In 10 Schrit­ten zur erfolg­rei­chen Face­book Unter­neh­mens­sei­te – Teil 2

Allein mit dem Anle­gen Ihrer Face­book Unter­neh­mens­sei­te ist es nicht getan – Sie müs­sen Ihr vir­tu­el­les Netz­werk auch pfle­gen. Wie Sie dabei am bes­ten vor­ge­hen, zei­gen wir Ihnen Schritt für Schritt: Hir geht es ums „Freun­de fin­den“, Wachs­tum und Werbung.

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Als Grün­der und Start­up brau­chen Sie vor allem eines: direk­ten Kon­takt zu Ihrer Ziel­grup­pe. Das wich­tigs­te und wohl auch am häu­figs­ten von Unter­neh­men genutz­te Netz­werk ist Face­book. Wie Sie eine Face­book Unter­neh­mens­sei­te anlge­gen haben Sie im 1. Teil von „In 10 Schrit­ten zur erfolg­rei­chen Face­book Unter­neh­mens­sei­te“ erfah­ren. Im zwei­ten Teil geht es dar­um, eine Face­book Fan-Com­mu­ni­ty auf­zu­bau­en, Ihre Inhal­te zu pla­nen und die Inter­ak­ti­ons­ra­ten (Enga­ge­ment) zu stei­gern, und Ihre Sei­te zu bewerben.

Schritt 6: Design selbst­ge­macht – Gestal­ten Sie Ihre Facebookseite!

Noch läuft Ihre Face­book­sei­te auf Spar­flam­me. Nun denn, es wird Zeit sie zu pushen – oder sagen wir lie­ber: pim­pen. Denn wie jede Web­site ist auch Ihre Unter­neh­mens­sei­te auf Face­book ein vor allem visu­ell funk­tio­nie­ren­des Werkzeug.

Ver­mut­lich haben Sie Ihren Inter­net­auf­tritt nicht selbst gestal­tet – auch wenn das mit den Redak­ti­ons­sys­te­men und Web­bau­käs­ten heu­te sehr gut geht. Nun denn, Zeit selbst Hand anzu­le­gen, und zwar auf Ihrer Face­book­sei­te. Denn mit ein paar guten Fotos, falls ver­füg­bar auch Vide­os kön­nen Sie Ihre Sei­te gut aus­se­hen las­sen. Beson­ders das Zusam­men­spiel von groß­for­ma­ti­gem Time­li­ne­bild und dem klei­nen Cover­bild macht etwas her. Krea­ti­ve Inspi­ra­tio­nen, wie etwa die­se Bilder…

Facebook-Design-Beispiel2Facebook-Design-Beispiel1

… fin­den Sie auf der Inter­net­sei­te hong​ki​at​.com. Hier kön­nen Sie auch eine Pho­to­shop-Vor­la­ge her­un­ter­la­den, mit der Sie sich Ihr Time­li­ne- und Cover­bild zurecht­bas­teln kön­nen. Hier der Down­load der Pho­to­shop­datei.

Tipp: Doch Vor­sicht, pein­lich wird es, wenn Face­book Ihr Cover-Bild löscht, weil es gegen Richt­li­ni­en ver­stößt. Nicht erlaubt ist zum Bei­spiel, Wer­bung wie “Jetzt XX% Rabatt sichern” oder “Jetzt von unse­rer Web­sei­te down­loa­den!” im Bild unter­zu­brin­gen. Die Richt­li­ni­en sind daher unbe­dingt hier nachzulesen,und zwar direkt hier bei Face­book.

Schritt 7: Machen Sie sich einen Facebook-Kommunikationsplan

Bevor Sie nun alle Mühe inves­tie­ren, um vie­le Fans auf Ihre Face­book Unter­neh­mens­sei­te zu locken, soll­ten Sie sich erst ein­mal einen Plan machen. Denn was Sie hier ange­hen, ist kei­ne Ein­tags­flie­ge – wenn Sie mit Ihrer Sei­te erfolg­reich sein wol­len, dann müs­sen Sie lang­fris­tig an Ihrer Sei­te arbeiten.

Machen Sie Res­sour­cen frei

Nichts ist schlim­mer, als wenn Ihre Face­book­sei­te nach nur weni­gen Wochen ver­weist, weil Sie sich nicht mehr dar­um küm­mern kön­nen. Machen Sie sich also klar, wann, wie oft und von wem die Face­book­sei­te gepflegt wird. Tat­säch­lich besitzt nur ein gerin­ger Anteil der Klein- und mit­tel­stän­di­gen Unter­neh­men, näm­lich 15 Pro­zent die Kapa­zi­tä­ten, dass Mit­ar­bei­ter für die Pfle­ge der Soci­al Media Kanä­le täg­lich die nöti­gen 2 bis 3 Stun­den einsetzen.

