Homeoffice, CoWorking oder Geschäftsräume – Pro und Contra für Startups

Ganz gleich worum sich das eigene Startup dreht, unter der Brücke kann man damit nicht loslegen. Doch wo gründet sich was besser? Im Homeoffice, im eigenen Büro oder im Coworking Space? Eine Pro und Contra Liste.

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Haben Gründer die ersten Jahre hinter sich, werden sie beim Anblick alter Fotos nostalgisch: „wie winzig damals das Büro war“ hört man dann häufig. Klar, wenn man anfangs etwas selten hat, dann sind es dicke Finanzpolster, mit denen man große Raum-Sprünge machen könnte. Doch ebenso wenig wie ein Startup dem anderen gleicht, gibt es auch keine Pauschalaussage, ob Homeoffice oder Geschäftsräume die Nase vorne haben. Der folgende Artikel zeigt euch deshalb nicht nur die Vor- und Nachteile beider Varianten, sondern gibt auch einen Überblick, was für wen am besten geeignet ist.

Gemütlich und günstig: Homeoffice

Arbeiten von zuhause aus. Das ist nicht nur das Sahnebonbon vieler Arbeitnehmer, sondern auch bei Gründern eine gern genommene Alternative.

PRO

Preis
+ Ob Eigentümern oder Mieter: Wer von zuhause aus arbeitet, muss keinen zusätzlichen Cent für weitere Räumlichkeiten ausgeben. Tatsächlich kann die Sache unterm Strich sogar noch günstiger sein:
Die Räume werden praktisch 24/7 genutzt, womit sich mehr Effizienz pro „Miet-Euro“ herausschlagen lässt.
+ Es fallen keine Unkosten fürs Pendeln an, egal in welcher Form (Autosteuern, ÖPNV-Tickets etc.).
+ Einen weiteren Vorteil haben zudem alle Mieter, bei denen Strom und Heizung in der Miete inkludiert werden. Mit solchen Flatrates schlagen die zusätzlichen Verbräuche des Homeoffice nicht ins Gewicht.
+ Und eure Kosten für Miete, Hausgeld oder Verbrauchskosten können im gewissen Rahmen steuerlich abgesetzt werden. Wie ihr euer Homeoffice von der Steuer absetzen könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Schlaf
+ Ganz gleich wie selbstdiszipliniert man gründet und sich feste Zeiten setzt, es ist klar, dass morgens der Wecker um einiges später klingeln kann, wenn man nicht erst noch den täglichen Kampf gegen Staus und Parkplatznot aufnehmen muss. Nüchtern betrachtet ist dieser Zeitgewinn schon ein Plus für euer Schlafdefizit, denn eine Stunde mehr schlafen oder eben nicht, das macht einen enormen Unterschied.
+ Und die Rechnung funktioniert auch abends: Man kann sich länger ums Startup kümmern, ohne dass einem dadurch Zeit für die anderen Alltäglichkeiten zwischen Hausputz und Einkauf fehlt.

Stress
+ Doch mit dem Wegfall des Pendelns gehen auch noch eine ganze Menge Vorteile in Sachen Stress einher: Von Pendlern ist beispielsweise bekannt, dass sie teilweise beträchtlich gesundheitlich beeinflusst werden, nur die häufigsten davon sind:

  • Erschöpfungszustände
  • Rückenprobleme
  • Konzentrationsschwierigkeiten

Im Homeoffice fällt das alles weg. Und damit steigen eure Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Ihr seid belastbarer, habt mehr Power und bessere Laune.

Work-Life-Balance
+ Klar, als Gründer ist man sein eigener Chef und auch in eigenen Geschäftsräumen würde einem keiner Probleme machen, wenn man mal verschwindet. Aber von zuhause aus lässt sich die Work-Life-Balance doch besser managen: Kinder sind kein Problem, denn wenn die aus Schule oder Kindergarten abgeholt werden müssen, ist das kein Akt, bei dem man erst zum Auto, zur Schule, nach Hause, wieder in die Geschäftsräume hetzen muss. + Ähnlich sieht es natürlich bei sämtlichen anderen Terminen aus. Tatsächlich hat auch das positive Auswirkungen aufs Stress- und Leistungslevel: Denn wo man, wenn der Kopf „dicht macht“ sich einfach mal für eine Viertelstunde ins Wohnzimmer begeben kann, verschwinden solche Arbeitsblockaden wesentlich besser, als wenn man sich direkt im Arbeitsumfeld befindet.

