahrtenbuch gemeinsam mit Steuerberatern entwickelt. Man mag das bei einem Connected Car Startup zunächst nicht vermuten, aber: Steuerberater haben für uns eine besondere Bedeutung, da sie den besten Zugang zu unseren Nutzern haben. Als Partnerkanzleien empfehlen Sie unser Produkt an ihre Mandanten. Im Gegenzug können Mitglieder des Deutschen Steuerberaterverbandes von Rabatten für sich und ihre Mandanten profitieren. Durch die Zusammenarbeit mit Steuerkanzleien konnten wir unser Produkt von Anfang an auf die Anforderungen der Nutzer und der Finanzbehörden ausrichten. Auf der Straße haben wir das Produkt anfänglich selbst getestet bzw. in unserem Umfeld testen lassen. Dann sind wir so schnell wie möglich an den Markt gegangen, um ein unmittelbares Feedback der tatsächlichen Nutzer zu bekommen.

Das Startkapital haben wir erwirtschaftet/eingeworben, indem wir …

…bereits während unserer Studienzeit an der Universität St. Gallen den Schweizer Business Angel Christophe Maire kennenlernten, der selbst Absolvent der Universität ist. Ab Minute 1 stand er als Mentor und Investor an unserer Seite. Seine jahrelangen Erfahrungen als Entrepreneur und Gründer halfen uns enorm.

Das ist unsere Vision und nächsten Meilensteine …

Unsere Produkte unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung. Das Netzwerk und die Kooperationen, die wir in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut haben, sehen wir aber bereits als entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Kampf um kleine und mittlere Fuhrparks. Für diese soll Vimcar in den nächsten Jahren zur zentralen Software werden, um den Unternehmensfuhrpark clever zu verwalten – idealerweise nicht nur basierend auf Aftermarket-Hardware, sondern direkt in den “App-Stores der Automobilhersteller” ab Werk zubuchbar. Das ist unsere Vision.

Neben dem deutschen Markt stehen auch internationale Märkte auf unserer Agenda. So haben wir mit der Übersetzung der App in mehrere Sprachen schon den ersten Schritt dafür getan. Vimcar.ru ist ein kleiner Vorgeschmack darauf, in welche Richtung es gehen soll! Der russische Markt ist einer der Märkte, der heute bereits auf Vimcar vorbereitet wird.

Wie groß war das Team beim Start? Und jetzt?

Lukas Weber, Christian Siewek und ich haben Vimcar gemeinsam gegründet und zu dritt begonnen. In der Anfangszeit haben wir zu dritt an der Idee gearbeitet, dann haben wir weiteres Know-How in das Unternehmen geholt. Das Team wurde Stück für Stück größer. Mittlerweile sind wir 35 Leute und weiterhin stark auf Wachstumskurs.

3 mobile Apps, ohne die wir nicht Leben & Arbeiten können …

Besonders wichtig für unseren beruflichen Alltag ist “Slack”. Nachrichten schreiben in Echtzeit vom Smartphone oder Schreibtisch, das begleitet uns durch die ganze Woche. Ganz egal, ob es mit dem ganzen Team um die Frage geht, wohin wir zum Lunch gehen oder in kleineren Arbeitsgruppen, wenn einzelne Projekte blitzschnell kommuniziert und abgestimmt werden. Slack hilft uns dabei enorm. Dann wäre da noch die “Wunderlist”, die uns immer und einfach an alles erinnert, wenn wir selbst mal nicht dran denken. Und zu guter Letzt darf die Vimcar-App nicht vergessen werden. Das geparkte Vimcar Firmenauto im Berliner Trubel zu finden, kann nämlich der Horror sein – vor allem bei Regen. Dabei ist uns die Vimcar Fahrzeugsuche eine große Hilfe: Ein Blick auf das Smartphone genügt und man weiß mittels Standortanzeige sofort, wo der Kollege den Wagen beim letzten Mal abgestellt hat.

Ein letzter Ratschlag für andere Startups …

Auch wenn es hart klingt, der Anfang wird ein Marathon. Kein Sprint. Man sollte viel Ausdauer mitbringen, denn wenn es einfach wäre, dann hätte es schon jemand anderes gemacht. Aber: Nichtsdestotrotz werden die Anstrengungen nach einigen Monaten belohnt. Auf eine lange “Durststrecke” zu Beginn, muss man sich einstellen, aber dann macht alles doppelt so viel Spaß. Dafür sollte ein Produkt, sofern das möglich ist, so schnell wie möglich am Markt angetestet werden. So bekommt man schneller ein Gefühl, was die Kunden wirklich wollen. Wer hingegen zu lange im stillen Kämmerlein herumexperimentiert, läuft schnell Gefahr, etwas zu entwickeln, was der Kunde gar nicht (mehr) will.

Überblick Unternehmensdaten Vimcar

Name: Vimcar
Logo:
Gründungsdatum: Ende 2013, seit Ende 2014 am Markt
Gründer: Andreas Schneider, Gründer und Geschäftsführer: Schneider studierte Informationsmanagement in Ingolstadt und St. Gallen. Während eines Forschungsprojekts an der Stanford University entwickelte er bereits Connected Driving Konzepte mit Audi. Heute ist der Wahlberliner bei Vimcar als Kopf verantwortlich für Marketing und Sales.

Christian Siewek, Gründer und Geschäftsführer: Siewek ist für User Experience und Produktentwicklung bei Vimcar verantwortlich. Er studierte Business Administration & Finance in Mannheim, St. Gallen und Shanghai. Für Zalando und Home 24 arbeitete der gebürtige Bielefelder zuvor im Produkt- und Marketingmanagement.

Lukas Weber, Leiter Entwicklung (CTO) und Gründer: Weber bringt über 15 Jahre Erfahrung in der Location Based Services und Mobile Apps-Branche mit. Nach einem Informatik- und Mathematikstudium entwickelte er unter anderem Gate5 / Nokia Maps. Weber konzipiert die Technologie, die hinter den Vimcar Services steht.

Kooperationen: Deutscher Steuerberaterverband e.V.
Haufe Lexware
DATEV
Media Markt
Website: www.vimcar.de
Firmensitz: Kastanienallee 4 * 10435 Berlin
Social Media: facebookVimcar Blog

 

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