Benen­nen Sie Mei­len­stei­ne für Ihre Soci­al Media Aktivitäten

Damit Sie nicht Ihre Freu­de am Face­boo­ken ver­lie­ren, soll­ten Sie nicht zu hohe Ansprü­che an die strö­men­den Fan­mas­sen stel­len: Tat­säch­lich wach­sen deut­sche Face­book­sei­ten recht lang­sam: Wie eine Stu­die von Fan­page Kar­ma ergab, wuch­sen die Hälf­te der ana­ly­sier­ten 60.000 Face­book­sei­ten nicht schnel­ler als 0,64 Pro­zent pro Woche. Das heißt zum Bei­spiel für eine Sei­te mit 1.000 Fans, dass sie nur 25 neue Fans im Monat hin­zu­ge­winnt. Die bes­ten 10 Pro­zent der unter­such­ten Sei­ten wuch­sen dage­gen etwa 9 Pro­zent in einem Monat. Ste­cken Sie sich also rea­lis­ti­sche Zie­le und ver­fol­gen Sie die­se dann konsequent.

Tipp: Sie wis­sen nicht, wel­ches Wachs­tums für Ihre Face­book­sei­te rea­lis­tisch ist? Dann schau­en Sie sich mal Ihre Kon­kur­renz an – das kann Ihnen gut als Ori­en­tie­rung die­nen. Und zum Träu­men und Ler­nen kön­nen Sie auch mal auf die Erfolgs­ge­schich­ten von Face­book schie­len: die gibt es hier online. Und wenn Sie wis­sen wol­len, wie man einen Redak­ti­ons­plan für Face­book auf­stellt, dann schau­en Sie doch mal bei all​face​book​.de vorbei.

Anzei­ge

Merk­blatt: Ein­bin­dung von Sozia­len Netz­wer­ken auf kom­mer­zi­el­len Webseiten
mit Mus­ter­for­mu­lie­rung für die Datenschutzerklärung
www​.form​blitz​.de

Schritt 8: Liken und Kom­men­tie­ren – Wachs­tum durch Enga­ge­ment auf Facebook

Nun wird es Zeit, aktiv im Netz­werk zu wer­den: Ver­öf­fent­li­chen Sie regel­mä­ßig Neu­ig­kei­ten und Hin­wei­se über die Sta­tus­zei­le Ihrer Face­book Unter­neh­mens­sei­te. Die­se Nach­rich­ten erschei­nen im Pro­fil Ihrer Fans. Außer­dem soll­ten Sie auf ande­ren Sei­ten nach für Sie rele­van­ten Posts suchen und die­se kom­men­tie­ren und liken.

Wie­vie­le Posts soll­ten Sie auf Ihrer Face­book-Unter­neh­mens­sei­te veröffentlichen?

Ers­ter Maß­stab soll­te für Sie ein inhalt­li­cher sein: Pos­ten Sie vor allem dann, wenn Sie auch etwas zu sagen haben. Ver­trau­en Sie auf sta­tis­ti­sche Wer­te, dann kann Ihnen die Sta­tis­tik von Dan Zarel­la hel­fen: Er hat 2600 gro­ße Face­book­sei­ten und ihre Fan­ent­wick­lung unter­sucht. Das Ergeb­nis: 0,5 Posts pro Tag, bes­ser noch ein Post alle zwei Tage sei­en die sta­tis­tisch bes­te Anzahl. Eine wei­te­re Sta­tis­tik zeig­te, dass zu vie­le Posts sich deut­lich nega­tiv auf die Fan­ent­wick­lung auswirkten.

Wann soll­ten Sie posten?

Grund­sätz­lich gilt: Pos­ten Sie nicht, wenn Sie Zeit haben, son­dern dann, wenn die Fans Zeit für Ihre Infor­ma­tio­nen haben. Fans sind auf Face­book vor allem in ihrer Frei­zeit oder zu Rand­zei­ten aktiv: Ent­spre­chend sind die bes­ten Pos­ting­zeiten früh mor­gens, kurz vor Mit­tag oder gegen Fei­er­abend um 17.00 Uhr.

Behal­ten Sie die Enga­ge­ment-Rate im Auge

Neben Ihren eige­nen Akti­vi­tä­ten sind es vor allem die Akti­vi­tä­ten Ihrer Fans, die Ihrer Sei­te zum Erfolg ver­hel­fen. Die so genann­te Enga­ge­ment-Rate, also die durch­schnitt­li­che Zahl von Likes, Kom­men­ta­ren und Sha­res pro Fan, hilft Ihnen dabei. Grund­sätz­lich gilt: Je höher die Enga­ge­ment-Rate, des­to höher das Wachs­tum. Dies gilt im Durch­schnitt sowohl für die bes­ten Sei­ten als auch für mit­tel­mä­ßi­ge Sei­ten. Und Sie kön­nen die­se Rate auch erhö­hen: Lie­fern Sie Ihren Fans einen Grund, Ihre Inhal­te wei­ter­zu­tra­gen. Das könn­te ein gutes Unter­neh­mens­vi­deo von Ihnen sein, ein exklu­si­ves Ange­bot oder auch nur ein über­ra­schen­der Text.

