Startup-Finanzierung auf der Blockchain: Frankfurter Fintechs Agora Innovation und Cashlink lösen das Sekundärmarkt-Problem

Es ist ein Meilenstein in der Entwicklung eines nachhaltigen Ökosystems für digitale Wertpapiere: Zwei Frankfurter Startups vereinfachen digitale Investitionen von Risikokapital. Die Blockchain-basierten Venture-Capital-Beteiligungen von Cashlink und IVE.ONE entsprechen Vorschriften von Regulierungsbehörden.

Die Frankfurter Fintechs Agora Innovation und Cashlink machen die Kapitalaufnahme für Start-ups fit für die Zukunft. Mit der Integration von IVE.ONE, einer plattformunabhängigen Softwarelösung von Agora Innovation, entsprechen Venture-Capital-Beteiligungen über die Cashlink-Plattform den BaFin-Vorschriften für regulierten Wertpapierhandel.

Das Gründerteam von Agora Innovation, von links: Evgeny Matershev, Robert Malec und Phong Dao.

Cashlink vereinfacht mit einer blockchainbasierten Plattform die Kapitalaufnahme für Start-ups: Investoren können digitalisiert, kostengünstig und ohne großen Aufwand in Start-ups investieren. Die Start-up-Anteile werden in Form sogenannter Security Token ausgegeben. Durch die Integration der Software IVE.ONE von Agora Innovation entsprechen die Security Token Offerings (STOs) zukünftig gesetzlichen Vorschriften für den Handel von Wertpapieren auf der Blockchain nach deutschem und europäischem Recht.

IVE.ONE und Cashlink erhöhen regulatorische Sicherheit

IVE.ONE verknüpft digitale Identitäten mit anonymen Kryptowallets für regulierte und gesetzeskonforme Security Token Transaktionen. Erst dadurch ist bei Security Token Offerings eine Prüfung von Unternehmens- und Personendaten möglich – die Voraussetzung für den gesetzeskonformen Handel von Wertpapieren auf der Blockchain. Emittenten können jederzeit nachvollziehen, wer Eigentümer der Token bzw. Partei einer Transaktion ist. Mit einem permanenten Update-Prozess entspricht IVE.ONE stets den aktuellen Anforderungen von Regulierungsbehörden weltweit und entspricht Anti-Money-Laundering-Gesetzen (AML) und KYC-Voraussetzungen.

Durch die Implementierung von IVE.ONE bieten Investitionen über Cashlink sowohl für Start-ups als auch für professionelle Investoren mehr Flexibilität und garantieren die sichere Übertragbarkeit digitalisierter Anteile. “Durch die Zusammenarbeit von IVE.ONE und Cashlink haben wir einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung eines nachhaltigen Ökosystems für digitale Wertpapiere erreicht”, sagt Cashlink-Mitgründer Michael Duttlinger. “Die langfristig angelegte Partnerschaft erhöht die regulatorische Sicherheit in einem neuen, innovativen Markt und unterstützt alle Start-ups und Investoren, die über Cashlink Security Token ausgeben und halten.”

Know Your Token – Quelle und Ziel der Token sind jederzeit transparent

“Wir freuen uns, mit Cashlink einen Partner zu haben, der die Emission von aktienähnlichen Security Token nach dem deutschen Wertpapierrecht vereinfacht. Die Verwendung von IVE.ONE bietet den Vorteil, dass Quelle und Ziel der Token für Emittenten und Regulierungsbehörden jederzeit transparent sind”, ergänzt Phong Dao, CEO von Agora Innovation. “Wir nennen das KYT – Know Your Token – und bieten mit dem Suspicious Activity Report (SAR) zudem ein Warnsystem an, dass Verdachtsfälle von Missbrauch erkennt und anzeigt.”

Das Gründerteam von Cashlink, von links: Lars Olsson, Jonas Haag, Michael Duttlinger und Niklas Baumstark.

Phong Dao ist überzeugt, dass STOs nur durch bessere Kontrollmechanismen regulatorische Verstöße vermeiden können: “Durch den Austausch mit Regulierungsbehörden weltweit wissen wir, dass die Bestrebungen groß sind, das Risiko für Investoren zu minimieren. Unsere gemeinsame Lösung mit Cashlink dürfte ein interessanter Ansatz für die Behörden sein, um mehr über den digitalisierten Investitionsprozess von Risikokapital wie auch die Handelbarkeit von Security Tokens zu erfahren.”

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