Markt­lü­cke: Grü­ne Super­markt­pro­duk­te kennzeichnen

Sicht­ba­re Qua­li­tät: Das ist es, was sich Käu­fer auch im Super­markt wün­schen. Ins­be­son­de­re Bio­qua­li­tä­ten soll­ten klar und nach­voll­zieh­bar gekenn­zeich­net wer­den, zeigt eine Umfra­ge des NABU. Ins­be­son­de­re klei­ne, an nach­hal­ti­ger Pro­duk­ti­on ori­en­tier­te Her­stel­ler haben hier Chan­cen, sich abzu­gren­zen. Und Bio­super­märk­te kön­nen so Kun­den binden.

5/5 (1)

Neun von zehn Deut­schen wün­schen sich, dass Super­märk­te umwelt­freund­li­che Waren klar kenn­zeich­nen, damit sie öko­lo­gi­sche Pro­duk­te auf den ers­ten Blick erken­nen kön­nen. Das ist das Ergeb­nis einer reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge, die der NABU beim Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut Emnid in Auf­trag gege­ben hat. 67 Pro­zent der Befrag­ten wür­den sich außer­dem über gut aus­ge­bil­de­tes Ver­kaufs­per­so­nal freu­en, das über die Umwelt­freund­lich­keit ange­bo­te­ner Waren Aus­kunft geben kann.

Die Umfra­ge­wer­te zei­gen, dass es ein drin­gen­des Bedürf­nis nach einer trans­pa­ren­ten und leicht ver­ständ­li­chen Kenn­zeich­nung von umwelt­freund­li­chen Pro­duk­ten gibt. Händ­ler soll­ten die Chan­ce nut­zen und in allen Rega­len öko­lo­gi­sche und regio­na­le Pro­duk­te stär­ker aus­wei­sen“, sag­te NABU-Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Leif Mil­ler. Außer­dem sol­le ein Ver­käu­fer vor Ort über die grü­nen Alter­na­ti­ven infor­mie­ren kön­nen. „Zu einem umwelt­freund­li­chen Super­markt gehört auch ein gro­ßes Sor­ti­ment an Bio-Lebens­mit­teln und Pro­duk­ten aus der Regi­on. Allein für die Lis­tung die­ser Waren spre­chen sich drei Vier­tel der Ver­brau­cher aus“, so Miller.

Der NABU unter­stützt die For­de­run­gen der Kun­den nach mehr Umwelt­enga­ge­ment im Ein­zel­han­del und zeich­net seit drei Jah­ren enga­gier­te Lebens­mit­tel­ein­zel­händ­ler mit dem Umwelt­preis „Grü­ner Ein­kaufs­korb“ aus, die sich beson­ders dafür ein­set­zen, dass ihre Kun­den umwelt­freund­li­che Alter­na­ti­ven im Regal vor­fin­den, die­se auch erken­nen kön­nen und ins­ge­samt den Bei­trag des Han­dels zum Umwelt­schutz voranbringen.

Der Lebens­mit­tel­han­del befin­det sich in einer Schlüs­sel­po­si­ti­on zwi­schen Pro­du­zen­ten und Ver­brau­chern und kann mit der Aus­wahl und Prä­sen­ta­ti­on sei­ner Pro­duk­te einen ent­schei­den­den Bei­trag zum Umwelt­schutz ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te sei­ner Waren leis­ten“, so NABU-Umwelt­ex­per­te Sascha Roth.

Bio­super­märk­te auf Erfolgskurs

Seit 2010 ver­gibt der NABU den Umwelt­preis „Grü­ner Ein­kaufs­korb“ an her­aus­ra­gen­de Pio­nie­re des Umwelt­schut­zes im Ein­zel­han­del. Als dritt­größ­ter Wirt­schafts­zweig in Deutsch­land kommt dem Ein­zel­han­del eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung für öko­lo­gi­sches Han­deln zu, denn er ver­sorgt tag­täg­lich 80 Mil­lio­nen Men­schen. Mit der Aus­zeich­nung will der mit­glie­der­stärks­te Umwelt­ver­band Deutsch­lands Unter­neh­men dafür gewin­nen, ein umwelt­freund­li­ches Waren­sor­ti­ment zu för­dern, um öko­lo­gi­sches und nach­hal­ti­ges Ein­kau­fen für Kon­su­men­ten leich­ter und attrak­ti­ver zu machen. Ver­gan­ge­nes Jahr wur­de in der Kate­go­rie „Bio­le­bens­mit­tel­märk­te“ der Super­Bio­Markt Mön­kedieck­stra­ße in Osna­brück mit dem NABU-Umwelt­preis aus­ge­zeich­net. In der Kate­go­rie „Filia­len der gro­ßen Lebens­mit­tel­ket­ten“ über­zeug­te die Tegut-Filia­le Am Kauf­park in Göt­tin­gen. Den Preis für die Kate­go­rie „Selbst­stän­di­ge“ gewann 2012 Ede­ka Berg­mann in Lüne­burg. Für den dies­jäh­ri­gen Wett­be­werb kön­nen sich inter­es­sier­te Händ­ler und Filia­len noch bis zum 9. Sep­tem­ber bewer­ben. Attrak­ti­ve Prei­se wer­den in ver­schie­de­nen Kate­go­ri­en ver­ge­ben. Die Ver­lei­hung fin­det am 25. Novem­ber in Ber­lin statt.

Bit­te bewer­te die­sen Artikel:

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Kommentare

X