Face­book bedeu­tet Inter­ak­ti­on mit Ihren Fans

Vie­le Soci­al Media Mana­ger sind der Mei­nung, wich­ti­ger als das Wachs­tum einer Face­book­sei­te sei die Inter­ak­ti­on mit den Fans. Einer der effek­tivs­ten Wege dafür sind Wett­be­wer­be: Die Prei­se kön­nen dabei vir­tu­ell, etwa der „Fan des Monats/Jahres“ aber auch mate­ri­ell sein. Doch viel wich­ti­ger ist die All­tags­ar­beit: Knapp 95 Pro­zent aller Mar­ken reagie­ren nicht auf User-Kom­men­ta­re. So soll­ten Sie Ihre Fans nicht ver­grau­len: Reagie­ren Sie auf Anfra­gen – auch auf kri­ti­sche – zeit­nah und freundlich.

Tipp: Face­book selbst übri­gens lie­fert Ihnen wich­ti­ge Ana­ly­sen Ihrer Sei­te: Insights heißt die­ser Ser­vice, bei dem Sie Ihre erfolg­reichs­ten Posts, Ihre Fan­ent­wick­lung und vie­les wei­te­re anschau­en kön­nen. Insight wur­de von Face­book gera­de erst gestar­tet und wird nach und nach für alle Sei­ten freigeschaltet.

Schritt 9: Wer­bung bei Face­book – auch mit klei­nem Budget

Grund­sätz­lich gibt es zwei Arten von Face­bo­ok­wer­bung: Stan­dard-Wer­be­an­zei­gen und gespon­ser­ten Meldungen.

Wer­be-Anzei­gen

Der Stan­dard funk­tio­niert immer nach dem Mus­ter Titel, Ziel-URL, Bild und Text. Ver­lin­ken kön­nen Sie auf eine exter­ne Web­site oder auf Ihre Unter­neh­mens­sei­te. Die Klick­ra­ten von Anzei­gen, die auf eine Face­book­sei­te ver­lin­ken sind häu­fig bes­ser als Links auf eine exter­ne Web­site. Der „Gefällt mir“-Button wird ein­fach häu­fi­ger ange­klickt als die URL-Adres­se in einer Anzeige.

Gespon­ser­te Meldungen

Neben den Stan­dard-Wer­be­an­zei­gen hat Face­book die so genann­ten gespon­ser­ten Mel­dun­gen ein­ge­führt, die als „erwei­ter­ter News­feed“ gel­ten. Gespon­ser­te Mel­dun­gen bezie­hen sich immer auf eine zu bewer­ben­de Face­book­sei­te und ist abhän­gig von den Emp­feh­lun­gen von Nut­zern. Der Erfolg hängt also stark von den Inter­ak­tio­nen auf der bewor­be­nen Fan­sei­te ab.

Tipp: Weil das sozia­le Netz­werk gera­de hier die meis­ten Ver­än­de­run­gen hat, lohnt sich ein Blick in den aktu­el­len Face­book Media Kit 2013, der einen Über­blick über alle Face­book Anzei­gen gibt. Das 25-Sei­ten-lan­ge Doku­ment zeigt Ihnen, wie auf Face­book gewor­ben wer­den kann, wo Ihre Anzei­gen ein­ge­blen­det wer­den und gibt Ihnen auch Hin­wei­se zu Stra­te­gi­en. Sie kön­nen dies auch als pdf down­loa­den: Face­book Media Kit 2013.

Face­book Media Kit 2013 – Ads & Spon­so­red Sto­ries (by Face­book Inc.)

Schritt 10: Inhal­te sind alles – Was in Ihren Posts drin­ste­hen sollte

Kom­men wir zum Haupt­ge­schäft, wenn Sie sich um Ihre Face­book Unter­neh­mens­sei­te küm­mern: Krei­ie­ren Sie span­nen­de und rele­van­te Inhal­te. Doch Vor­sicht: es gibt ein paar Din­ge zu beachten.

Ein guter Post ist kurz und bündig

Die Haupt­aus­sa­ge in einem Face­book-Post müs­sen Fans auch beim schnel­len Durch­scrol­len ihres News­feeds erfas­sen: Des­halb soll­ten Sie kur­ze Posts – ide­al sind 80 Zei­chen kom­bi­niert mit einem Bild oder einem Link – schreiben.

Den­ken Sie visuell

Auch rei­ner Text geht in der Flut der täg­li­chen Posts unter: Damit Sie die Auf­merk­sam­keit Ihrer Fans gewin­nen, braucht jeder Post ein pas­sen­des Bild.

Wel­che Inhal­te funk­tio­nie­ren auf Facebook?

Sie wol­len es noch genau­er wis­sen, dann schau­en Sie doch mal auf die Prä­sen­ta­ti­on der FH Joan­ne­um und der Agen­tur vi knall­grau. Die haben Posts und ihren Erfolg ana­ly­siert und dies gra­fisch aufbereitet.

vi knall­grau Face­book Stu­die Con­su­mer Brands und Retail Brands

Buch­TIPPS zum The­ma Face­book Mar­ke­ting & Socia Media

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