CONTRA

Kunden
Je nachdem, in welchem Feld ihr arbeitet, werdet ihr nicht umhinkommen, dass sich irgendwann Kunden anmelden. Sind wir ehrlich, Homeoffice hat bei manchen den Ruf von Improvisation und Schlendrian. Auch wenn da bei eurem Unternehmen nichts dran sein sollte, kann es doch nachteilig sein, den Kunden erst durch euren Privatflur zu führen und dann in einem Office-Kabuff zu enden, wo sich euer Schreibtisch und Aktenschrank die Enge mit dem dort lagernden Staubsauger teilen. Dennoch gibt es Möglichkeiten hier für mehr Professionalität zu sorgen.
Die Meeting-Alternative: Externe Räumlichkeiten, etwa Restaurants, Cafés oder auch Coworking Spaces. Doch je nachdem, wie groß die Kundenkontakt-Frequenz ist, kann das ziemlich ins Geld gehen – und vieles lässt sich öffentlich auch nicht besprechen.

Moral
Keine schwatzenden Kollegen, kein Kunden-Durchgangsverkehr. Homeoffice stellen sich viele Gründer ruhiger vor, als es eigentlich ist. Denn spätestens, wenn man Kinder hat, wird man überrascht feststellen, wie schnell man sich durch die ablenken lässt – falls sie die Gunst des nebenan sitzenden Elternteils nicht noch nutzen, um alle paar Minuten hereinzuschneien.
Und dann hat so ein Heim ja auch noch tausenderlei andere Ablenkungsmöglichkeiten: schnell die Wäsche aufhängen, den Staubsauger schwingen, dies und das erledigen. Prokrastination ist zuhause ein wesentlich realeres Problem als woanders, denn in der Hauptsache geht es dabei um die Omnipräsenz von Ablenkungen.

Work-Life-Balance
Homeoffice kann in Sachen Work-Life-Balance ein Vorteil sein. Aber es kann eben auch zum Nachteil gereichen. Denn wenn man sowieso zuhause ist, fällt die (auch für Gründer) vielbeschworene Trennung von Arbeit und Freizeit praktisch ersatzlos weg. Auch Ihr werdet feststellen, wie groß die Versuchungen sind, abends schnell ein paar Mails zu schreiben, sonntags „ein Stündchen“ zu arbeiten oder auch umgekehrt dienstagsmorgens um halb elf im Schlafanzug fernzusehen, statt euch ums Business zu kümmern.

Vermieter
Darüber hinaus gibt es für die Mieter unter euch ein ziemlich handfestes Problem. Generell spricht zwar nichts dagegen, von zuhause aus zu arbeiten, aber wenn ihr das als Gründer tut, dann handelt es sich zumindest um eine teilgewerbliche Wohnungsnutzung – und das wiederum benötigt den Segen des Vermieters, sonst hat er alles Recht, euch diese Nutzungsform zu untersagen oder im Wiederholungsfall vor die Tür zu setzen.
Und auch die Eigenheimbesitzer können nicht generell aufatmen. Denn je nachdem wo euer Haus steht, kann der Wohngebiet-Nutzungsplan gewerbliche Tätigkeiten einschränken. Generell erlaubt sind nämlich nur „nichtstörende Gewerbe“. Und dieser Begriff deckt nicht nur die Lautstärke ab, sondern auch sonstige Störungen, etwa durch ständig vor eurer Tür parkende Kunden aber auch Firmenschilder.

Für wen es sich eignet

Schon mit der bisherigen Auflistung dürfte euch klargeworden sein, dass das Homeoffice sich längst nicht für jeden Lebensentwurf, aber auch nicht für alle Gewerbeformen eignet. Wer wirklich profitieren kann:

  • Unternehmen, bei denen B2C-Kundenkontakt ausgeschlossen ist und wo B2B-Kundenkontakt auch durch Besuche bei der „Gegenseite“ bzw. auf neutralem Terrain bewerkstelligt werden kann
  • Alleinstehende Gründer mit Kindern und entsprechender Betreuung des Nachwuchses
  • Firmen, die nicht auf große Lagerräume (Stichwort Onlinehandel) oder umfangreiche Arbeitsgeräte angewiesen sind, also die klassischen „Schreibblock und Laptop“-Berufe

Ferner kann Homeoffice sich auch für alle Gründer lohnen, die extrem ländlich leben und für die es eine unzumutbare Belastung wäre, tagtäglich weite Strecken ins Unternehmen zu fahren.

