Cisco-Studie zeigt: Mobiler Traffic wächst rasant

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Der mobile Datenverkehr steigt weltweit bis 2018 um etwa das 11-Fache. In vier Jahren werden dann jährlich 190 Exabyte übertragen. In Deutschland nimmt der mobile Traffic um das 10-Fache zu. Dies ergab die Studie „Cisco Visual Networking Index Global Mobile Data Traffic Forecast for 2013 to 2018″.
Damit wächst der mobile Datenverkehr hierzulande im genannten Zeitraum viermal schneller als derjenige über Festnetz. 2018 werden in Deutschland 287 Petabyte pro Monat mobil übertragen. Dies entspricht 10 Prozent des Gesamtverkehrs, im Vergleich zu 2 Prozent 2013. In vier Jahren steigt die durchschnittliche Geschwindigkeit der Verbindung von 2,1 auf 3,6 Mb/s. Smartphones werden sogar mit 15 Mb/s angebunden sein. Der gesamte Smartphone Traffic über 4G wächst von 6 Prozent (2013) auf 56 Prozent an.

Das Wachstum des mobilen Datenverkehrs liegt teilweise an einer weiterhin starken Zunahme der Anzahl mobiler Internet-Verbindungen, etwa durch persönliche Geräte und Maschine-zu-Maschine (M2M)-Verknüpfungen. Im Zuge des Trends zum Internet of Everything wird der M2M-Datenverkehr in Deutschland um das 36-Fache steigen und 2018 etwa 10 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen.

„In vier Jahren wird es in Deutschland doppelt so viele Mobilgeräte geben wie Einwohner“, sagt Oliver Tuszik, Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. „Auch in Sachen Geschwindigkeit und intelligente Funktionen werden wir weltweit mit an der Spitze stehen. Doch dies werden wir nur erreichen, wenn wir gemeinsam konsequent am weiteren Ausbau und der Modernisierung unserer Mobilfunknetze sowie Infrastrukturen arbeiten. Dafür ist eine gezielte übergreifende Investition sowie eine breite politische und gesellschaftliche Unterstützung nötig. Ohne dies würde Deutschland den Anschluss verlieren.“

Die wichtigsten Wachstumsgründe im Mobile Business

Von 2013 bis 2018 wird das globale Wachstum des mobilen Datenverkehrs das Aufkommen über Festnetz um das Dreifache übertreffen. Dies liegt vorwiegend an folgenden Ursachen:

  • Mehr mobile Nutzer: Ihre Anzahl steigt weltweit von 4,1 Milliarden im Jahr 2013 auf 4,9 Milliarden 2018.
  • Mehr mobile Verbindungen: In vier Jahren gibt es mehr als 10 Milliarden mobile Geräte und Verbindungen, darunter 8 Milliarden persönliche Geräte und 2 Milliarden M2M-Verbindungen. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt noch 7 Milliarden.
  • Schnellere mobile Anbindungen: Die durchschnittliche Geschwindigkeit mobiler Verbindungen verdoppelt sich im genannten Zeitraum nahezu von 1,4 auf 2,5 Mb/s, die Anbindung der Smartphones von 4,0 auf 7,0 Mb/s.
  • Mehr mobile Videos: Im Jahr 2018 werden Videodaten 69 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen, 2013 waren es noch 53 Prozent.

Weitere weltweite Ergebnisse der Studie

  • Smartphones, Notebooks und Tablets werden für etwa 94 Prozent des weltweiten mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein, M2M-Verbindungen für 5 Prozent.
  • Der mobile Cloud-Traffic steigt von 2013 bis 2018 um das 12-Fache. 2018 werden 90 Prozent des mobilen Datenverkehrs aus Cloud-Anwendungen kommen, Ende 2013 waren es bereits 82 Prozent.
  • Die Anzahl der Wearables wird im gleichen Zeitraum von 21,7 Millionen auf 176,9 Millionen zunehmen.
  • Der Datenverkehr über 4G-Netzwerke wächst um das 18-Fache und wird 2018 51 Prozent des gesamten Mobil-Traffics betragen.
  • Der Offload von Mobilverkehr auf WiFi und Small-Cell-Technologien gewinnt immer mehr an Bedeutung: In vier Jahren werden mehr mobile Daten über WLAN (17,3 Exabyte/Monat) übertragen als über Mobilnetze (15,9 Exabyte/Monat).
  • Der mobile Datenaustausch wird 2018 zu 69 Prozent aus Videodaten, 17 Prozent aus Web- und Datenanwendungen, 11 Prozent aus Audio-Streaming und 3 Prozent aus Filesharing bestehen.
  • Im weltweiten Vergleich wird der mobile Traffic am stärksten im Raum Nahost/Afrika um das 14-Fache steigen, in Westeuropa am geringsten um das 7-Fache.

Hier die gesamte Cisco-Studie online.

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