Kleinkredite für Gründer – Beantragung und Voraussetzungen

Wer als Gründer an Geld kommen will, für den könnte ein Kleinkredit eine gute Alternative sein. So bezeichnet man ein Darlehen, das sich durch seine geringe Höhe auszeichnet. Erfahrt in den folgenden Abschnitten alles zur Beantragung und den Voraussetzungen eines solchen Kleinkredits.

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Wer als Gründer an Geld kommen will, für den könnte ein Kleinkredit eine gute Alternative sein. So bezeichnet man ein Darlehen, das sich durch seine geringe Höhe auszeichnet. Ein normaler Ratenkredit kann gut und gerne 100.000 Euro oder mehr umfassen, während die Grenze beim Kleinkredit üblicherweise bei ungefähr 10.000 Euro liegt.

Davon abgesehen ähnelt der Kleinkredit dem normalen Ratenkredit stark: Ihr schließt ihn bei einem Finanzdienstleister ab und zahlen ihn dann in Raten zurück. Vor allem der Zinssatz spielt beim Abschluss eine wichtige Rolle, denn je niedriger er ist, desto günstiger ist der Kleinkredit. Aufgrund der kleineren Darlehenssumme sind Kleinkredite meist durch eine kürzere Laufzeit und geringere monatliche Raten gekennzeichnet. Erfahrt in den folgenden Abschnitten alles zur Beantragung und den Voraussetzungen eines solchen Kleinkredits.

Wie bekomme ich einen Kleinkredit?

Eine einfache Möglichkeit, einen Kleinkredit zu erhalten, besteht darin, ihn direkt online zu betragen. Ihr bekommt einen solchen Online-Kredit zum Beispiel über das Portal finanzcheck.de, wo ihr auch einen Vergleich mehrerer Anbieter durchführen könnt, um das für euch günstigste Kreditangebot zu finden. Grundsätzlich beantragen ihr einen Kleinkredit also genauso wie einen normalen Ratenkredit bei einem Finanzdienstleister eurer Wahl. Um den Kleinkredit zu bekommen, müsst ihr einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Fester Wohnsitz in Deutschland
  • Kein Schufa-Eintrag
  • Volljährigkeit
  • Meist Nachweis über ein geregeltes Einkommen

Der Einkommensnachweis muss in der Regel durch Lohnabrechnungen oder Kontoauszüge erbracht werden. Deshalb kann es sich für Gründer und Selbstständige durchaus schwierig gestalten, einen Kleinkredit zu erhalten. Dazu aber später noch mehr.

Während manche Finanzdienstleister gerade bei Kleinkrediten auch ein Darlehen vergeben, ohne dass ein Nachweis über ein geregeltes Einkommen erfolgen muss, wird kaum ein seriöser Anbieter einen Kleinkredit ohne Schufa-Abfrage gewähren. Entsprechende Angebote von Online-Finanzdienstleistern ohne Schufa sind daher meistens unseriös und mit Vorsicht zu genießen.

Für wen lohnt sich ein Kleinkredit?

Kleinkredite sind – genauso wie die meisten anderen Kreditarten auch – im Allgemeinen nicht zweckgebunden. Ihr könnt als Kreditnehmer daher nach Belieben über das Geld verfügen. Doch wann lohnt es sich, einen Kleinkredit aufzunehmen?

Grundsätzlich kommt er nur in Frage, wenn ihr eine vergleichsweise niedrige Kreditsumme benötigen – oder wenn ihr keine Chance hättet, bei einer Bank ein höheres Darlehen zu erhalten. Das trifft oft auf Gründer zu, denen finanzielle Sicherheiten fehlen, die aber dennoch ein wenig Startkapital für ihr Business benötigen.

Mit einem Kleinkredit können Gründer kurzfristige finanzielle Engpässe überbrücken oder sich wichtige Anschaffungen leisten, die helfen, das Startup anzukurbeln.

Bevor ihr einen Kleinkredit aufnehmt, solltet ihr dennoch eure finanzielle Situation genau unter die Lupe nehmen.

  • Könnt ihr die Raten in der Tilgungsphase ohne Probleme zurückzahlen?
  • Welche zusätzliche monatliche Belastung könnt ihr stemmen?

