Nachhaltig für Nepal – Deutschlands beste Schülerfirma kommt aus Sachsen

Da sage mal noch einer, die Jugend berauscht sich nur an sich selbst: Die Schülerfirma „Namaste Nepal S-GmbH“ aus Freiberg engagiert sich für soziale Projekte in Nepal und ist ein Paradebeispiel für Social Entrepreneurship. Mit ihrem klugen und innovativen Konzept gewannen die sächsischen Schüler den Bundes-Schülerfirmen-Contest (BSC).

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 169 Schülerfirmen aus ganz Deutschland an der öffentlichen Online-Abstimmung teil. Die 20 Teilnehmer mit den meisten Stimmen kamen in die Endauswahl zur Bewertung durch eine Fachjury. Seit Jahren hat das Bundeswirtschaftsministerium die Schirmherrschaft der Initiative inne und stellt den feierlichen Rahmen der Preisverleihung in Berlin.

Das Nepalprojekt der Schülerfirma vom Geschwister-Scholl-Gymnasium wurde bereits 2005 gegründet und ist ein gutes Beispiel für ein umfassendes und vor allem kontinuierliches Engagement von Schülerinnen und Schülern. Nicht nur das hat die Fachjury überzeugt. Die Schülerfirma röstet und verkauft eigens importierten Rohkaffee nepalesischer Bergbauern, um ein Highlight aus dem Portfolio der jungen Unternehmer hervorzuheben. Mit den Erlösen unterstützt die Namaste Nepal S-GmbH Dörfer in Nepal, um vom Erdbeben im Jahr 2015 zerstörte Schulen wieder aufzubauen. Im Rahmen der Preisverleihung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nahmen sie den mit 2.000 Euro dotierten Preis für den ersten Platz entgegen.

Den zweiten Platz belegte Revelc aus Kaiserslautern. 16 junge Unternehmer vom AlbertSchweitzer-Gymnasium bauen und verkaufen den sogenannten „Smartmirror“. Eine innovative Kombination aus Spiegel mit Displayfunktion, um Content geschickt zu platzieren. Die Schülerfirma Revelc erhielt als Auszeichnung ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.

Auf den dritten Platz der besten Schülerfirmen Deutschlands hat es dot. – Drummel on Tour geschafft. Für die Schülerinnen und Schüler aus Werne hat sich die Reise nach Berlin gelohnt. Sie freuen sich über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Mit ihrem Kinderbuch, das für Europa begeistert, konnten die Schüler des Gymnasium St. Christophorus die Jury für sich gewinnen.

Die Plätze vier bis zehn erhielten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Neben der Preisverleihung war ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten: nach dem Grußwort des parlamentarischen Staatssekretärs Christian Hirte hielt Alexander Naumann von wehyve GmbH einen interaktiven Vortrag zum Thema „Crowd Source Innovation“. In einer anschließenden Gesprächsrunde teilten Fabian Stenger (Geschäftsführer von FlixBus DACH), Julia Schössler (Geschäftsführerin schoesslers GmbH) und Chris Töppe (Geschäftsführer von Protohaus gGmbH) ihre Erfahrungen als Unternehmensgründer mit den anwesenden Schülerinnen und Schülern

Die Initiative Bundes-Schülerfirmen-Contest wurde 2010 von der Unternehmensfamilie Müller Medien ins Leben gerufen, um den deutschen Unternehmernachwuchs zu fördern und Jugendliche zu motivieren, sich bereits während der Schulzeit unternehmerisch zu betätigen.

Teilnehmen können alle Schülerfirmen in Deutschland. Welche Schulart die Schülerinnen und Schüler besuchen, spielt keine Rolle. Unter der Schirmherrschaft des amtierenden Bundeswirtschaftsministers konnte der Wettbewerb mittlerweile zahlreiche Förderer in Wirtschaft, Industrie und Bildung für sich gewinnen.

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