Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Wie­der­ho­lungs­tä­ter: Grün­der wür­den wie­der gründen

Fast jeder wür­de es wie­der tun: 95 Pro­zent der Start­up-Grün­der wür­den die­sen Schritt erneut gehen. So steht es im „Start­up-Report 2017“ des Digi­tal­ver­ban­des Bit­kom. Alles was ihr sonst noch über das Grün­der­land Deutsch­land wis­sen müsst, fin­det ihr hier.

Lan­ge Arbeits­ta­ge und kaum Frei­zeit, das Buh­len um Inves­to­ren, der ste­ti­ge Kampf mit der Ver­wal­tung und nicht zuletzt die Sor­ge, ob die eige­ne Idee sich am Ende am Markt durch­set­zen wird oder womög­lich die Plei­te droht – ein Start­up zu grün­den, ist kei­ne Par­ty, son­dern har­te Arbeit. Den­noch wür­den deut­sche Grün­der den Schritt jeder­zeit wie­der gehen: 95 Pro­zent sagen, sie wür­den mit ihren aktu­el­len Erfah­run­gen erneut ein Start­up grün­den. Das ist das Ergeb­nis einer Umfra­ge im Auf­trag des Digi­tal­ver­bands Bit­kom unter mehr als 250 Start­up-Grün­dern in Deutschland.

Acht von zehn Grün­dern wür­den auch ande­ren jun­gen Men­schen emp­feh­len, ein Start­up zu grün­den. Gleich­zei­tig gibt gut jeder drit­te Grün­der (31 Pro­zent) an, dass er bei der Grün­dung Angst hat­te, mit sei­nem Start­up zu schei­tern und damit als Ver­sa­ger zu gel­ten. „Wer nicht zum Ziel kommt, der ver­dient Respekt für den Mut, etwas gewagt zu haben – und soll­te sich nicht Sor­gen machen müs­sen, gesell­schaft­lich stig­ma­ti­siert zu wer­den“, sagt Bit­kom-Prä­si­dent Achim Berg. „Wir brau­chen eine Kul­tur der zwei­ten und drit­ten Chan­ce, wenn wir es ernst mei­nen mit der Start­up-Nati­on Deutschland.“

Die Kern­er­geb­nis­se der Startup-Befragung

  • Zwei Drit­tel der Start­ups (64 Pro­zent) haben 2016 neue Arbeits­plät­ze geschaf­fen, im lau­fen­den Jahr wol­len drei Vier­tel (77 Pro­zent) zusätz­li­che Mit­ar­bei­ter einstellen.
  • Im Schnitt beschäf­tigt jedes Start­up in Deutsch­land aktu­ell 18 Mit­ar­bei­ter. Vor einem Jahr waren es erst 15 Mitarbeiter.
  • Mehr als jedes zwei­te Start­up (53 Pro­zent) konn­te bereits ein­mal eine Stel­le nicht beset­zen, weil es an geeig­ne­ten Kan­di­da­ten fehl­te. Vor allem Ent­wick­ler wer­den häu­fig gesucht.
  • 7 von 10 Start­ups benö­ti­gen für die kom­men­den zwei Jah­re fri­sches Kapi­tal, im Schnitt wer­den 2,5 Mil­lio­nen Euro gebraucht. Eine gro­ße Mehr­heit (85 Pro­zent) ist aber zuver­sicht­lich, das Kapi­tal ein­sam­meln zu können.
  • Nur 14 Pro­zent der Start­ups hal­ten einen Bör­sen­gang in Zukunft für denk­bar, 14 Pro­zent schlie­ßen ihn grund­sätz­lich aus. Für zwei Drit­tel (65 Pro­zent) ist der Gang auf das Par­kett aktu­ell kein Thema.
  • Mehr als die Hälf­te der Grün­der (55 Pro­zent) sagt, dass sich die Situa­ti­on für das eige­ne Start­up in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren ver­bes­sert hat, nur fünf Pro­zent sehen eine Verschlechterung.
    Rund 9 von 10 Start­ups (88 Pro­zent) sind mit ihrem Stand­ort zufrieden.

Mehr als zwei Drit­tel (68 Pro­zent) der Grün­der wür­den ihr Start­up wie­der in Deutsch­land grün­den, vor einem Jahr waren es nur 44 Pro­zent. Gleich­zei­tig wer­den nach dem Amts­an­tritt von US-Prä­si­dent Donald Trump die USA für deut­sche Grün­der weni­ger attrak­tiv: Hät­ten 2016 noch 32 Pro­zent im Fall einer erneu­ten Grün­dung ihr Start­up ger­ne in den USA gestar­tet, so sind es heu­te nur noch 15 Prozent.

Alle Ergeb­nis­se des „Start­up-Report 2017“ gibt es hier kos­ten­los zum Download.

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