Firma gründen in Dubai: Kosten, Anmeldung, Steuern – überraschend einfache Tricks | 2024

In den letzten Jahren schien es, als seien die Steueroasen nahezu überall ausgetrocknet. Als Geheimtipp gilt aber immer noch Dubai, wo man in vielen Bereichen noch tatsächlich Steuerfreiheit genießt. Nicht zuletzt aus diesem Grund zieht es in den letzten Jahren deshalb auch viele bekannte Influencer in das Emirat am Persischen Golf. Welche Kosten 2024 beim Gründen in Dubai anfallen und was in Bezug auf Steuern und die Anmeldung zu beachten ist, verraten wir euch in unserem Beitrag.

Gründen in Dubai: Dubai City ist die Hauptstadt des gleichnamigen Emirats und liegt an seinem Nordrand. Das Emirat Dubai gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), gemeinsam mit Abu Dhabi, Adschman, Fudschaira, Ra’s al-Chaima, Schardscha und Umm al-Qaiwain, die fast alle deutlich weniger bekannt sind als Dubai.

In jedem Emirat gelten dabei eigene Regeln. Alle sieben Emirate sind praktisch autonom, aber durch eine gemeinsame föderale Verfassung und eine gemeinsame Regierung (Oberster Rat der Herrscher) miteinander verbunden.

Unser Tipp
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Die angebotenen Service-Leistungen umfassen u.a.:

  • Komplette Firmengründung
  • Beantragung des Residence Visa
  • Eröffnung der Bankkonten

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Dubai City: Leben und Arbeiten in Dubai

Dubai City gilt als eine „Stadt der Superlative“ und einer der attraktivsten Touristenorte der ganzen Welt. Nicht nur dass die Stadt die weltweit höchste Zahl an Wolkenkratzern über 300 m Höhe aufweist – mit dem Heritage Village, dem Diving Village und dem Khor Dubai verfügt die Stadt über zahlreiche Attraktionen, die übrigens längst nicht nur von den über 15 Millionen Besuchern pro Jahr, sondern auch regelmäßig und sehr häufig von den eigenen Einwohnern besucht werden.

Auch wirtschaftlich ist Dubai City ein sehr bedeutendes Zentrum: Nicht nur der mit Abstand wichtigste Flughafen des gesamten Nahen Ostens (und eine Drehscheibe bei vielen Interkontinentalflügen), sondern auch der künstlich angelegte Seehafen Dschabal Ali, einer der bedeutendsten Umschlagplätze für den gesamten Persischen Golf mit einer riesigen Freihandelszone, gehören zur Stadt.

Die Anbindung an alle wichtigen Städte im Umfeld ist über moderne Autobahnen realisiert, auch im Inneren der Stadt gibt es ein vorbildlich ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz mit einer führerlosen U-Bahn, einer modernen Einschienenbahn und zahllosen topmodernen Bussen, von dem die meisten europäischen Hauptstädte nur neidvoll träumen können.

In Dubai kann man also nicht nur dort arbeiten, wo (sehr viele Menschen) Urlaub machen, sondern befindet sich auch mitten in einer sehr leistungsfähigen wirtschaftlichen Infrastruktur, die ein sehr erfolgreiches Business erlaubt.

Dies nicht zuletzt wegen der zahlreichen Touristen aus aller Welt, die Dubai jedes Jahr besuchen und der vergleichsweise hohen Kaufkraft vieler Bewohner. Knapp 5 % der Einheimischen sind Millionäre, selbst Kellner verdienen bisweilen 3.000 – 4.500 USD im Monat.

Auch als einfacher Arbeitnehmer findet man oft sehr lukrative Jobs. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind dabei im Durchschnitt sogar geringfügig günstiger als hierzulande (außer man legt Wert darauf, im absoluten Luxus zu leben).

Das Klima lässt dabei auch nichts zu wünschen übrig: kälter als 14 °C wird es so gut wie nie, von April bis November liegen die Temperaturen meist über 30 °C. Niederschläge sind rar, als moderne Stadt ist Dubai aber sehr innovativ, wenn es darum geht, mit der meist allgegenwärtigen Hitze und der vor allem im Sommer enorm hohen Luftfeuchtigkeit umzugehen und sie erträglich zu machen.

Auch das soziale Klima ist sehr verträglich: Dubai hat eine sehr geringe Kriminalitätsrate und ist generell eine der sichersten Städte der Welt.

Ihr wollte eine Firma gründen in Dubai? Das alles sind gute Argumente dafür.

