Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Wie Entre­pre­neu­re die Welt ver­bes­sern – Prof. Gün­ter Fal­tin im Inter­view mit Gründerküche

Start­ups sol­len die Pro­ble­me der Men­schen lösen und nicht ver­schär­fen, sagt Gün­ter Fal­tin im Grün­der­kü­che-Inter­view. Ein Gespräch über sozia­le Ver­ant­wor­tung, die rich­ti­ge Ent­ry-Stra­te­gie und die Not­wen­dig­keit einer wach­sen­den Gründerszene.

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Aus­ge­rech­net das Wort „Idea­lis­mus“ klingt in den Ohren von Pro­fes­sor Dr. Gün­ter Fal­tin wie ein Schimpf­wort. Dabei pre­digt der Grün­der­papst seit Jahr­zehn­ten, dass Entre­pre­neu­re ver­ant­wor­tungs­voll und nach­hal­tig grün­den mögen.

In sei­nem neu­en Buch „Wir sind das Kapi­tal“ erklärt der Pro­fes­sor für Entre­pre­neurship die Schrit­te der Unter­neh­mens­grün­dung von der Idee zum trag­fä­hi­gen Kon­zept. Dabei legt er beson­de­ren Wert dar­auf, dass der ein­zel­ne Grün­der sein Geschäfts­mo­dell inno­va­tiv und zum Nut­zen der Gesell­schaft ent­wi­ckelt. Schließ­lich sol­len Start­ups Pro­ble­me der Men­schen lösen und nicht ver­schär­fen, wie er im Grün­der­kü­che-Inter­view erklärt. Das klingt sehr nach Idea­lis­mus – und das ist auch sehr gut so. Ein Gespräch über sozia­le Ver­ant­wor­tung, die rich­ti­ge Ent­ry-Stra­te­gie und die Not­wen­dig­keit einer wach­sen­den Gründerszene.

Grün­der­kü­che: Wenn man Ihr Buch „Wir sind das Kapi­tal“ liest, könn­te man den Ein­druck bekom­men, dass über Jah­re vie­les falsch lief in der Öko­no­mie: Muss­te die Zeit erst reif wer­den, um auch in der Grün­der­sze­ne sozi­al und öko­lo­gisch zu denken?

Gün­ter Fal­tin: Ich den­ke nicht, dass alles falsch lief. Über­haupt nicht. Aber man ist als Grün­der gut bera­ten, wenn man Pro­ble­me auf­greift, die die Men­schen haben. Mir sind Grün­dun­gen sym­pa­thisch, die Pro­ble­me lösen und nicht Pro­ble­me verschärfen.

Grün­der­kü­che: Wie lässt sich die Welt kon­kret durch Entre­pre­neu­re verbessern?

Gün­ter Fal­tin: Ich sehe die Chan­ce, dass sich Entre­pre­neu­re an der Pro­blem­lö­sung betei­li­gen, weil die Poli­tik über­for­dert ist. Die Pro­ble­me sind sehr kom­plex, wach­sen zu schnell: Die Poli­tik und die gro­ßen gewach­se­nen Insti­tu­tio­nen, die sich der Pro­ble­me frü­her annah­men, kom­men nicht mehr mit.

Grün­der­kü­che: Wie kön­nen ver­ant­wor­tungs­vol­le Entre­pre­neu­re die öko­no­mi­schen Struk­tu­ren aufbrechen?

Gün­ter Fal­tin: Die Erkennt­nis, dass wir gro­ße Pro­ble­me haben, stammt nicht von mir. Es gibt Grün­dun­gen, die sich des­we­gen fokus­sie­ren, etwa auf den öko­lo­gi­schen Sek­tor. Und das ist gut so. Wenn ich Pro­ble­me löse, anstatt sie zu ver­schär­fen, habe ich die Sym­pa­thie der Kun­den und oft auch der Medi­en. Vom Grün­der aus gedacht ist es also gut, wenn er einen Schuss Idea­lis­mus mit­bringt: Das hilft ihm, Auf­merk­sam­keit zu fin­den und das Wohl­wol­len sei­ner Kun­den, um dann wei­ter emp­foh­len zu werden.

Grün­der­kü­che: Das heißt also, dass der schnel­le, gewinn­brin­gen­de Exit aus den Köp­fen der Grün­der ver­schwin­den muss? Ich den­ke da vor allem an die IT- und Internet-Startups …

Gün­ter Fal­tin: Ich rate den Grün­dern, bes­ser den Ent­ry gut vor­zu­be­rei­ten, als über den Exit zu fan­ta­sie­ren. In den Medi­en sieht es so aus, als sei Grün­den vor allem eine rasan­te Ange­le­gen­heit, die im Inter­net statt­fin­det und mit hohem Kapi­tal­ein­satz ver­bun­den ist.

