Gründerstory Tassenbrennerei: Von 2 Tassen zum skalierbaren Geschenkunternehmen
Was mit zwei Tassen und einem neugierigen Experiment begann, ist heute ein wachstumsstarkes E-Commerce-Unternehmen aus dem Sauerland. Die Tassenbrennerei hat sich in den vergangenen Jahren von einer spontanen Idee zu einer eigenständigen Geschenkmarke mit eigener Produktion, mehreren Vertriebskanälen und klarer Zukunftsstrategie entwickelt. Wie Andi und Peggy aus einem kleinen Test ein skalierbares Unternehmen aufgebaut haben, liest du hier in unserer Gründerstory.
Name: Tassenbrennerei | Startup aus: Sauerland | Gegründet: Anfang 2018 | Webseite: www.tassenbrennerei.de
Das ist die Tassenbrennerei
Tassenbrennerei ist ein wachstumsstarkes E-Commerce-Unternehmen aus dem Sauerland.
Der Pitch
Die Tassenbrennerei ist eine wachstumsstarke Geschenkmarke aus dem Sauerland, die humorvolle, emotionale und personalisierte Geschenkartikel entwickelt, produziert und online vertreibt. Was mit zwei Tassen als kleiner Test begann, ist heute ein skalierbares E-Commerce-Unternehmen mit eigener Inhouse-Produktion, starker Multichannel-Strategie und einem klaren Fokus auf Automatisierung, KI und digitale Prozesse.
Das ist unsere Zielgruppe und das ist unser Markt …
Unsere Zielgruppe sind Menschen, die online nach Geschenken suchen, die nicht beliebig wirken, sondern persönlich, witzig, emotional oder einfach genau passend sind. Besonders stark sind wir überall dort, wo Kaufanlässe klar sind. Also bei Geburtstag, Liebe, Familie, Haustieren, Freundschaft, Berufen, Hobbys oder saisonalen Themen wie Weihnachten und Muttertag. Kurz gesagt: Wir verkaufen keine beliebige Ware, sondern Produkte mit Anlass, Gefühl und Wiedererkennung.
Das sind unsere USPs …
Unser stärkster USP ist die Kombination aus eigener Kreativleistung, eigener Produktion und datengetriebenem Onlinevertrieb. Wir entwickeln Designs selbst, produzieren große Teile unseres Sortiments inhouse und können dadurch schneller auf Trends, Zielgruppen und Anlässe reagieren als viele klassische Händler.
Ein zweiter USP ist unsere Sortimentslogik. Wir denken nicht nur in Produkten, sondern in Themenwelten, Zielgruppen und Geschenkmomenten. Dadurch entstehen Produkte, die emotional deutlich besser funktionieren als generische Massenware.
Der dritte USP ist unser klarer Fokus auf Skalierbarkeit durch Systeme. Wir bauen das Unternehmen Schritt für Schritt so auf, dass Prozesse in Produktanlage, Marketing, Personalisierung, Retouren und internen Abläufen immer stärker automatisiert werden. Gerade beim Einsatz von KI sehen wir uns in unserem Bereich als sehr frühen und konsequenten Anwender.
So kam uns die Idee …
Die Idee kam nicht aus einem Businessplan, sondern aus einem kleinen privaten Test. Die ersten beiden Tassen waren ursprünglich eigentlich für uns selbst gemacht. Andi hatte sich eine Bitcoin-Tasse erstellt, Peggy eine Tasse mit dem Spruch „Ich hasse Menschen“.
Dann kam die neugierige Frage auf, welche der beiden Tassen wohl besser ankommen würde. Also haben wir sie am 18.03.2018 einfach online gestellt. Aus diesem kleinen Joke wurde ein skalierbares Unternehmen.
Die Geschichte hinter dem Namen unseres Startups …
Der Name „Tassenbrennerei“ ist sehr nah an unserem Ursprung. Angefangen hat alles mit Tassen ,und genau dieses Produkt war die Keimzelle der ganzen Firma. Der Name ist direkt, einprägsam und bringt unseren Startpunkt auf den Punkt.