Seriös und Businessmäßig: Geschäftsräume

Gründen von zuhause ist bequem, mit eigenen Geschäftsräumen ist man jedoch nicht nur der Boss, sondern fühlt sich auch wirklich so.

PRO

Professionalität
+ Eigene Geschäftsräume. Vielleicht in optimaler Lage. Am Eingang hängt ein lasergraviertes und lackiertes Firmenschild, auf dem euer Name steht. Ganz gleich ob sich dahinter nur ein 25-Quadratmeter-Büro verbirgt, das Ganze wirkt schlicht und ergreifend deutlich professioneller.
+ Außenwirkung ist nicht nur ein Stichwort im Einzelhandel, sondern auch bei Gründungen in vielen anderen Bereichen. Denn gerade, wenn euer Startup sich generell an Verbraucher richtet und nicht nur an andere Unternehmer, profitiert ihr direkt von dieser öffentlichen Sichtbarkeit. Schon wenn ihr auf dem Dorf neben Kiosk und Reisebüro euer Unternehmen residieren lasst, ist die Wirkung eine völlig andere, als wenn die Sache in der reinen Wohnhausstraße aufgezogen wird.

Mitarbeiter
+ Es gibt Startups, die können nicht nur erfolgreich wachsen, sondern sich fest am Markt etablieren, auch wenn der Gründer gleichzeitig der einzige Angestellte ist. Doch in den allermeisten Fällen lohnt es sich bei fast jeder Form von Business, irgendwann auch in Sachen Mitarbeiter zu wachsen – alleine schon, damit ihr euch nicht um jede Kleinigkeit selbst kümmern müsst.
Überlegt mal: Wollt ihr wirklich, dass ein Minijobber, der eure Buchführung übernimmt, in eurer Schlafzimmer-Büro-Kombination sitzt? Soll die Fachfrau, die sich um die Kundenakquise kümmert, sich morgens selbst in euer Haus lassen, während ihr vielleicht noch im Bademantel herumlauft? Nein, wenn euer Unternehmen Mitarbeiter haben soll, dann gibt es keine Alternative zur dedizierten Gewerbeimmobilie.

Workflow
+ Ja, Pendeln nervt. Erst recht, wenn man in eine nur halbwegs große Stadt fahren muss. Aber mit richtigen Geschäftsräumen ist eben auch eine disziplinäre Straffung eurer Arbeitsabläufe verbunden. Denn diese Räumlichkeiten sind nur zum Arbeiten da. Klar hält euch das natürlich im Zweifelsfall nicht davon ab, den halben Tag auf Facebook zu verbringen, aber bei den allermeisten Menschen macht das im Kopf einen ganz gehörigen Unterschied.
+ Außerdem müsst ihr die Sache auch andersherum sehen: Einer der Nachteile des Homeoffice ist es ja gerade, dass sich Beruf und Freizeit so leicht vermischen. Das ist hier schlicht und ergreifend weniger der Fall. Solange ihr in der Firma seid, gehört eure Energie dem Startup. Und zuhause könnt ihr dann ebenso richtig abschalten und so eure Arbeitskraft konsequent erhalten, um euer Firmenschiff gut durch die Brandung zu bringen.

CONTRA

Kosten
Es gibt mehrere Wege, um an eine Gewerbeimmobilie zu kommen: Kaufen, Mieten und teilweise auch Leasen. Und alle davon sind mit zusätzlichen finanziellen Investitionen verbunden, zudem gehen sie mit einer teils langjährigen Verbindung einher, die euch zum Erfolg zwingt. Für manche mag das ein Leistungsansporn sein, aber wenn das Unternehmen am Monatsende gerade genug abwirft, um Miete oder Abtragung zu bezahlen und kaum was zum Leben bleibt, ist das einfach ein Nachteil.