Firma gründen in Dubai: grundsätzliche Voraussetzungen

Ganz ohne Papierkram geht es nicht mal in den Emiraten, wenn du in Dubai eine Firma gründen willst.

Visum für Dubai

Firma gründen in Dubai – es gibt keinen Zwang, mit dem Unternehmen nach Dubai umzusiedeln, um die Vorteile nutzen zu können. Ihr könnt auch in Deutschland wohnhaft sein und mit einer Freezone Firma in Dubai aktiv sein. Dann benötigt ihr auch kein Visum.

Als Besitzer einer Mainland LLC müsst ihr aber ein Visum vorweisen. Geschäftsführer und Gesellschafter können die Aufenthaltsvisa durch das Unternehmen erhalten.

Wichtige Dokumente zur Firmengründung

  • Kopien der Ausweisdokumente von Gesellschaftern und Geschäftsführern
  • Businessplan
  • Musterunterschriften zum Abgleich der Unterschriften von Gesellschaftern und Geschäftsführern
  • Absichtserklärung
  • Empfehlungsschreiben der Bank oder geprüfte Finanzberichte für Firmen der letzten zwei Jahre
  • Adressnachweise der Gesellschafter und Geschäftsführer, zum Beispiel durch Verbrauchsrechnungen

Vertragssicherheit: Firma gründen in Dubai – am besten mit professioneller Hilfe

Sollen Verträge unterzeichnet werden, so ist es immer ratsam, ein Übersetzungsbüro zu beauftragen, um einen korrekten Überblick über die Dokumente zu erlangen. Ein führender Übersetzungsdienst, der sich auf Geschäftskunden spezialisiert hat, wird alle Texte, Dokumente und Verträge übersetzen, ein muttersprachliches Niveau anbieten und gleichzeitig eine Qualitätsgarantie vorweisen. Das ist wichtig, um das Vorhaben „Firma gründen in Dubai“ erfolgreich umzusetzen.

Auch beglaubigte Übersetzungen, die bei Urkunden und offiziellen Dokumenten verlangt werden, können durch einen gerichtlich vereidigten Übersetzer eingefordert werden.

Zahlt man in Dubai tatsächlich keine Steuern?

So unglaublich es klingt: in Dubai herrscht tatsächlich weitgehend Steuerfreiheit. Das spricht wirklich für die Idee „Firma gründen in Dubai“!

Keine Einkommenssteuer

Eine Einkommenssteuer gibt es nicht, auch Privatpersonen zahlen für ihr Einkommen aus dem Job keine Einkommenssteuer oder Steuern auf ihr Vermögen. Auch Renten, Mieteinnahmen und Kapitalgewinne aller Art sind in Dubai steuerfrei.

Lange Zeit waren die Mietsteuer (5 % jährlich) und die Mehrwertssteuer (5 %), die einzigen Steuern, die in Dubai erhoben wurden. Allerdings gilt letztere nicht für Firmen in der Freezone – und ist für alle anderen Unternehmen ohnehin nur ein Durchlauf-Posten.

Geringe Körperschaftsteuer

Das Steuerparadies, das vielen wohl wie ein Märchen aus 1001 Nacht erscheinen mag, soll Dubai auch in den nächsten Jahren noch bleiben. Die Anpassung an den Steuer-Standard der restlichen Welt ist mit einer 9% igen Körperschaftssteuer (Corporate Tax) auf Unternehmensgewinne im Juni 2023 erfolgt.

Die Körperschaftssteuer gilt in den gesamten Vereinigtne Arabischen Emiraten sowohl für Mainland-Unternehmen mit einem Gewinn von über 375.000 AED (ca. 95.000 EUR) als auch auch für Privatpersonen und Freezone-Firmen (Freibetrag: 1 Million AED, ca. 252.000 Euro). Ausnahmen gelten unter bestimmten Voraussetzungen für sogenannte „Qualifying Free Zone Persons“, die weiterhin keine Körperschaftssteuer bezahlen.

Personen und Firmen mit einem jährlichen Gewinn von weniger als 3 Millionen AED (c. 760.000 Euro) können unter bestimmten Voraussetzungen den „Small Business Relief“ beantragen und damit bis Ende 2026 von der Körperschaftssteuer in Dubai befreit werden.

Kapitalerträge oder Dividenden sind von der Körperschaftssteuer in Dubai befreit.

Sozialabgaben

Die Sozialabgaben, also der Beitrag zur Krankenversicherung, beträgt in Dubai 17,5 % des Brutto-Einkommens. Eine Krankenversicherung benötigt aber nicht prinzipiell jeder bei einer Firmengründung in Dubai – das hängt von der jeweiligen Gründungsform ab.