Wenn ihr diese Punkte bei der Beantragung berücksichtigen, spricht sicher nichts dagegen, einen Kleinkredit aufzunehmen.

Klein- oder Dispositionskredit – was ist besser?

Als Alternative für Kleinkredite wird oftmals der Dispositionskredit genannt. Er ist gerade bei sehr geringen Beträgen zwischen 500 und 2.000 Euro interessant. Ein Vergleich der Zinssätze beider Kreditarten macht aber sehr schnell deutlich, dass der sogenannte Dispo viel teurer ist als ein Kleinkredit: Trotz Niedrigzinsphase liegt der Zinssatz für einen solchen Kredit noch immer bei ungefähr zehn Prozent. Auch die Verbraucherzentrale warnt daher, dass bei Dispositionskrediten die Zinsen enorm hoch sind.

Allerdings hat der Dispositionskredit natürlich auch Vorteile: Wurde er einmal eingerichtet, ist er jederzeit verfügbar – und zwar ohne Bonitätsprüfung und selbst, wenn ihr kein festes Einkommen habt. Einen Kleinkredit hingegen müsst ihr erst beantragen. Trotzdem: Das Antragsverfahren für Kleinkredite hat sich in den vergangenen Jahren enorm vereinfacht, sodass es sich aus unserer Sicht nicht lohnt, die deutlich höheren Zinsen für einen Dispokredit in Kauf zu nehmen.

Kleinkredite auch für Freiberufler und Selbstständige?

Leider ist es im Allgemeinen für Selbstständige schwieriger, einen Kredit zu erhalten. Kein Wunder, denn wer selbstständig tätig ist, gehört für Kreditinstitute automatisch zu den Personengruppen mit einem höheren Kreditausfallrisiko.

Aus diesem Grund sind die Konditionen, die dieser Gruppe angeboten werden, auch meist schlechter, als das etwa bei Festangestellten der Fall ist. Grundsätzlich haben Freiberufler, Gründer und Selbstständige aber die Möglichkeit, einen Kleinkredit zu beantragen.

Wichtig ist in diesem Fall nur, dass ihr eure Sicherheiten in einem umfangreicheren Maße nachweisen könnt. Meist genügt es nicht, nur die aktuellen Kontoauszüge vorzulegen. Stattdessen müsst ihr die komplette finanzielle Situation eures Unternehmens darstellen. Dazu gehören Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen und Einkommenssteuerbescheide. Auf diese Weise tragt ihr dazu bei, die Chancen auf die Genehmigung eures Kreditantrags zu erhöhen.

So beantragt ihr den Kleinkredit

Ein Aspekt, der bei der Suche nach einem geeigneten Kleinkredit sehr wichtig ist, ist die Flexibilität des Darlehens. Entscheidet euch am besten für einen Kredit, der euch folgende Möglichkeiten bietet:

  • Kostenlose Sondertilgungen
  • Einlegen von Tilgungspausen
  • Anpassung der Ratenhöhe

Sondertilgung heißt, dass ihr auch außerplanmäßig einen bestimmten Teil des Kreditbetrags zurückzahlen könnt. Das gibt euch mehr finanzielle Freiheit: Sollte sich beispielsweise durch einen größeren Auftrag euer finanzieller Spielraum erhöhen, besteht die Möglichkeit, das Darlehen schneller zu tilgen. Dadurch spart ihr Zinsen und somit bares Geld. Ob und in welchem Umfang eine Sondertilgung bei Kleinkrediten möglich ist, unterscheidet sich von Bank zu Bank. Einige erlauben keine Sondertilgungen, andere eine jährliche Einmalzahlung und manche schränken euch in der Anzahl und Häufigkeit der außerplanmäßigen Tilgungen überhaupt nicht ein.

Achtet aber darauf, dass die Sondertilgung kostenfrei durchgeführt werden kann. Auch die Möglichkeit, Tilgungspausen einzulegen und die Option, die Ratenhöhe anzupassen, erhöhen eure Flexibilität. Ihr könnt dann besser auf unvorhersehbare Veränderungen eure finanziellen Situation reagieren, was gerade für Gründer, Freiberufler und Selbstständige sehr wichtig ist.

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