Zukunftsstudie: Wie geht Zusammenarbeit in der digitalen Arbeitswelt?

© kebox - Fotolia.com

Die neue Studie eEtiquette@work der Telekom identifiziert 14 Meta-Trends, die Arbeit in Zukunft prägen werden. Globalisierung, demografischer Wandel und technische Innovationen sind nur einige Treiber dieser Bewegung. Menschen arbeiten heute global und rund um die Uhr in ständig wechselnden Zusammensetzungen zusammen. Digitale Technologien und neue Kollaborations-Werkzeuge machen es möglich, dass Mitarbeiter an verschiedenen Unternehmensstandorten sowie mobil und flexibel an einem gemeinsamen Projekt zusammenarbeiten und von jedem Ort auf ihr Unternehmensnetzwerk und ihre Arbeitswerkzeuge zugreifen können. Die neue Art und Weise der Zusammenarbeit bedeuten aber auch neue Ansprüche an Teams und Führungskräfte.

„Neue technische Möglichkeiten wie das mobile Arbeiten stellen neue Herausforderungen an die Menschen und brauchen andere Spielregeln“, sagt Julia Leihener, verantwortlich für eEtiquette@work und Leiterin in der nutzerorientierten Forschung und Innovation bei der Telekom. „Deshalb ist eine eEtiquette@work so wichtig, vor allem für virtuelle Teams, die über digitale Kommunikationskanäle zeitversetzt zusammenarbeiten. Allerdings nicht als Dogma. Wir sehen sie eher als Denkanstoß und präsentieren sie mit einem Augenzwinkern.“

Die Meta-Trends der Studie belegen: Der klassische Arbeitsplatz verliert in Zukunft immer mehr an Bedeutung. Arbeit entkoppelt sich zunehmend von einem fest definierten Ort, während intensiver und schneller Wissensaustausch der Mitarbeiter untereinander an Bedeutung gewinnt: „Die Arbeitswerkstätten werden wieder zurück ins Zentrum des Lebens verlegt – in die eigenen vier Wände. In Zukunft wird die Arbeit um das Leben gestrickt. Der heimische Küchentisch wird dann schnell mal zum Konferenztisch umfunktioniert.“ sagt Holm Friebe, Experte für Netzkultur.

30+1 Empfehlungen für den digitalen Arbeitsalltag

Die Studie knüpft an die bekannte eEtiquette an und ist das Ergebnis einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Lead-Usern, Arbeitswissenschaftlern und Experten aus Industrie, Wissensgesellschaft und digitaler Bohème. Neben Trendanalysen, Experteninterviews und Alltagsanekdoten wurden 30 und eine Empfehlung für die Zusammenarbeit in der vernetzten Welt erarbeitet: die eEtiquette@work. Die kurzen Sätze sollen zur Reflektion alltäglicher Arbeitssituationen und als praktische Entscheidungenhilfen dienen, z. B. bei der Frage, ob es angebracht ist während eines Meetings E-Mails zu lesen oder News bei Twitter zu checken.
Folgende Beispiel-Empfehlungen der eEtiquette@work geben einen ersten Einblick, wie notwendig neue Höflichkeitsformen und Spielregeln in der immer digitaler werdenden Arbeitswelt sind:

  • „Grmpf, knurps, mampf“ – Nur das Krümelmonster darf während einer Telko essen.
  • Online ist Silber – Offline ist Gold. Digitale Tools ersetzen kein persönliches Treffen, aber sie bauen Brücken dorthin!
  • Schau‘ mir in die Augen, statt auf Dein Display. Dein Gegenüber ist wichtiger als sein Tweet.
    Mit Milch und ohne Zucker! Per Telefon, E-Mail oder Social Media? Sag doch einfach, wie’s Dir am besten schmeckt.
  • Die Datei, die find ich nie, ist sie benannt mit Fantasie.
  • Schon Bob Marley wusste: No backup, big cry!

Impulse für neues Denken: Diskurs zur „Zukunft der Arbeit“

Die Macher der Studie möchten einen Impuls für den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema ,Zukunft der Arbeit’ geben. Diskutieren, kommentieren und verfolgen kann man das Projekt auf der Website www.work.eetiquette.de sowie auf Facebook.com/eEtiquette, via und Twitter.com/101eE unter dem Hashtag #eEwork.

Related Post

Crowdfunding vor allem für jüngere Gründer sinnvol... Immer mehr Gründer erwägen ihre Unternehmensideen mit Hilfe von Crowdfunding zu finanzieren: Während in den ersten drei Quartalen 2013 auf diese Weise...
Unternehmer gesucht: EU fördert Europäische Pionie... Das EU-Förderprogramm "EuropeanPioneers" unterstützt in den kommenden zwei Jahren 25 Startups und KMUs aus der Euro­päischen Union mit insgesamt 4,5 M...
Frankfurt rettet die Welt: Rhein-Main wird CleanTe... Paris war gestern. Auch wenn wir uns über ein paar "Weichenstellungen" zu mehr Ökologie und Umweltschutz freuen können. Die tagtägliche Arbeit und Ret...
Termine KW 28-2014: Online-Marketing-Tag Frankfurt... Noch kein Sommerloch in Aussicht: Die KW 28 bietet neben zwei Fachterminen richtige Jahreshöhepunkte: Das Finale der Fussball-WM, der Geek Tag und den...

28. April 2014

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5,00 von 5 Sterne, basierend auf 4 abgegebenen Stimmen)
Loading...

Fair Kommentieren!

Wir freuen uns auf heiße Diskussionen und scharfe Kommentare - und auf einen respektvollen Umgangston! Persönliche Angriffe und Beleidigungen haben auf Gründerküche.de nichts verloren!