Das kommt daher, weil man Grün­dun­gen wie etwa Zalan­do von Rocket Inter­net vor Augen hat. Das ist nicht die Norm. Der gan­ze Sek­tor Inter­net macht etwa 15 Pro­zent aus.

Aber weil der Sek­tor spek­ta­ku­lär ist, wird er über­ge­wich­tet. Dage­gen gibt es Grün­dun­gen, die inno­va­ti­ver sind als Schuh­han­del und wert­vol­ler für die Gesell­schaft, die in den Medi­en aber nicht prä­sent sind.

Grün­der­kü­che: Wor­an liegt es, dass die Medi­en auf die­se Grün­dun­gen nicht eingehen?

Gün­ter Fal­tin: Medi­en leben davon, dass sie ihre Kun­den unter­hal­ten. Dafür eig­nen sich Spek­ta­kel mehr als soli­de Arbeit. Umso wich­ti­ger ist es, dass wir auf Grün­dun­gen auf­merk­sam machen, die intel­li­gen­te Pro­duk­te anbie­ten. Ich kann ihnen eine Rei­he von Grün­dun­gen nen­nen, die wich­ti­ge Neue­run­gen auf den Weg gebracht haben, aber kei­ne media­le Prä­senz bekom­men. Zum Bei­spiel die Wasch­kam­pa­gne: Wenn man das Waschen vom Här­te­grad aus denkt, kann man eine Men­ge Ten­si­de oder Ent­här­ter spa­ren. Aber ein Wasch­mit­tel hat nichts Spektakuläres.

Grün­der­kü­che: Wenn wir beim The­ma Wasch­mit­tel sind: Die Wahr­neh­mung der gro­ßen Mar­ken ist dank exzes­si­ver Wer­bung immens. Wie kann denn ein Unter­neh­men wie die Wasch­kam­pa­gne bekannt werden?

Gün­ter Fal­tin: Natür­lich ist es nicht ein­fach, als Grün­der gegen Proc­ter & Gam­ble, Hen­kel oder Uni­le­ver anzu­tre­ten. Wer als David mit den Waf­fen der Goli­aths kämpft, ver­liert von vorn­her­ein. Wer dage­gen sein gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment über­zeu­gend her­aus­stel­len kann, macht Punk­te gegen Big Business.

Wenn die Pro­duk­te intel­li­gen­ter, weil res­sour­cen­scho­nen­der sind, hat man die Chan­ce, doch Auf­merk­sam­keit zu finden.

 

Ich bin sicher, dass sich die Wasch­kam­pa­gne und die Idee, den Wasch­mit­tel­ein­satz vom Här­te­grad her zu den­ken, durch­set­zen wird.

Grün­der­kü­che: Wie schät­zen sie denn die aktu­el­le Grün­der­sze­ne ein? Ist sie auf dem Weg, auch ein Stück „Soci­al Entre­pre­neurship“ umzusetzen?

Gün­ter Fal­tin: Die Idee des „Soci­al Entre­pre­neurship“ ist schon sehr alt. Der Grün­der des Roten Kreu­zes, Hen­ry Dun­ant, oder auch Fried­rich von Bodel­schwingh waren Soci­al Entre­pre­neurs. Die Idee ist selbst in den USA, dem Land des Kapi­ta­lis­mus, sehr ver­brei­tet. Auch in Deutsch­land gewinnt das „Soci­al Entre­pre­neurship“ enorm an Boden. Es gibt eine gan­ze Rei­he von Insti­tu­ten, an denen das Fach gelehrt wird. Es wäre falsch anzu­neh­men, dass es einen Main­stream von Busi­ness Entre­pre­neurship gibt und ein paar Idea­lis­ten, die „Soci­al Entre­pre­neurship“ machen. Ich hal­te nichts von die­ser Tren­nung. Es gibt eine gro­ße Zahl von Geschäfts­mo­del­len, die bei­de Tei­le in sich vereinen.

Grün­der­kü­che: In „Wir sind das Kapi­tal“ stel­len Sie fest, dass 70 Pro­zent der Annah­men in Busi­ness­plä­nen nicht zutref­fen: Was kann man als Grün­der dage­gen tun?

