Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Ich will bei­des: Kar­rie­re und Zeit für die Fami­lie. Geht das?

Über kul­tu­rel­le wie poli­ti­sche Gren­zen hin­weg sehen Stu­die­ren­de in Deutsch­land, Rumä­ni­en, Chi­na und Bra­si­li­en ihre Kar­rie­re­chan­cen aus­ge­spro­chen posi­tiv. So eine Studie …

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Über kul­tu­rel­le wie poli­ti­sche Gren­zen hin­weg sehen Stu­die­ren­de in Deutsch­land, Rumä­ni­en, Chi­na und Bra­si­li­en ihre Kar­rie­re­chan­cen aus­ge­spro­chen posi­tiv. Sie stre­ben eine erfolg­rei­che beruf­li­che Kar­rie­re an und wün­schen sich gleich­zei­tig Zeit für Pri­vat­le­ben und Fami­lie. Sie bevor­zu­gen einen Job im jewei­li­gen Hei­mat­land und wür­den bei einem Aus­lands­ein­satz am liebs­ten in den USA oder West­eu­ro­pa arbei­ten. Enor­me Unter­schie­de hin­ge­gen gibt es bei der Ein­schät­zung der Stu­die­ren­den hin­sicht­lich der Gleich­be­rech­ti­gung bzw. Chan­cen­gleich­heit von Frau­en und Män­nern im Beruf. Hier sehen sich rund zwei von drei deut­schen wie auch chi­ne­si­schen Stu­den­tin­nen klar benach­tei­ligt. Dage­gen sieht das nur jede vier­te Stu­den­tin in Bra­si­li­en so.

Dies sind die Kern­aus­sa­gen der inter­na­tio­na­len „Con­ti­nen­tal-Stu­den­ten­um­fra­ge 2013“, die der inter­na­tio­na­le Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer, Rei­fen­her­stel­ler und Indus­trie­part­ner in Deutsch­land, Rumä­ni­en, Chi­na und Bra­si­li­en hin­sicht­lich der Erwar­tun­gen jun­ger Stu­die­ren­der zu Arbeits­welt, Beruf und Kar­rie­re erar­bei­tet hat. Für die reprä­sen­ta­ti­ve Umfra­ge befrag­te das Insti­tut für ange­wand­te Sozi­al­wis­sen­schaft (Infas) jeweils mehr als 1.000 Stu­den­ten mit den Haupt­fä­chern Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten, Natur­wis­sen­schaf­ten, Mathe­ma­tik, Infor­ma­tik und Wirtschaftswissenschaften.

Die Ergeb­nis­se der inter­na­tio­na­len Stu­die zei­gen, dass jun­ge Men­schen den Wunsch haben im Berufs­le­ben erfolg­reich zu sein. Gleich­zei­tig wün­schen sie sich eine Arbeits­welt, in der sie Kar­rie­re machen kön­nen und genü­gend Zeit für ihr Pri­vat­le­ben haben. Die Ergeb­nis­se zei­gen außer­dem, dass sich in allen befrag­ten Län­dern – bis auf Chi­na – inzwi­schen mehr Män­ner als Frau­en vor­stel­len kön­nen, ihre beruf­li­chen Zie­le für die Fami­lie zurückzustellen

Beruf und Karriere

Die befrag­ten Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten in Deutsch­land, Rumä­ni­en, Chi­na und Bra­si­li­en schät­zen ihre Kar­rie­re­chan­cen posi­tiv ein. Mit 80 Pro­zent zei­gen die bra­si­lia­ni­schen Stu­den­ten das größ­te Selbst­be­wusst­sein und bewer­ten ihre Kar­rie­re­aus­sich­ten als (sehr) gut. Aber auch die jun­gen Men­schen in Deutsch­land (72 Pro­zent) sehen die Chan­cen auf eine Kar­rie­re posi­tiv. 69 Pro­zent der chi­ne­si­schen Stu­den­ten und 63 Pro­zent in Rumä­ni­en beur­tei­len ihre Aus­sich­ten (sehr) gut. Die­se opti­mis­ti­sche Grund­ein­stel­lung spie­gelt sich auch in der Ein­schät­zung der per­sön­li­chen Wett­be­werbs­fä­hig­keit im inter­na­tio­na­len Ver­gleich wider.

