Recruiting: Personaler fischen immer häufiger in sozialen Netzen

Immer mehr Personaler entdecken Social Media für ihre Personalarbeit. Im ersten Halbjahr 2015 ist die Nutzung von sozialen Medien im Human-Resources-Bereich (HR) erneut gestiegen und die Mehrheit der Unternehmen (64 Prozent) will ihr Engagement im Web 2.0 weiter ausbauen und im zweiten Halbjahr 2015 noch stärker in Social Media investieren. Das zeigt der sechste „ADP Social Media Index“ (ASMI). Dieser misst seit 2012, wie sich HR-Abteilungen in den sozialen Medien engagieren.

 

„Auch wenn Businessnetzwerke aus dem HR-Alltag nicht mehr wegzudenken sind und auch wenn Unternehmen mittlerweile Chancen und Risiken von Portalen zur Arbeitgeberbewertung erkannt haben: Die Nutzung von Social Media im Personalbereich bleibt immer noch ausbaufähig. Knapp jedes dritte Unternehmen bespielt die sozialen Netze ohne Strategie“, sagt Prof. Andreas Kiefer, Geschäftsführer des IT-Servicedienstleisters und HR-Spezialisten ADP in Deutschland.

Personaler erkennen das Potenzial sozialer Netzwerke

Für die Rekrutierung ist weiterhin Xing das am häufigsten genutzte soziale Medium, 72 Prozent der Personaler gehen hier auf die Suche nach neuen Mitarbeitern. Auch die Relevanz von Arbeitgeber-Bewertungsplattformen nimmt weiter zu und steigt in der aktuellen Erhebung auf 24 Prozent. Zwar bleibt die eigene Unternehmens-Webseite weiterhin die wichtigste Rekrutierungsquelle, der Anstieg im Bereich von Social Media zeigt jedoch, dass die Personaler das Potenzial dieser Netzwerke bei der Findung neuer Mitarbeiter mehr und mehr nutzen.

Human Resources und Social-Media: Strategien fehlen

Bei der Intensität der Social Media-Nutzung ergibt sich ein ambivalentes Bild: 96 Prozent der Unternehmen gaben an, soziale Medien bereits in ihrer Personalarbeit zu nutzen. Jedoch haben 26 Prozent der Unternehmen hierfür noch immer keine Strategie. Bei der Erhebung Ende 2014 waren es noch 28 Prozent. „Um Social Media bei der Personalarbeit effizient und zielorientiert zu nutzen, kommen Unternehmen mittelfristig nicht um eine entsprechende Strategie herum. Die Betreuung und das regelmäßige Bespielen der sozialen Medien wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle für die HR-Arbeit spielen, vor allem im Bereich der Rekrutierung“, sagt Prof. Kiefer.

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28. August 2015

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