Einrichtung
Zumindest auf einem niedrigen Level müssen eure Räume eingerichtet werden und das kostet Geld.
Sobald ihr Mitarbeiter habt, wird die Sache noch komplizierter, denn Angestellte haben, auch im Startup, gesetzlich zugesicherte Rechte in Sachen Ergonomie. Und je nachdem, wie die Immobilie auf eure Bedürfnisse zugeschnitten ist (oder eben nicht) kann es natürlich auch noch notwendig sein, vor dem Einzug zumindest grundlegende Renovierungsarbeiten durchzuführen. Hinzu kommt, dass ihr mehr technische Ausstattung benötigt: Telefonanlage, Internet und der ganze „Krimskrams“ von Kugelschreibern, Headsets, Tastaturen und Mäuse.

Freizeit
Das eigene Unternehmen ist für manche wie ein eigenes Kind oder ein treues Haustier – da steckt man selbst wesentlich mehr Zeit rein, als es den Arbeitszeitschutzgesetzen entspräche. Die Gefahr, dass ihr aufs Heimfahren pfeift und es sich auf der Firmencouch „bequem“ macht, ist gross. Und dann ist ganz schnell die Grenze zu Überarbeitung und Burnout überschritten.
Egal ob in Partnerschaft oder mit Kindern – Gründer mit Büro sind weniger zuhause. Das Heimbüro hat den Vorteil, dass man eben doch nebenan und damit ansprechbar ist. Partner und Kinder sind nicht ganz so allein.
Und: Büros sind nie wirklich um die Ecke. Ob mit Rad, eigenem Auto oder Öffentlichem Nahverkehr – ihr seid unterwegs und damit weder für die Arbeit noch zuhause wirklich da.

Kaufen, Mieten, Leasen – Das müsst ihr bei euren Geschäftsräumen beachten

Kaufen zwingt euch in der Regel dazu, einen Kredit aufzunehmen, der euer Unternehmen auf Jahre hinaus belastet. Aber: Die Immobilie gehört euch dadurch auch und zählt zum Firmenvermögen. Und in Sachen Abtragung lässt sich die Zeit teilweise erheblich verkürzen, indem Ihr Sondertilgungsrechte nutzt (was gerade in der jetzigen Niedrigzinsphase ziemlich gut wirkt). Aber nicht jeder Vertrag erlaubt dies auch ohne Abschläge. Dennoch kann es sinnvoll sein, die Belastung durch Sonderzahlungen vorzeitig abzutragen. Auch wenn es eine Menge unternehmerischer Disziplin verlangt, um nach einem guten Jahr nicht in andere Dinge zu investieren, sondern zunächst die Abtragung zu begleichen.

Mieten unterliegen im gewerblichen Bereich nicht der Mietpreisbremse – können also praktisch beliebig erhöht werden. Zudem werden die meisten Firmenimmobilien mit festen Laufzeiten vermietet. Danach kann euer Vermieter den Vertrag verlängern oder euch rauswerfen. Auch umgekehrt kann es kritisch werden, denn Sonderkündigungsrechte sind die große Ausnahme. Ihr „klebt“ also für die Vertragslaufzeit am Mietobjekt – selbst, wenn euer Startup es nicht schaffen sollte.

Leasing wirkt zwar auf dem Papier wie die perfekte Verbindung aus Mieten und Kaufen, wird aber vornehmlich im großstädtischen Raum angeboten und wenn, dann meistens für große Objekte, die oft weit über den Startup-Bedarf hinausgehen. Zudem sind die Verträge meist extrem langlaufend, unter fünfzehn Jahren findet sich praktisch nichts. Der einzige Startup-Vorteil besteht darin, dass man dadurch sein Eigenkapital nicht belastet.

Für wen es sich eignet

Nicht jedes Startup profitiert wirklich von Geschäftsräumen, aber bei einigen ist es fast schon Pflicht. Vor allem unter Berücksichtigung der arbeitstechnischen Vorteile ergibt sich so eine Gruppe, die definitiv eine separate Immobilie benötigt:

  • Startups, die sich auf B2C fokussieren und durch Laufkundschaft stark profitieren könnten
  • Firmen, die (teilweise) im Onlinehandel tätig sind und dementsprechende Lager- und Verpackungsräume benötigen Gründer, bei denen die Schlagzahl an Face-to-Face B2B-Kontakten so hoch ist, dass sie einfach feste Räume benötigen, um sich zu treffen
  • Unternehmen, die aus mehr als dem Inhaber bestehen oder Arbeitsplätze für künftige Angestellte vorhalten wollen

Nicht zu vergessen sind natürlich auch diejenigen Charaktere unter den Gründern, die sich nur in einem entsprechenden Arbeitsumfeld selbst motivieren können und im Homeoffice den Ablenkungen unterworfen wären.

