Microsoft fordert Debatte zum neuen Arbeiten in Deutschland

Gemeinsam mit mehreren Autoren hat Microsoft in Berlin das „Manifest für ein neues Arbeiten” vorgestellt. Darin fordert der Herausgeber eine Debatte zum neuen Arbeiten in Deutschland: Starre Büroarbeit soll flexiblen und mobilen Arbeitsverhältnissen weichen, traditionelle Hierarchien müssen sich auflösen und Unternehmen vielmehr wie ein Netzwerk arbeiten.

Technologie ist es, die unseren Arbeitsplatz revolutioniert und gleichzeitig neue Möglichkeiten eröffnet, aber auch die viel diskutierte Work-Life-Balance in Gefahr bringt. Markus Albers ergänzt mit seinen „33 Regeln erfolgreicher digitaler Pioniere” das Manifest des Software-Konzerns, der mit seinen Office-Produkten seit 25 Jahren Teil der Arbeitswelt ist – und damit als verantwortungsvoller Treiber fungiert.

Die durchgehende Digitalisierung unseres Privat- wie Berufslebens und nicht zuletzt der demografische Wandel führen dazu, dass Anwender die Richtung bestimmen, in die sich IT entwickelt. Wissensarbeit findet heute am Schreibtisch statt, für kreative Elemente bleibt kaum Zeit, starre Hierarchien behindern flexible Projektarbeit und die Infrastruktur hinkt in Deutschland noch den Möglichkeiten der Technik hinterher.

„Die Unternehmenskultur hält nicht mit dem digitalen Wandel Schritt. Wir brauchen in Deutschland eine Debatte zum neuen Arbeiten”, kommentiert Thorsten Hübschen, Business Group Lead der Microsoft Office Division. „Seit 1989 sind wir mit unseren Office-Produkten Teil der Geschichte rund um tägliche Arbeitsprozesse und wissen heute: Das Arbeiten, so wie wir es uns vorstellen, ist noch nicht möglich. Wir fordern ein Recht auf Arbeit, so wie wir sie wollen.”

Nicht nur die Arbeit verändern Microsoft fordert: Keine 9to5-Jobs, aber auch nicht solche, bei denen man die eigene Familie nicht zu Gesicht bekommt. Die Zusammenarbeit in virtuellen Teams an gemeinsamen Projekten, egal welche Zeitzone man sich gerade teilt. Nicht länger als nötig am Schreibtisch festgehalten werden, kreativ und produktiv sein, wenn es möglich ist: Schließlich tragen Wissensarbeiter das richtige Werkzeug in der Hosen- und Aktentasche mit sich – und haben eben diese Werkzeuge zur Arbeit mitgebracht. „Was spricht dagegen, Arbeit und Freizeit, Freizeit und Arbeit miteinander zu mischen”, fragt Initiator Thorsten Hübschen im Rahmen des Experten-Panels.

„Morgen komm ich später rein” – Ausgleich zwischen Freizeit und Beruf

Zu den ersten Diskussionspartnern des Manifestes gehört nicht nur Dr. Sebastian Muschter, Leiter des Berliner Büros von McKinsey & Company, sondern auch Vertreter aus Netzwelt und Gesellschaft, wie Moderator Richard Gutjahr, Bloggerin Ninia Binias oder Zeitmanagement-Coach Prof. Dr. Lothar Seiwert. Als Co-Herausgeber und Verfasser von „33 Regeln erfolgreicher digitaler Pioniere” steht Buchautor Markus Albers („Morgen komm ich später rein” & „Meconomy”) ebenso für eine veränderte Zukunft unserer Arbeitswelt.

„Technische und gesellschaftliche Treiber verändern die Art, wie wir alle arbeiten, radikal. Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema. Dass nun auch ein großer Technologiekonzern mit starken Thesen in die Diskussion einsteigt, gibt dem Ganzen nochmal eine größere Relevanz und Fallhöhe. Das finde ich spannend”, kommentiert Albers die Diskussionen rund um das Manifest.

„Moderne Technik ist für den Wandel der Arbeit absolut notwendig, reicht aber nicht aus, wenn sich nicht auch Prozesse und Strukturen in Unternehmen ändern. Wir von Microsoft möchten das Manifest für ein neues Arbeiten als Grundlage für weitere Gespräche nutzen. Auf dieser Basis suchen mir Mitdiskutanten und Mitstreiter”, so Thorsten Hübschen abschließend.

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