Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Kin­der sind das hal­be Glück

Kin­der machen glück­lich – aller­dings nur, wenn man das nöti­ge Klein­geld und auch schon einen befrie­di­gen­den Job hat. Das will eine Stu­die bewie­sen haben.

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Kin­der machen glück­lich, heißt es oft. Doch nicht alle Eltern sind glück­li­cher als Kin­der­lo­se, wie Mat­thi­as Poll­mann-Schult, For­scher am Wis­sen­schafts­zen­trum Ber­lin für Sozi­al­for­schung, in einer neu­en Stu­die deut­lich macht. Er hat unter­sucht, wie die Lebens­zu­frie­den­heit von Eltern in Deutsch­land durch ihr Ein­kom­men und ihren Erwerbs­sta­tus geprägt wird. Leben Men­schen in Armut oder sind von Armut bedroht, erhö­hen auch Kin­der die Lebens­zu­frie­den­heit nicht. Arbei­ten Müt­ter in Voll­zeit, sind sie nicht zufrie­de­ner als kin­der­lo­se voll­zeit­be­schäf­tig­te Frauen.

Gut bis sehr gut ver­die­nen­de Eltern sind dage­gen glück­li­cher als Kin­der­lo­se. Die höchs­te Zufrie­den­heit zei­gen Eltern mit mitt­le­rem Ein­kom­men. Der posi­ti­ve Effekt bei sehr gut ver­die­nen­den Paa­ren ist schwä­cher. „Da es sich hier oft um Dop­pel­ver­die­ner­paa­re han­delt, haben die­se nach der Geburt eines Kin­des mög­li­cher­wei­se grö­ße­re Pro­ble­me mit der Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie“, erklärt Pollmann-Schult.

Bei Müt­tern hat auch der Erwerbs­sta­tus Ein­fluss auf die Zufrie­den­heit. So stell­te der Autor der Stu­die fest, dass nicht­er­werbs­tä­ti­ge und teil­zeit­be­schäf­tig­te Müt­ter glück­li­cher sind als kin­der­lo­se voll­zeit­be­schäf­tig­te Frau­en. Dage­gen sind Müt­ter, die in Voll­zeit arbei­ten, nicht zufrie­de­ner mit ihrem Leben als kin­der­lo­se Frau­en. Ein Grund: Frau­en über­neh­men trotz Berufs­tä­tig­keit wei­ter­hin den größ­ten Teil der Kin­der­be­treu­ung und der Haus­ar­beit. „Die­se Mehr­fach­be­las­tung hat Ein­fluss auf den Grad der Zufrie­den­heit“, sagt der Soziologe.

Die Zufrie­den­heit von Eltern hängt auch vom Alter der Kin­der ab. Frau­en und Män­ner zei­gen nur bis zum vier­ten Lebens­jahr des jüngs­ten Kin­des deut­lich höhe­re Zufrie­den­heits­wer­te als Kin­der­lo­se. Die­se Befun­de bestä­ti­gen die Theo­rie, wonach ein­schnei­den­de Lebens­er­eig­nis­se die Zufrie­den­heit nur zeit­wei­se beeinflussen.

Aus­ge­wer­tet wur­den die Daten von knapp 4.900 Frau­en und Män­nern zwi­schen 25 und 37 Jah­ren, die mit einem Part­ner und gege­be­nen­falls ihren Kin­dern in einem Haus­halt leben. Sie stam­men von der ers­ten Befra­gungs­wel­le des neu­en Bezie­hungs- und Fami­li­en­pa­nels.

Die Ergeb­nis­se der Stu­die sind unter dem Titel Eltern­schaft und Lebens­zu­frie­den­heit in Deutsch­land in der Zeit­schrift „Com­pa­ra­ti­ve Popu­la­ti­on Studies/Zeitschrift für Bevöl­ke­rungs­wis­sen­schaft“ online erschienen.

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