WM 2014 - Tipp der Wissenschaftler: Spanien gegen Deutschland

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Fußball-Tipper aufgepaßt! Holt euch jetzt das Knowhow der Wissenschaft, um Eure Punkte richtig zu verteilen. Denn die Wissenschaftler entwickelten eine unschlagbare Analyse …

Im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft am 13. Juli treffen einer Prognose von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin, der Universität Göttingen und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge mit großer Wahrscheinlichkeit die Mannschaften Spaniens und Deutschlands aufeinander.

Entscheidende Daten: Marktwert der Einzelspieler

Der Soziologe Prof. Dr. Jürgen Gerhards von der Freien Universität, der Sportwissenschaftler Prof. Dr. Michael Mutz von der Universität Göttingen und der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Gert G. Wagner von der TU und dem DIW summierten für jede Mannschaft den Marktwert der Einzelspieler und legten diese Werte allen Gruppen- und Entscheidungsspielen zugrunde.

Spanien mit 631 Millionen Euro Marktwert und Deutschland mit 562 Millionen haben das größte Potenzial, das Endspiel zu erreichen. Nach der Marktwert-Prognose ist die Chance für das DFB-Team, den Titel zu gewinnen, so groß wie schon lange nicht mehr.

In der Gruppe A setzen sich demnach Gastgeber Brasilien (468 Millionen Euro) und Kroatien (193 Millionen Euro) durch, in der Gruppe B neben Spanien die Niederlande (208 Millionen Euro). Die Gruppe C entsendet Kolumbien (190 Millionen Euro) und die Elfenbeinküste (122 Millionen Euro) ins Achtelfinale. In der Gruppe D ziehen der Prognose zufolge England (334 Millionen Euro) und Italien (323 Millionen Euro) ein. Die Gruppe E dominieren Frankreich (412 Millionen Euro) und die Schweiz (178 Millionen Euro), in Gruppe F haben Argentinien (392 Millionen Euro) und Bosnien-Herzegowina (114 Millionen Euro) die Nase vorn. In der Gruppe G zieht der Einschätzung zufolge neben Deutschland Portugal (297 Millionen Euro) in die nächste Runde ein. Aus Gruppe H bestreiten Belgien (349 Millionen Euro) und Russland (184 Millionen Euro) das Achtelfinale. Jeweils ins Viertel-, Halb- und Finale kommen die Teams, deren Marktwert höher ist als der des Gegners.

Diese fünf Mannschaften sind die Favoriten des Turniers

Nach der Gruppenphase, in der die Marktwert-Unterschiede der Teams sehr groß sind, steht den Fans ein stärker ausgeglichenes und damit spannungsreicheres Turnier bevor – ähnlich wie im Jahr 2006. Zwar ist Spanien mit einem Mannschaftswert von 631 Millionen Euro immer noch das Team, das den höchsten Marktwert auf die Waage bringt, Brasilien (468 Millionen), Frankreich (412 Millionen), Argentinien (392 Millionen) und vor allem Deutschland (562 Millionen) haben aber im Vergleich zur letzten Weltmeisterschaft deutlich aufgeschlossen.

Nach der Marktwert-Methode erreicht allerdings Frankreich nicht das Halbfinale. Würde sich ab dem Achtelfinale in jeder Begegnung immer die Mannschaft mit dem höheren Marktwert durchsetzen, stünden sich im Halbfinale einerseits Brasilien und Deutschland, andererseits Spanien und Argentinien gegenüber.

Methode bereits in der Praxis geprüft

Mithilfe der Marktwerte konnten die Wissenschaftler bereits vier Mal den Titelgewinner bedeutender Fußballturniere korrekt vorhersagen. Das Prinzip der Methode ist einfach. Seit dem Wegfall restriktiver „Ausländerklauseln“ ist ein globaler Spielermarkt entstanden, und Fußballspieler sind zu einer weltweit gehandelten „Ware“ geworden. Die Spieler stehen heutzutage mehr denn je unter Dauerbeobachtung von Spielervermittlern, Sportmanagern, Trainern und zahlreichen echten und selbsternannten Experten, die das Leistungsvermögen der Spieler kontinuierlich bewerten. Diese Leistungseinschätzungen finden ihren Ausdruck im Transferwert des Spielers auf dem Spielermarkt: Der Preis des Spielers spiegelt seine Leistungen wider.

„Ebenso wie der Marktwert ein Spiegelbild für die sportliche Leistungsfähigkeit eines einzelnen Fußballers ist, lässt sich auch die Leistungsstärke einer gesamten Mannschaft an ihrem Marktwert ablesen“, erklärte Prof. Dr. Gert G. Wagner. Der Marktwert der Mannschaft ergibt sich dabei aus der Summe der Marktwerte aller Einzelspieler. „Dieser äußerst einfache Indikator, gegen den jeder Fußballfan zig Einwände im Detail vorbringen kann, hat eine verblüffend große prognostische Kraft: Die Mannschaft mit dem teuersten Spielerkader ist auch die spielstärkste Mannschaft im Turnier und wird deshalb mit der höchsten Wahrscheinlichkeit das Turnier gewinnen“, sagte Prof. Dr. Jürgen Gerhards. Seit der Weltmeisterschaft 2006 konnte mit dieser Methode der Ausgang aller großen Fußball-Turniere gut vorhergesagt werden. „Auch für den europäischen Vereinsfußball konnten wir zeigen, dass der Ausgang der Meisterschaft in den Fußballligen sehr gut über den Marktwert der Teams vorhersagbar ist“, konstatierte Prof. Dr. Michael Mutz. Schließlich habe sich die Marktwert-Methode auch bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 sehr gut bewährt.

Und sieht die Ergebnistabelle nach wissenschaftlicher Analyse aus:

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11. Juni 2014

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