Gün­ter Fal­tin: Ers­tens ist es sehr wich­tig, wahr­zu­neh­men, dass ein Busi­ness­plan im Grun­de ein Bün­del von Annah­men dar­stellt. Auch wenn der Grün­der fest davon über­zeugt ist, dass sein Geschäfts­mo­dell funk­tio­nie­ren wird, arbei­tet er mit Annah­men: dass das Pro­dukt vom Kun­den ange­nom­men wird, dass der Preis akzep­tiert wird, dass das Design ankommt, dass der Ver­triebs­weg die Kun­den trifft.

Gera­de bei inno­va­ti­ven – statt imi­ta­ti­ven – Grün­dun­gen, besteht ein Busi­ness­plan aus vie­len Annah­men. Die kön­nen zutref­fen, müs­sen es aber nicht.

Vie­le Grün­der erken­nen gar nicht, dass sie Annah­men machen, weil sie in ihre Geschäfts­idee ver­liebt sind. Die­se Annah­men müs­sen über­prüft wer­den. Das bedeu­tet: Raus­ge­hen, auf die Kun­den zuge­hen und fra­gen: „Wür­den Sie das Pro­dukt zu dem Preis kau­fen? Hier und jetzt mit ihrem eige­nen Geld?“ Die­se Tests soll­ten unbe­dingt statt­fin­den, bevor groß inves­tiert wird. Der Pro­of of Con­cept muss so früh wie mög­lich ange­gan­gen wer­den – schon wäh­rend der Arbeit am Entre­pre­neu­ri­al Design.

Grün­der­kü­che: Also müs­sen Grün­der auch bereit sein, ihre Ide­en zu ver­wer­fen und neu zu denken?

Gün­ter Fal­tin: Unbe­dingt. Es ist gefähr­lich, aus dem ers­ten Ein­fall gleich eine Grün­dung machen zu wol­len. Die Sub­stanz zählt: Also immer wie­der prü­fen, ver­wer­fen, prü­fen, ver­wer­fen. Im drit­ten, vier­ten oder fünf­ten Anlauf sieht das Entre­pre­neu­ri­al Design dann deut­lich bes­ser aus. Mei­ne Erfah­rung ist, dass Grün­dun­gen, die sich ite­ra­tiv dem Geschäfts­mo­dell nähern und es dadurch ver­bes­sern, erfolg­rei­cher im Markt sind als Schnellschüsse.

Grün­der­kü­che: Wie ist die­ser gedul­di­ge Ansatz mit dem Tem­po ver­ein­bar, das die Gesell­schaft vorgibt?

Gün­ter Fal­tin: Schnel­lig­keit allein bringt nichts. Wenn Sie den fal­schen Weg schnell lau­fen, wird er dadurch nicht richtiger.

Grün­der­kü­che: Sie sagen, dass die Kon­tu­ren der Erfolgs­fak­to­ren undeut­li­cher wer­den. Wie lässt sich denn Erfolg dann mes­sen und skalieren?

Gün­ter Fal­tin: Vie­les, was als Erfolgs­fak­to­ren gehan­delt wird, erweist sich in empi­ri­schen Stu­di­en als unzu­tref­fend. Ich sehe im Kern drei Erfolgs­fak­to­ren bei Grün­dun­gen. Das Entre­pre­neu­ri­al Design muss ein Stück weit inno­va­tiv sein, gut durch­dacht und in sei­nen Annah­men über­prüft. Es muss ite­ra­tiv auf ein Ergeb­nis hin­ar­bei­ten und soll­te mög­lichst auf meh­re­ren Bei­nen ste­hen: zum Bei­spiel Preis, Design und Qua­li­tät. Der zwei­te Fak­tor ist: Grün­der müs­sen heu­te mit Kom­po­nen­ten arbei­ten. Ein Grün­der kann kein Alles­kön­ner sein, son­dern muss spe­zi­el­le Auf­ga­ben auch aus­la­gern. Dadurch kann er an Schnel­lig­keit gewin­nen, weil er bestimm­te Berei­che nicht erst auf­bau­en muss. Wich­tig dabei ist, mit pro­fes­sio­nel­len Kom­po­nen­ten zu arbei­ten. Der drit­te Fak­tor ist der Pro­of of Con­cept: Sie müs­sen über­prü­fen, ob Ihre Annah­men der Wirk­lich­keit standhalten.

Grün­der­kü­che: In Ihrem Buch „Wir sind das Kapi­tal“ bemän­geln Sie, dass es viel zu wenig inno­va­ti­ve Grün­der in Deutsch­land gibt. Wie vie­le Grün­der braucht denn das Land?

