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SEPA: SEPA Last­schrift & Sepa-Man­dat Schritt für Schritt erklärt

Mit SEPA kommt Bewe­gung in Ihre Kon­to­ver­wal­tung – die Umstel­lung auf euro­päi­sche Stan­dards for­dern von Unter­neh­mern so eini­ges ab. Wie das im Fal­le der Last­schrif­ten geht, lesen Sie hier.

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Mit SEPA kommt Bewe­gung in Ihre Kon­to­ver­wal­tung – die Umstel­lung auf euro­päi­sche Stan­dards for­dern von Unter­neh­mern so eini­ges ab. Wie das im Fal­le der Last­schrif­ten geht, erklä­ren wir hier Schritt für Schritt.
Für die SEPA-Last­schrift gibt es zwei Ver­fah­ren: die SEPA-Basis­last­schrift sowie die SEPA-Fir­men­last­schrift.

Die SEPA-Basis-Last­schrift – SEPA Core Direct Debit

Das SEPA-Basis­last­schrift­ver­fah­ren steht sowohl Ver­brau­chern als auch Unter­neh­men offen und ent­hält vom deut­schen Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift­ver­fah­ren zahl­rei­che bekann­te Ele­men­te. Neu ist:

  • Last­schrift muss fünf Tage vor Fäl­lig­keit bei der Zahl­stel­le vorliegen
  • dar­auf fol­gen­de Zah­lun­gen müs­sen min­des­tens zwei Tage vor Fäl­lig­keit vorliegen
  • Vor­lauf­frist für ein­ma­li­ge Last­schrif­ten beträgt eben­falls fünf Tage
  • Wider­spruch gegen eine SEPA-Basis-Last­schrift inner­halb von acht Wochen nach Kontobelastung
  • bei nicht auto­ri­sier­ter Zah­lung (ohne gül­ti­ges SEPA-Man­dat) kann der Zah­ler inner­halb von 13 Mona­ten nach Belas­tung die Erstat­tung verlangen

SEPA-Fir­men­last­schrift – SEPA Busi­ness to Busi­ness Direct Debit

Die SEPA-Fir­men­last­schrift ist aus­schließ­lich für den Ver­kehr mit Unter­neh­men (Nicht-Ver­brau­chern) vor­ge­se­hen und dem heu­ti­gen Abbu­chungs­auf­trags­ver­fah­ren ähn­lich. Das Fir­men­last­schrift­ver­fah­ren stellt ledig­lich ein zusätz­li­ches Ange­bot für Unter­neh­men dar, um deren Geschäfts­ab­wick­lung zu erleichtern.

  • Ein­ma­li­ge, erst­ma­li­ge oder Fol­ge­last­schrif­ten müs­sen einen Tag vor Fäl­lig­keit bei der Zahl­stel­le vorliegen
  • Wider­spruchs der Last­schrift nicht mög­lich, da die Zahl­stel­le (also Bank) ver­pflich­tet ist, die Man­dats­da­ten zu prüfen

SEPA-Man­dat – SEPA-Lastschriftmandat:

Ein SEPA-Last­schrift­man­dat ist die recht­li­che Legi­ti­ma­ti­on für den Ein­zug von SEPA-Last­schrif­ten. Dar­in ent­hal­ten sind die Zustim­mung des Zah­lers und der Auf­trag an den eige­nen Zah­lungs­dienst­leis­ter (also Bank) zur Ein­lö­sung der Zah­lung. Es gibt ver­bind­li­che Man­dats­tex­te für die SEPA-Last­schrift­man­da­te und SEPA-Fir­men­last­schrift-Man­da­te. Die­se erhal­ten Sie bei Ihrem kon­to­füh­ren­den Zahlungsdienstleister.

SEPA MANDAT – die Vor­ge­hens­wei­se Schritt für Schritt:

Schritt 1 zum SEPA Mandat
Der Zah­lungs­emp­fän­ger bean­tragt ein­ma­lig eine SEPA-Gläu­bi­ger­iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer bei der Deut­schen Bun­des­bank. Die­se wird jeder SEPA-LASTSCHRIFT bei­ge­fügt und iden­ti­fi­ziert den Zah­lungs­emp­fän­ger. Wie der Antrag im Detail funk­tio­niert, erfah­ren Sie hier.

Schritt 2 zum SEPA Mandat
Der Zah­lungs­emp­fän­ger schließt mit sei­ner Bank ein­ma­lig die ent­spre­chen­de Inkas­so­ver­ein­ba­rung für SEPA-Last­schrif­ten ab.

Schritt 3 zum SEPA Mandat
Der Zah­lungs­pflich­ti­ge unter­schreibt ein SEPA-Man­dat – das erhält er vom Zah­lungs­emp­fän­ger. Die­ses Man­dat erlaubt dem Zah­lungs­emp­fän­ger eine SEPA-Last­schrift ein­zu­zie­hen. Und es berech­tigt die Bank des Zah­lungs­pflich­ti­gen, des­sen Kon­to mit der SEPA-Last­schrift zu belasten.

Schritt 4 zum SEPA Mandat
Der Zah­lungs­emp­fän­ger infor­miert den Zah­lungs­pflich­ti­gen über den bevor­ste­hen­den Ein­zug der SEPA-Lastschrift.

Hier müs­sen Sie nichts tun

Der Zah­lungs­emp­fän­ger erhält die Gut­schrift. Die Ban­ken lei­tet die Last­schrif­ten unter­ein­an­der wei­ter. So wird das Kon­to des Zah­lungs­pflich­ti­gen belas­tet. Vor­her prüft die Bank aber noch, ob ein Wider­spruch des Zah­lungs­pflich­ti­gen vorliegt. 

Doch Vor­sicht: Bei der SEPA-Fir­men­last­schrift ist ein Wider­spruch ausgeschlossen.

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