Gleichzeitig steckt darin auch genau unsere Haltung: bodenständig, ehrlich, nicht geschniegelt und nicht künstlich auf Startup gemacht. Sondern so, wie wir sind.
Stichwort Lean Startup: So haben wir unsere Idee vorab getestet …
Unser Lean-Startup-Test war maximal pragmatisch. Wir haben nicht monatelang geplant, sondern direkt zwei Produkte online gestellt und geschaut, was passiert. Der Markt hat sehr schnell gezeigt, dass Nachfrage da ist.
Dieses Prinzip begleitet uns bis heute. Lieber echte Daten, echte Reaktionen und echte Bestellungen als theoretische PowerPoint-Strategien. Viele unserer Entscheidungen, von Sortimentsausbau bis Prozessentwicklung, entstehen genau aus diesem Denken heraus.
So haben wir uns finanziert …
Wir sind komplett bootstrapped gestartet und gewachsen. Finanziert wurde die Tassenbrennerei durch Eigenkapital. Die erwirtschafteten Gewinne wurden immer wieder konsequent reinvestiert.
Das hat uns an vielen Stellen diszipliniert. Gleichzeitig hat genau das dazu geführt, dass wir ein Unternehmen aufgebaut haben, das auf echter Nachfrage, sauberer Wertschöpfung und operativer Substanz basiert.
Waren bestimmte Gründer-Programm relevant …
Wir haben keine klassischen Gründerprogramme, Förderprogramme oder Accelerator-Strukturen genutzt. Unser Weg war von Anfang an sehr operativ und unternehmerisch. Ausprobieren, lernen, reinvestieren, besser werden.
Das sind unsere bisher erreichten Meilensteine …
Von den ersten zwei Tassen haben wir uns zu einer eigenständigen Geschenkmarke mit breitem Produktspektrum entwickelt. Heute gehören unter anderem Tassen, Textilien, Fußmatten, Kissen, Laserprodukte, Brettchen, Brotdosen, Kerzen und viele weitere Geschenkartikel zu unserem Sortiment.
Ein großer Meilenstein ist, dass wir wesentliche Teile unseres Sortiments inhouse produzieren und gleichzeitig eine starke Multichannel-Struktur über unseren eigenen Onlineshop, Amazon und Etsy aufgebaut haben.
Heute sind wir längst nicht mehr nur „ein kleiner Shop“. Allein im eigenen Onlinestore lagen wir zuletzt bei rund 2 Millionen Euro Bruttoumsatz in zwölf Monaten und bei über 75.000 Bestellungen im Kalenderjahr. Gleichzeitig haben wir das Unternehmen auf acht Vollzeitkräfte plus Minijobs und externe Partner ausgebaut.
Ein weiterer Meilenstein ist für uns der konsequente Ausbau in Richtung Automatisierung und KI. Wir arbeiten laufend daran, Prozesse im Unternehmen intelligenter, schneller und weniger personenabhängig zu machen. Damit schaffen wir die Basis für die nächste Wachstumsstufe.
Das ist unsere Vision …
Wir wollen aus der Tassenbrennerei eine der relevantesten digitalen Geschenkmarken im deutschsprachigen Raum machen. Mit eigener starker Identität, hoher Wiedererkennbarkeit und skalierbaren Prozessen.
Dabei geht es uns nicht nur um Wachstum. Es geht um die nächste Entwicklungsstufe. Weniger Gründerabhängigkeit, mehr System, mehr Technologie, mehr Automatisierung und mehr Plattformunabhängigkeit. Unser Ziel ist ein Unternehmen, das operativ stark, markenseitig klar und technologisch so aufgestellt ist, dass es auch in Zukunft schnell auf Marktveränderungen reagieren kann.
Wir sind überzeugt, dass gerade im Bereich Geschenkartikel und Personalisierung noch enormes Potenzial liegt, vor allem dann, wenn kreative Produktentwicklung, datengetriebenes Marketing und KI-gestützte Prozesse sauber zusammenlaufen.