Work-Life-Balan­ce und Diversity

Finan­zi­el­le Sicher­heit“ sowie „Fami­lie und Part­ner­schaft“ wer­den durch­weg als zen­tra­le Lebens­be­rei­che zu Beginn der Kar­rie­re genannt, sie ste­hen bei Stu­die­ren­den in Rumä­ni­en und Bra­si­li­en ganz vor­ne. In Deutsch­land ran­giert „Beruf und Arbeit“ ganz oben auf der Agen­da, gefolgt von „Fami­lie und Part­ner­schaft“ sowie „Finan­zi­el­ler Sicher­heit“. In Chi­na liegt „Schu­lung und Qua­li­fi­zie­rung“ noch vor „Fami­lie und Part­ner­schaft“ sowie „Beruf und Arbeit“. „Schu­lung und Qua­li­fi­zie­rung“ lie­gen in Bra­si­li­en und Rumä­ni­en auf Platz drei.

Wäh­rend in Rumä­ni­en (57 Pro­zent), Chi­na und Bra­si­li­en (je 51 Pro­zent) jeder zwei­te Stu­dent Gleich­be­rech­ti­gung zwi­schen Män­nern und Frau­en in allen gesell­schaft­li­chen Berei­chen sieht, ist es in Deutsch­land nur rund jeder Drit­te (28 Pro­zent). Laut Stu­die bewer­ten in Deutsch­land deut­lich mehr männ­li­che (36 Pro­zent) als weib­li­che Stu­die­ren­de (21 Pro­zent) Gleich­be­rech­ti­gung in allen gesell­schaft­li­chen Berei­chen als erfüllt. In Chi­na (Stu­den­ten 53 Pro­zent; Stu­den­tin­nen 48 Pro­zent), Rumä­ni­en (58 zu 57 Pro­zent) und Bra­si­li­en (54zu 47 Pro­zent) liegt die Ein­schät­zung der Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten bei Män­nern und Frau­en jeweils etwa gleich auf.

Inter­na­tio­na­li­tät

Wenn es dar­um geht, in wel­chem Land die Befrag­ten zukünf­tig ein­mal arbei­ten wür­den, ste­hen die USA bei allen glei­cher­ma­ßen hoch im Kurs: 78 Pro­zent der bra­si­lia­ni­schen, 74 Pro­zent der chi­ne­si­schen, 65 Pro­zent der rumä­ni­schen und 52 Pro­zent der deut­schen Stu­den­ten kön­nen sich vor­stel­len, dort zu arbei­ten. Chi­ne­si­sche (71 Pro­zent) und deut­sche Stu­den­ten (60 Pro­zent) wür­den auch in der Schweiz arbei­ten, 70 Pro­zent der Stu­den­ten in Rumä­ni­en wür­den einen Arbeits­platz in West­eu­ro­pa anneh­men. 74 Pro­zent der bra­si­lia­ni­schen Stu­die­ren­den wür­den für einen Arbeits­platz nach Euro­pa kommen.

Ein Arbeits­platz im Aus­land wird für die Mehr­heit der Stu­di­en­teil­neh­mer vor allem durch eine über­durch­schnitt­li­che Bezah­lung attrak­tiv: 55 Pro­zent in Bra­si­li­en, 51 Pro­zent in Chi­na und jeweils 45 Pro­zent in Deutsch­land und Rumä­ni­en. Eine zeit­li­che Befris­tung der Posi­ti­on im Aus­land ist vor allem für die jun­gen Men­schen in Deutsch­land (42 Pro­zent), Chi­na (32 Pro­zent) und Rumä­ni­en (20 Pro­zent) wich­tig. Laut Stu­die ist für 87 Pro­zent der deut­schen, 79 Pro­zent der bra­si­lia­ni­schen, 67 Pro­zent der chi­ne­si­schen und 65 Pro­zent der rumä­ni­schen Stu­den­ten Fami­lie und Part­ner­schaft der wich­tigs­te Grund, einen Job im Aus­land nicht anzu­neh­men. An zwei­ter Stel­le ste­hen Freun­de und Bekann­te: 51 Pro­zent der deut­schen, 34 Pro­zent der bra­si­lia­ni­schen und jeweils 32 Pro­zent der rumä­ni­schen und chi­ne­si­schen Befragten.

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