Gün­ter Fal­tin: Die Selb­stän­di­gen­quo­te des sta­tis­ti­schen Bun­des­amts, die nor­ma­ler­wei­se zitiert wird, liegt bei etwa zehn Pro­zent. Sie besteht aber zum größ­ten Teil aus imi­ta­ti­ven Grün­dun­gen. Dage­gen ist prin­zi­pi­ell nichts zu sagen: Es ist gut, wenn sich ein Dach­de­cker selb­stän­dig macht. Wenn wir aber vom Wert des Entre­pre­neurship für eine Gesell­schaft reden, dann haben wir die inno­va­ti­ven Grün­dun­gen vor Augen. Dar­über gibt es kei­ne Sta­tis­ti­ken: Schät­zun­gen gehen davon aus, dass es etwa ein Pro­zent der erwerbs­tä­ti­gen Bevöl­ke­rung sind. Und selbst das ist noch eine opti­mis­ti­sche Annahme.


Eine Ver­zehn­fa­chung der Zahl inno­va­ti­ver Grün­der wäre wünschenswert.

 

Das ist durch­aus rea­lis­tisch, wenn wir unse­re Mög­lich­kei­ten in der Bil­dung und die Ent­wick­lung der Tech­no­lo­gie betrachten.

Grün­der­kü­che: Wie spornt man denn die Leu­te an, inno­va­tiv zu gründen?

Gün­ter Fal­tin: Ich sage mei­nen Grün­dern: „Suchen Sie sich ein Anlie­gen.“ Das muss stim­mig zur Per­son sein, aber auch stim­mig zum Markt. Sie sol­len ver­su­chen, eine bes­se­re Lösung für ihr Anlie­gen zu fin­den, als das, was es bereits gibt. Das ist auch des­we­gen wich­tig, weil sie als imi­ta­ti­ver Grün­der alle Nach­tei­le haben: Die Kon­kur­ren­ten sind schon im Markt eta­bliert, haben bereits Kun­den, haben auch die Feh­ler der Anfän­ger schon hin­ter sich. Ich muss als Grün­der viel sys­te­ma­ti­sche Arbeit leis­ten, bis ein erfolg­ver­spre­chen­des Entre­pre­neu­ri­al Design steht. Das erfor­dert Zeit. Sprü­che wie „Sie müs­sen mutig und schnell sein!“ und „Das meis­te erfährt man erst in der Pra­xis!“ stam­men in der Regel von Leu­ten, die nicht selbst gegrün­det haben.

Grün­der­kü­che: Eine inno­va­ti­ve Grün­dung muss also nicht zwin­gen eine ganz gro­ße Umwäl­zung beinhalten?

Gün­ter Fal­tin: Nein, das geht auch im Klei­nen. Neh­men Sie die Initia­ti­ve von Anja Fied­ler. Die Idee: Nicht weni­ge älte­re Men­schen besit­zen einen Gar­ten mit Obst­bäu­men, kön­nen die­se aber nicht mehr pfle­gen und davon ern­ten. Auf der ande­ren Sei­te gibt es vie­le Men­schen, die sich glück­lich schät­zen wür­den, Äpfel ern­ten zu kön­nen. Da liegt es nahe, die Besit­zer der Obst­bäu­me und die Apfel­fans zusam­men­zu­brin­gen. Davon pro­fi­tie­ren alle. Das Obst ver­fault nicht an den Bäu­men, die Ern­te­hel­fer bekom­men ihren Anteil, die Bäu­me wer­den gepflegt, auch wenn sich die Besit­zer nicht mehr dar­um küm­mern kön­nen. Das ist eine win­zi­ge Inno­va­ti­on und eine schö­ne, ein­fa­che Idee, weil sie die Lebens­si­tua­tio­nen vie­ler Men­schen verbessert.

Grün­der­kü­che: Das sind die klei­nen Sachen, und jetzt wird’s doch ein biss­chen idea­lis­tisch, die die Men­schen zusam­men­rü­cken lassen …

Gün­ter Fal­tin: Was ist dar­an idea­lis­tisch, dass man die Äpfel ern­tet und ver­teilt? Nur weil es kei­ne kon­ven­tio­nel­le Öko­no­mie ist, muss es doch nicht idea­lis­tisch sein. Wir müs­sen auf­pas­sen, dass wir das Wort Idea­lis­mus nicht ver­wen­den, als wür­de es einen Makel beschreiben.

Grün­der­kü­che: Das ist mei­nes Erach­tens eine Fra­ge der Defi­ni­tio­nen des Wor­tes: Ich fin­de Idea­lis­mus sehr positiv …

Gün­ter Fal­tin: Da bin ich ganz Ihrer Meinung.