Mittelweg Coworking Space

Mit der gesteigerten Bedeutung von Gründern haben sich Coworking Spaces etabliert. Deren Credo: Das Beste aus Homeoffice und festen Arbeitsräumen ohne große Nachteile.

PRO

Flexibilität
+ Coworking Spaces leben davon, dass man sie extrem flexibel nutzen kann. Ein richtig seriös wirkendes Arbeitsumfeld mit allem was dazugehört – aber eben im Wochen- oder sogar Tagestakt abgerechnet. Das macht es auch möglich, nur dann „was Seriöses“ zu mieten, wenn ihr es wirklich braucht.

Kosten
+ Klar, wenn man keine regelmäßige, feste Miete zahlen muss, ist schon das eine klasse Ersparnis für euer Unternehmen.
+ Doch bei Coworking Spaces geht die Sache noch weiter. Denn viele davon bieten auch Zugang zu technischen Dingen – 3D-Drucker, Rechenzentren oder Beamer, um nur einige zu nennen. Deren Nutzung ist in den Kosten inkludiert, weshalb ihr die (meist sehr teure) Anschaffung für euer Unternehmen sparen könnt.

Netzwerk
+ Netzwerken ist ein Hauptprinzip des Coworking Spaces und hier können Gründer und junge Selbstständige zusätzlich profitieren. Kontakte, die sonst nur schwierig aufzubauen sind, Gespräche mit potenziellen Geldgebern und Kooperationspartnern – all das bietet das Coworking Space.

CONTRA

Lokalität
Coworking Spaces breiten sich zwar langsam in Deutschland aus, sind aber nach wie vor eher so ein „Stadt-Ding“. Je nachdem, wo euer Unternehmen also seine Home-Base hat, kann es also sein, dass der nächste Space eine ordentliche Fahrtzeit entfernt liegt.
Auch umgekehrt kann ein Nachteil entstehen, denn gerade in den Gründungs-Clustern geht es in den Coworking Spaces oft zu wie im Taubenschlag. In solchen Fällen ist es dann auch mit der Flexibilität auch nicht weit her, weil es einfach zu viele Interessenten gibt.

Image
Es ist zwar nur ein subjektives Problem, aber eines, dem ihr euch nicht entziehen könnt: Coworking Spaces, so seriös die meisten auch eingerichtet sind, sind nicht zwingend die Antwort auf der Suche nach einem selbstständigen Firmen-Image. Und ihr wollt auch nicht unbedingt mit besonders wichtigen Kunden dauernd in einem Gebäude sitzen, in denen sich im Extremfall dutzende andere Startups und Gründer die Klinke in die Hand geben.

Für wen es sich eignet

Vor allem für die Homeoffice-Startups, die gelegentlich einfach (technisches) Equipment benötigen. Ferner die Unternehmer unter euch, die sowieso urban sind und Coworking Spaces gleich um die Ecke haben. Obendrein kann es aber auch für die Gründer mit eigenen Geschäftsräumen durchaus lohnenswert sein, sich ab und zu mal abzusetzen. Denn die Spaces sind eben der Hort von Gründerluft und Diskussionskultur. Hier gibt es eben nicht nur Platz zum Arbeiten, sondern auch die Möglichkeit, einfach mal mit Gleichgesinnten zu quatschen und vielleicht die eine oder andere Idee abzugreifen.

Fazit

Jedem Gründer seinen Arbeitsplatz. Das ist eine unumstößliche Wahrheit. Doch wo dieser Arbeitsplatz liegt, dafür gibt es leider kein Patentrezept. Nur einen guten Ratschlag: Schießt euch niemals von Anfang an auf nur eine Option ein, sondern überlegt immerzu, welche Vorteile euch die jeweils andere Form bringen könnte. Dies erschließt sich oft nämlich nur mit der Zeit und sowieso sollten Gründer neben einer guten Idee vor allem Flexibilität mitbringen – auch was den Arbeitsort anbelangt.

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