Wie groß war euer Team zum Start? Und wie groß ist es jetzt?
Zum Start waren wir zu zweit: Andi und Peggy.
Heute besteht das Unternehmen aus acht Vollzeitkräften. Dazu kommen Minijobs und externe Partner. Gleichzeitig arbeiten wir daran, das Team durch Automatisierung und bessere Systeme nicht einfach nur größer, sondern deutlich schlagkräftiger zu machen.
Das waren die bisher erfolgreichsten Marketing- & PR-Maßnahmen für uns …
Unsere erfolgreichsten Marketingmaßnahmen waren eine starke Kombination aus SEO, Marketplace Kompetenz, Performance-Marketing und E-Mail-Marketing.
Besonders gut funktioniert bei uns:
- SEO-getriebene Themenwelten im Shop, die Zielgruppen, Anlässe und Suchintention sauber abholen
- Amazon-SEO und Amazon-Ads, weil dort klare Kaufintentionen auf starke Produkt-Markt-Fits treffen
- Performance-Marketing über Google und Meta
- Klaviyo für Kampagnen und Flows im eigenen Shop
- und vor allem ein Sortiment, das emotional funktioniert und deshalb auch organisch häufig geteilt wird.
Am Ende ist unser stärkster Hebel aber nicht ein einzelner Kanal, sondern das Zusammenspiel aus Produkt, Timing, Anlass und sauberer Vermarktung.
Diese Fehler würden wir beim nächsten Mal vermeiden …
Wenn wir noch einmal von vorn anfangen würden, würden wir manche Dinge früher systematisieren und delegieren.
Der größte Fehler war nicht, etwas komplett falsch zu machen, sondern manche operative Themen zu lange selbst mitzuschleppen. Gerade dort, wo Gründer früher oder später zum Flaschenhals werden, hätten wir an einigen Stellen früher Strukturen aufbauen müssen.
Ein zweiter Punkt ist, dass wir manche Systeme und Abläufe zu lange aus dem Tagesgeschäft heraus getragen haben, statt sie früher konsequent auf Wachstum und Skalierung auszurichten.
Webseiten, Apps oder Tools, die wir nutzen …
Unsere wichtigste Basis ist Shopify als Shopsystem. Dazu kommen Klaviyo für E-Mail-Marketing, Slack für Kommunikation und ClickUp für Planung und Zusammenarbeit im Team sowie mit unseren Agenturen.
Darüber hinaus arbeiten wir mit vielen eigenen Tools und internen Lösungen, die uns die täglichen Abläufe deutlich erleichtern und Schritt für Schritt mehr Automatisierung in unser Unternehmen bringen.
Eure Lesetipps für Gründer …
Drei Bücher haben uns auf unserem Weg besonders geprägt.
„Die 4-Stunden-Woche“ von Timothy Ferriss hat unseren Blick dafür geschärft, Prozesse zu hinterfragen, zu automatisieren und Unternehmen nicht nur über Fleiß, sondern über kluge Systeme zu entwickeln.
„Rich Dad Poor Dad“ von Robert T. Kiyosaki hat uns früh für unternehmerisches Denken, Vermögensaufbau und den Unterschied zwischen Arbeit und echter unternehmerischer Hebelwirkung sensibilisiert.
„Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin hat uns bestärkt, dass aus einer klaren Idee, konsequenter Umsetzung und dem Mut, Dinge anders zu denken, ein erfolgreiches Unternehmen entstehen kann
Überblick Unternehmensdaten Tassenbrennerei
| Name: |
Tassenbrennerei |
| Logo: | ![]() |
| Gründungsdatum: |
18.03.2018 |
| Gesellschaftsform (heute/angestrebt): | GmbH |
| Gründerin: |
Andreas Kappler & Peggy Gallmeister |
| Hier findet ihr uns: | Deilinghofer Str. 39-41, 58675 Hemer |
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