FreeZone versus Mainland: Verschiedene Gründungsformen

Grundsätzlich muss man bei der Gründung eines Unternehmens in Dubai zwischen einer FreeZone-Firma und einer Mainland-Firma unterscheiden.

FreeZone Firmen

Eine Firma gründen in Dubai?  Einfacher geht es nicht: Wer nur eine Holding in den VAE gründen möchte, kann das über eine FreeZone-Firma tun, und braucht dafür weder ein Bankkonto in Dubai noch ein Visum. Die Gründung erfolgt dann in einer der über 30 FreeZones (Freihandelszonen), die Bedingungen (z. B. Buchhaltungspflicht) und die Kosten sind je nach FreeZone unterschiedlich.

Grundsätzlich sollte man pauschal mit rund 5.000 bis 10.000 EUR rechnen, inkl. der Unternehmenskosten für das erste Jahr der Geschäftstätigkeit.

Soll das deutsche Unternehmen selbst nach Dubai verlagert werden und vorwiegend internationale Kunden und nur wenig oder keine Kunden in den VAE bedienen, werden ein Bankkonto und auch ein Visum für Dubai zwingend erforderlich. Wer seinen Wohnsitz ebenfalls nach Dubai verlegt, zahlt dann auch keine Einkommenssteuer.

Eine Firma gründen in Duabi ist bei vorhandenen Unterlagen sehr schnell erledigt (mindestens 3 Tage, aber meist weniger als eine Woche). Neben der Steuerfreiheit (bei Wohnsitz in den VAE auch für das eigene Einkommen) gibt es noch weitere Vorteile: So entfällt etwa die Pflicht zum Erstellen eines Jahresabschlusses, auch Quellensteuern entfallen und es gibt grundsätzlich keinen Datenaustausch mit fremden Behörden.

Zusammenfassung Firma gründen in Dubai: FreeZone Firma

  • Buchhaltungspflicht
  • Kosten zwischen 5.000 und 10.000 Euro
  • schnelle Gründung innerhalb von drei Tagen bis einer Woche
  • Unternehmen nach Dubai verlagern: Bankkonto & Visum sind Pflicht

Regulierte FreeZones für Finanzbranche

Eine Firma gründen in Dubai ist prinzipiell einfach: Einige Branchen sind allerdings reguliert, unter anderem die Finanzbranche, der gesamte Krypto-Bereich und alle Unternehmen, die Fremdgelder annehmen und verwalten.

Für solche Unternehmen sind eine spezielle Gründung und ein spezielles Firmenkonto erforderlich – wer in diesen Bereichen in Dubai gründen möchte, kann das nur in einer der speziellen, regulierten FreeZone tun. Das Gründen ist in diesem Fall deutlich komplizierter, auf umfassende und fachkundige Beratung sollte man unbedingt achten.

Mainland-Firmen

Wer Geschäfte machen (z. B. Handelsunternehmen, Industrieunternehmen) oder Dienstleistungen (z. B. Restaurant, Kosmetiksalon, etc.) in Dubai erbringen möchte und dabei vorwiegend auf Kunden aus den VAE setzt, muss zwingend eine Mainland-Firma gründen. Eine Firma gründen in Dubai ist dann etwas komplizierter als bei einem FreeZone-Unternehmen und an eine entsprechende Lizenz gebunden.

Diese kann man in einem Impressum an dem Kürzel LLC erkennen, welches für Limited Liability Company steht. Vergleichbar ist diese Firmenform mit einer GmbH in Deutschland. Als Gesellschafter können hierbei Privatpersonen und ausländische Unternehmen fungieren – gleichzeitig wird ein berechtigter Geschäftsführer eingesetzt.

In Dubai wird dabei grundlegend zwischen Handel/Industrie und Dienstleistungsbereich unterschieden. Unternehmen im Bereich Handel und Industrie werden üblicherweise als LLC (Limited Liability Company, ähnlich der deutschen GmbH) gegründet, Dienstleistungsunternehmen dagegen immer als Personengesellschaft (Sole Establishment, ähnlich einem deutschen Einzelunternehmen oder – bei mehreren Inhabern – einer GbR).

Als Sole Establishment benötigt man in einigen Fällen noch einen sogenannten Local Service Agent, der zwar jährlich etwas Geld kostet, ansonsten aber nur wenig zusätzlichen Aufwand bei der Unternehmensführung verursacht. Die Lizenz kostet in den meisten Fällen zwischen 3.000 und 4.000 EUR jährlich.

