Studie beweist: Gründung als Nebenerwerb lohnt sich

Gründungen im Nebenerwerb eröffnen enorme Chancen. Nebenerwerbsgründer können sich mit einem überschaubaren finanziellen Risiko ein zweites Standbein schaffen und es zu einem späteren Zeitpunkt in eine Selbstständigkeit im Haupterwerb umwandeln. Das lässt sich aus einer
Studie ableiten, die das Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier („inmit“) und die Professur für Unternehmensführung der Universität Trier durchgeführt haben.

Die Trierer Wissenschaftler haben eine hohe Zufriedenheit der Nebenerwerbsgründer ermittelt. Rund 80 Prozent der Gründer würden sich wieder selbstständig machen, 67 Prozent erneut im Nebenerwerb. 14 Prozent der Befragten würden sofort im Haupterwerb gründen. Ein Viertel der
Nebenerwerbsgründer plant zudem einen Wechsel vom Neben- in den Haupterwerb.

Auftraggeber der Studie „Beweggründe und Erfolgsfaktoren bei Gründungen im Nebenerwerb“ war das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Die Studie untersucht die Charakteristika, Motive, Hemmnisse sowie den Erfolg von Gründungen im Nebenerwerb auf der Basis einer breit angelegten Befragung von 1.200 Teilnehmern.
Wie die Studie ergab, erfolgten im Jahr 2012 etwa 59 Prozent der Gründungen im Nebenerwerb. Dabei investieren die Nebenerwerbsgründer nach einer Hochrechnung rund 4,5 Milliarden Euro und schaffen 370.000 Arbeitsplätze. Nebenerwerbsgründer sind somit eine relevante
gesamtwirtschaftliche Größe. Hemmnisse werden vor allem in der zeitlichen Doppelbelastung durch die erste Erwerbstätigkeit gesehen. Wichtige Faktoren für das Gelingen der Nebenerwerbsgründung sind Organisationsfähigkeit sowie Selbst- und Zeitmanagement und ein Businessplan.

Die Studie ist in der Mediathek des BMWi veröffentlicht: Eine vom „inmit“ erstellte Ergebnispräsentation ist hier online abrufbar.

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10. Dezember 2013

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