Aber vie­le soge­nann­te Prak­ti­ker behaup­ten immer: „Mit Idea­lis­mus kom­men Sie nicht weit.“ Sie wat­schen alles ab, was über das Geld ver­die­nen hin­aus­geht. Und dage­gen wen­de ich mich. 

Natür­lich ist Idea­lis­mus gut und hat nichts Wirk­lich­keits­frem­des. Ganz im Gegen­teil. Ein Grün­der, der nur ans rei­ne Geschäf­te­ma­chen denkt, wird weni­ger erfolg­reich sein als ein Grün­der, der auch etwas über Öko­no­mie hinausdenkt.

Vie­len Dank für das Gespräch!

Zur Per­son Prof. Dr. Gün­ter Faltin

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Prof. Dr. Gün­ter Fal­tin gilt als der Entrepe­neur-Papst Deutsch­lands: Als Pro­fes­sor an die Freie Uni­ver­si­tät Ber­lin bau­te er den Arbeits­be­reich Entre­pre­neurship auf, seit 2013 lehrt er als Gast­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Chiang Mai. Doch Fal­tin ist nicht nur Theo­re­ti­ker: 1985 grün­de­te er das Unter­neh­men Pro­jekt­werk­statt GmbH und initi­ier­te die „Tee­kam­pa­gne”; den inzwi­schen größ­ten Impor­teur von Dar­jee­ling-Tee welt­weit. Fal­tin ist Busi­ness Angel und Coach ver­schie­de­ner Start­ups, dar­un­ter der „ebue­ro AG“, der „RatioDrink AG“ und seit 2013 der Wasch­kam­pa­gne, die ein ein­zi­ges Wasch­mit­tel aber für ver­schie­de­ne Här­te­be­rei­che anbie­tet. 2001 errich­te­te er die „Stif­tung Entre­pre­neurship“, die jähr­lich den Entre­pre­neurship Sum­mit aus­rich­tet. Nach sei­nem als Klas­si­ker gehan­del­ten „Kopf schlägt Kapi­tal“ hat Fal­tin nun ein neu­es Buch zum Grün­den ver­öf­fent­lich: In „Wir sind das Kapi­tal. Erken­ne den Entre­pre­neur in Dir. Auf­bruch in eine intel­li­gen­te­re Öko­no­mie“ kon­zen­triert er sich auf Chan­ce von Grün­dern, mit ihren Ide­en und Unter­neh­men die Gesell­schaft und ihre Pro­ble­me anzu­ge­hen. Eine Anlei­tung zur ganz per­sön­li­chen Revolution!

Wei­te­res Inter­view: Die Kunst einer guten Idee – Prof. Dr. Gün­ter Fal­tin spricht im Inter­view dar­über, wor­auf es beim Entrepe­neur wirk­lich ankommt

Wir sind das Kapi­tal. Erken­ne den Entre­pre­neur in Dir – Auf­bruch in eine intel­li­gen­te­re Ökonomie

buchcover-wir-sind-das-kapitalWir glau­ben, wir sei­en der Öko­no­mie aus­ge­lie­fert, sei­en zu schwach… Ich hal­te das für eine fol­gen­schwe­re Fehleinschätzung…wir müs­sen die Öko­no­mie selbst in die Hand neh­men. Aktiv, sie nicht nur pas­siv als kri­ti­sche Kon­su­men­ten nut­zen.“ Gün­ter Fal­tin hat ein ambi­tio­nier­tes Ziel. Er will mit sei­nem Werk „Wir sind das Kapi­tal“ eine neue Bewe­gung von gesell­schaft­lich ver­ant­wort­li­chen Unter­neh­mern ins Leben rufen. Sei­ne Moti­va­ti­on: Eine offe­ne Kul­tur des Unter­neh­mer­tums zu eta­blie­ren, den Wage­mut, die Krea­ti­vi­tät und Unter­neh­mer­lust zu for­dern und zu för­dern. Jeder kann mit­ma­chen. Dabei ste­hen die Idee und die Per­sön­lich­keit des Grün­ders im Mit­tel­punkt, nicht das finan­zi­el­le Kapi­tal. Gleich­zei­tig beinhal­tet das Buch eine sys­te­ma­ti­sche Metho­de zum Grün­den. Damit wir anfan­gen, intel­li­gen­ter zu wirtschaften.

Wir sind das Kapi­tal“ von Gün­ter Fal­tin, 288 Sei­ten, Mur­mann Ver­lag, ISBN-13: 978–3867744195

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