Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Leip­zig erlebt eine neue Gründerzeit“

Über 200 Gäs­te aus dem In- und Aus­land dis­ku­tier­ten auf dem 3. HHL Inter­na­tio­nal Inves­tors Day über e-Health, e-Edu­ca­ti­on, Indus­trie 4.0 und Bio-Ökonomie.

Zum drit­ten Mal in Fol­ge und das mit wach­sen­der Teil­neh­mer­zahl: Deutsch­lands füh­ren­de Grün­der­hoch­schu­le ver­buch­te mit dem 3. HHL Inter­na­tio­nal Inves­tors Day in Leip­zig einen Erfolg. Wäh­rend des Events mit mehr als 200 inter­na­tio­na­len Gäs­ten kamen Grün­der mit poten­ti­el­len Inves­to­ren, eta­blier­ten Unter­neh­men und erfolg­rei­chen Start­ups in einen akti­ven Aus­tausch. The­ma­tisch wid­me­te sich die Ver­an­stal­tung den neu­en Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen von e-Health, e-Edu­ca­ti­on, Indus­trie 4.0 und der Bio-Ökonomie.

HHL Inter­na­tio­nal Inves­tors Day ist das Inves­to­ren­tref­fen in Ostdeutschland

HHL-Rek­tor Prof. Dr. Andre­as Pink­wart zog ein posi­ti­ves Fazit der Ver­an­stal­tung und sag­te: „Unser Inter­na­tio­nal Inves­tors Day hat sich mitt­ler­wei­le zu dem Inves­to­ren­tref­fen in Mit­tel- bzw. Ost­deutsch­land ent­wi­ckelt. Wir sind zusam­men mit den High­tech Ven­ture Days, die im Herbst in Dres­den statt­fin­det, die Leucht­turm-Ver­an­stal­tung für Grün­der- bzw. Wachs­tums­fi­nan­zie­rung in Mit­tel­deutsch­land. Und das ist auch drin­gend nötig! Wir brau­chen ein Kli­ma, in dem wir die jun­gen Talen­te mit den jun­gen neu­en Ide­en ver­part­nern mit Kapi­tal auf der einen Sei­te und mit eta­blier­ten Unter­neh­men auf der ande­ren Sei­te, um unse­re Wirt­schaft ins­ge­samt bes­ser in die Zukunft füh­ren zu können.“

Am Ran­de der Netz­werk­ver­an­stal­tung am Vor­abend des Inter­na­tio­nal Inves­tors Day sag­te Grün­der­sze­ne-Chef­re­dak­teur Frank Schmie­chen: „Start­up-Deutsch­land besteht nicht nur aus Ber­lin. Auch in ande­ren Regio­nen wer­den jun­ge, dyna­mi­sche, digi­ta­le Fir­men gegrün­det. Dabei muss jede Stadt ihre eige­nen Vor­tei­le ausspielen.“

Bestä­ti­gung erhielt Schmie­chen von Leip­zigs Ober­bür­ger­meis­ter Burk­hard Jung (SPD). Zur Eröff­nung des 3. HHL Inter­na­tio­nal Inves­tors Day sag­te er: „Leip­zig wächst unauf­hör­lich und erlebt eine neue Grün­der­zeit. Ver­an­stal­tun­gen wie der HHL Inter­na­tio­nal Inves­tors Day, aber auch Insti­tu­tio­nen wie das CEIM (Cen­ter for Entre­pre­neu­ri­al and Inno­va­ti­ve Manage­ment), SMILE (Selbst­ma­nage­ment-Initia­ti­ve Leip­zig) und die ver­schie­de­nen Hoch­schu­len in Leip­zig schaf­fen ein star­kes Umfeld für Startups.“

Start­up Sen­s­ape gewinnt HHL Best Foun­ders Award

Im Kon­text des Inter­na­tio­nal Inves­tors Day wur­de ein mehr­stu­fi­ger inter­na­tio­na­ler Grün­der­wett­be­werb aus­ge­schrie­ben. Gewin­ner des mit 2.000 Euro dotier­ten HHL Best Foun­ders Award wur­de das Team des Start­ups Sen­s­ape, das eine neu­ar­ti­ge Tech­no­lo­gie für inter­ak­ti­ve Info­tain­ment­sys­te­me in den Innen­städ­ten entwickelt.