Ein zeichnungsberechtiger Geschäftsführer wird immer benötigt, Gesellschafter können sowohl natürliche Personen als auch (ausländische) Unternehmen sein.

Auch die Zuordnung zu den Bereichen Handel und Industrie bzw. Dienstleistungen ist dabei etwas anders als in Europa. So ist etwa die Fahrzeugvermietung in Dubai keine Dienstleistung, sondern gehört zum Handel- und Industriebereich, ebenso wie die Vermittlung von Geschäften.

Die Kosten der Gründung liegen mit durchschnittlich 7.000 – 12.000 EUR etwas höher, auch wegen der Lizenzgebühr und der deutlich intensiveren nötigen Beratung. Als Inhaber einer Mainland-Firma genießt man zusätzliche Vorteile, wie unlimitierte Visaberechtigungen.

Als (kleineren) Nachteil sollte man die seit Juni 2023 geltende 9% hohe Körperschaftssteuer für das Mainland-Unternehmen ebenfalls bedenken.

Zusammenfassung Firma gründen in Dubai: Mainland-Firma

  • für Geschäfte in Dubai
  • Gründung einer LLC oder Sole Establishment
  • Lizenzkosten circa 3.000 bis 4.000 Euro
  • Geschäftsführer Pflicht, Gesellschafter möglich
  • Kosten 7.000 bis 12.000 Euro
  • unlimitiertes Visa
  • 9% Körperschaftssteuer seit Juni 2023

Pro & Contra: Mainland- oder FreeZone-Firma gründen

Wenn es um die Wahl der Gründungsform geht, spricht vieles dafür, eine Mainland-Firma zu gründen:

  • deutlich besseres Image innerhalb von Dubai bei Geschäftspartnern
  • deutlich besseres Image bei lokalen Banken
  • Möglichkeit, mit lokalen (sehr zahlungskräftigen) Kunden und Unternehmen Geschäfte zu machen
  • Möglichkeit, (lukrative) Geschäftsbeziehungen in den gesamten Emiraten und auch mit ansässigen regulierten Unternehmen zu unterhalten
  • Residence Visum möglich, mit Wohnsitz in Dubai auch keinerlei Steuern für das eigene Einkommen, die eigenen Kapitalgewinne (Dividenden, Zinsen)
  • hoher Lebensstandard in einer der modernsten Städte der Welt als vollberechtigter Bürger
  • leistungsfähiges Gesundheitssystem (mit europäischen Standards weitgehend vergleichbar)

Dem gegenüber wiegt der Nachteil von 9 % Körperschaftssteuer wohl eher gering.

Firma gründen in Dubai: Politische Situation beachten

Wenn man – auch nur aus steuerlichen Gründen – als Bürger der VAE leben will, sollte man sich aber auch darüber im Klaren sein, dass einen wie in jedem Land, die entsprechenden Bürgerpflichten treffen. Das Rechtssystem in den VAE beruht weitgehend in den meisten Teilstaaten noch sehr deutlich auf der islamischen Schariah. Meinungs- und Pressefreiheit entsprechen in Dubai nicht den westeuropäischen Standards.

Die generellen kulturellen Unterschiede zu Europa, wie das immer noch sehr traditionelle Frauenbild muss man – samt seiner ganzen Familie, also auch Frau und Töchter – zumindest im privaten Umfeld einfach hinnehmen. Im professionellen Umfeld geht es allerdings schon deutlich fortschrittlicher zu.

Business-Kontakte wird man in Dubai mit der Zeit von selbst finden, persönliche Kontakte  knüpft man einfachsten in Expat-Gruppen – insbesondere, da 80 % der Einwohner in Dubai keine Einheimischen sind. Auch in den ersten Jahren muss es privat nicht einsam werden. Zumal man geschäftlich mit einem entsprechenden Gründungsvorhaben durchaus einiges an Erfolgen erreichen kann.

Hilfe für Gründer: Kontakte in Dubai

Dubai ist sehr aktiv dabei, Gründer und Startups ins Land zu locken. Die örtliche Industrie- und Handelskammer greifen vor allem Technologie-Startups und KMUs unter die Arme.

Das interdisziplinären Programm Dubai SME 100 bietet Einblicke in die Branche und ein umfangreiches Bildungsangebot rund um die Existenzgründung an.

Beim Dubai Future Accelerator können sich Gründer ebenfalls bewerben.

 

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