Der eben­falls von der Gesell­schaft der Freun­de der HHL (GdF) gestif­te­te und mit 500 Euro dotier­te zwei­te Preis ging an das Team des Start­ups Flynex, die einen Markt­platz für Droh­nen­dienst­leis­tun­gen anbie­ten. Der mit 1.500 Euro dotier­te KARL-KOL­LE-Preis für die bes­te tech­ni­sche Idee ging an HHL-Alum­nus Kon­rad Sell mit sei­nem Unter­neh­men Sono­vum. Die Leip­zi­ger Fir­ma hat eine neu­ar­ti­ge, nicht-inva­si­ve Tech­no­lo­gie zur Hirn­druck­mes­sung sowie schnel­le­ren und trenn­schär­fe­ren Dia­gno­se von Schlag­an­fäl­len, Schä­del­hirn­trau­ma­ta und ande­rer neu­ro­lo­gi­scher Befun­de entwickelt.

Den erst­ma­lig ver­lie­he­nen und mit 500 Euro dotier­ten Best Bio-Based Busi­ness Award ging an das Dresd­ner Start­up Green City Solu­ti­ons. Geschäfts­füh­rer Dénes Honus sagt: „Wir wer­den die Sieg­prä­mie dazu nut­zen, unser Patent zum aller ers­ten Mal zu ver­län­gern. Beein­druckt bin ich, wie hoch­pro­fes­sio­nell der HHL Inter­na­tio­nal Inves­tors Day orga­ni­siert ist und wel­che qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Inhal­te und Spre­cher hier ver­tre­ten sind.“

Invest­ments in jun­ge Unter­neh­men der Bio-Öko­no­mie kann sich lohnen

Inner­halb der Dis­kus­si­ons­run­de zur Bio-Öko­no­mie beschrieb Domi­nik Sie­mon von Sun­Co­al Indus­tries am Bei­spiel sei­nes Unter­neh­mens die Ent­wick­lung in die­sem Zukunfts­markt: „Sun­co­al wur­de 2007 als Bio-Ener­gie-Start­up gegrün­det und hat sich seit dem in ein veri­ta­bles Bio-Che­mie-Unter­neh­men ver­wan­delt. Auf­grund der stark fal­len­den Prei­se von CO2-Zer­ti­fi­ka­ten muss­ten wir unser Geschäfts­mo­dell radi­kal ver­än­dern. 2020 wer­den wir unse­re ers­te Indus­trie-Fabrik eröff­nen. Wir kön­nen fos­si­le Pro­duk­te erset­zen, das braucht jedoch Zeit.“

Geschäfts­mo­del­le für Indus­trie 4.0 fehlen

Kri­tisch ging Ste­fan Bih­ler mit Indus­trie 4.0, einem wei­te­ren Dis­kus­si­ons­the­ma der Inves­to­ren­kon­fe­renz an der HHL, ins Gericht. „Sicher­lich gibt es heu­te bereits vie­le prak­ti­sche Anwen­dun­gen im Bereich Indus­trie 4.0, was jedoch fehlt sind die Geschäfts­mo­del­le dahin­ter“, so der Direk­tor bei Sie­mens Digi­tal Enter­pri­ses. Klaus Moch­alsky, Grün­der und Geschäfts­füh­rer des Start­ups Rhe­bo AG, das den feh­ler- und unter­bre­chungs­frei­en Netz­be­trieb in indus­tri­el­len Steu­er­sys­te­men gewähr­leis­tet, berich­te­te: „Noch im ver­gan­ge­nen Jahr hat­ten wir den Ein­druck, dass sich nie­mand in den Indus­trie-Fir­men für das The­ma Indus­trie 4.0 ver­ant­wort­lich fühl­te. So muss­ten wir uns stets aufs Neue erklä­ren. Heu­te hat sich die Situa­ti­on gewan­delt. Wenn wir erzäh­len, dass wir im Bereich Indus­trie 4.0 arbei­ten, ist sofort jeder interessiert.“

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