Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Flyer, Prospekte und Co: So werden die Kosten richtig kalkuliert

Ein gutes Print-Marketing muss durchdacht sein, Layout, Farbkomposition, die Ansprache und viele weitere Faktoren spielen eine Rolle. Und natürlich die Kosten: Denn das beste Prospekt ist wenig effektiv, wenn die Marketingstrategie zu kostspielig ist. Im Folgenden findet ihr drei detaillierte Kalkulationsbeispiele für klassische Druckprodukte.

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Das Thema Marketing ist für junge Unternehmen enorm wichtig. Denn das beste Unternehmen kann sein Potenzial nicht richtig ausschöpfen, werden die Kunden der eigenen Zielgruppe nicht erreicht. Neben dem digitalen Marketing via Facebook, Twitter oder Google+ ist das Print-Marketing ein relevanter Bereich. In unserer schnelllebigen Zeit von Feeds, Tweets und Status-Updates ist ein Flyer nicht nur eine willkommene Abwechslung, er hat auch ein großes Marketing-Potenzial zu bieten. Wo die Werbeeinblendung im Google-Adwords schon wieder vergessen ist, liegt der Flyer sichtbar auf dem Küchentisch – der Kunde hat einen physikalischen Reminder an das Business und die gebotene Dienstleistung.

Was erst mal ganz einfach klingt, ist aber auf den zweiten Blick eine kleine Herausforderung für Startups. Denn ein gutes Print-Marketing muss durchdacht sein. Hier spielt das Layout, die Farbkomposition, die Ansprache und viele weitere Faktoren eine Rolle. Darüber hinaus müssen die Kosten in Betracht gezogen werden. Das beste Prospekt ist wenig effektiv, wenn die Marketingstrategie zu kostspielig ist. Die wenigsten Gründer haben Erfahrungen im Print. Eine sinnvolle Kalkulation zum Erstellen bedarf daher ein wenig Hintergrundwissen. Im Folgenden stehen drei detaillierte Kalkulationsbeispiele für klassische Druckprodukte:

  • Werbeflyer
  • Kataloge und Broschüren
  • Visitenkarten

Eine komplette Marketing-Strategie kann natürlich auf die Nutzung von Social Media nicht verzichten. In unserem Artikel „Die 7 besten Social Media Tools für Startups: Postings & Content Marketing perfekt organisieren“ findet Ihr hilfreiche Infos rund um das Thema.

Flyer für das Startup nutzen

Frisörsalon, Bäckerei oder Plattenladen – ein Flyer ist für nahezu jede Firma ein gutes Werbetool. Sie eignen sich, um allgemeine Infos über das Unternehmen zu verbreiten oder um auf ein spezifisches Event hinzuweisen. Sales-Aktionen, Konzerte und der All-You-Can-Eat-Contest lassen sich mit dem richtigen Flyer perfekt vermarkten. Die Kostenkalkulation für einen Flyer setzt sich aus drei Teilbereichen zusammen:

  • Gestaltung
  • Druck
  • Verteilung

Es ist ratsam, ein gutes Grund-Template für den Flyer gestalten zu lassen. Diese Grundlage kann auch in Zukunft für Werbeaktionen verwendet werden. Ein gutes Template lässt sich individuell anpassen und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Ob das Design In-House oder durch eine Agentur bzw. einen Freelancer erstellt wird, hängt klar von den finanziellen Mitteln ab. Idealerweise wird der Designer beauftragt, der bereits das Logo und das Webseitendesign erstellt hat – so bleibt der Style des Flyers innerhalb des Corporate Designs. Die Druckkosten setzen sich aus einer Reihe von Einzelkomponenten zusammen. Abhängig von der Art des Flyers können diese sehr unterschiedlich ausfallen. Die folgenden Aspekte sind dabei ausschlaggebend:

  • 1-seitig oder 2-seitig
  • Format
  • Farben
  • Papier in g/m²
  • Menge

Abschließend kommen die Kosten für die Verteilung der Flyer zum Tragen. Sollen diese lediglich im eigenen Laden ausgelegt werden? Oder sollen sie über eine Briefkastenverteilung im Zielgebiet verteilt werden?

Beispielrechnung für den Flyer

2-seitig, Din A3, 4 Farben, 130 g/m²
Gestaltung: 8 Stunden / 35,00 Euro Stundensatz / 280,00 Euro
Druck: 1000 Stück / 00,26 Euro Stückpreis / 260,00 Euro
Verteilung: 1000 Briefkästen / 4 Stunden /15,00 Euro Stundensatz / 60,00 Euro
Gesamtkosten: 600,00 Euro

Kataloge und Broschüren

Eine Broschüre ist ein exzellentes Werbemittel für den Vertrieb. Darüber hinaus ist es auch ein guter Weg, um potenziellen Geschäftspartnern das Unternehmen vorzustellen. Die Kalkulation für eine Broschüre setzt sich aus den gleichen Grundbereichen zusammen wie für einen Flyer. Darüber hinaus ist in diesem Bereich auch die Wahl für das passende Druckverfahren relevant.

Hochwertige Kataloge überzeugen auf den ersten Blick mit einem edlen Umschlag. Die sogenannte Druckveredelung ist durch die Nutzung einer speziellen Druckart möglich. Spezialisierte Unternehmen wie NEEF+STUMME arbeiten dafür mit modernen Druckanlagen. Der Bogendruck eignet sich in diesem Fall besonders gut für Kataloge, Magazine und Broschüren. Welche Druckart sich für die eigenen Ansprüche dabei am besten eignet, sollten die Gründer mit einem Fachmann besprechen; weitere Infos dazu gibt es hier.

Beispielrechnung für Kataloge

Din A4 hochkant, 16 Seiten Umfang, 130 g Kunstdruckpapier, Digitaldruck, geheftet
Gestaltung: 32 Stunden / 35,00 Euro Stundensatz / 1120,00 Euro
Druck: 100 Stück /02,70 Euro Stückpreis / 270,00 Euro
Verteilung: Postversand / 60,00 Euro
Gesamtkosten: 1.450,00 Euro

Kostenkalkulation für Visitenkarten

Eine Visitenkarte ist ein einfacher Weg, um die relevanten Kontaktdaten weiterzugeben. Kunden und potenzielle Geschäftspartner freuen sich dabei über Visitenkarten, die das Unternehmen auf eine interessante Art und Weise widerspiegeln. Ausgefallene Designs hinterlassen nicht nur einen bleibenden Eindruck bei den Kunden, sie sind auch ein großartiges Tool, um die eigene Philosophie darzustellen. Einige Designer haben dabei kreative und innovative Visitenkarten entwickelt.

Für ein StartUp ist es für den Anfang jedoch zumeist ausreichend, eine klassische Visitenkarte mit einem Logo zu nutzen. Das hält die Kosten gering und es kommt nicht zu einer langen Wartezeit für die Projektbearbeitung.

Beispielrechnung Visitenkarten

2-seitig, beidseitig vierfarbig, 300 g/m², Format 85 x 55 mm, Druck mit Logo und Text
Gestaltung: 2 Stunden / 35,00 Euro Stundensatz / 70,00 Euro
Druck: 1000 Stück / 00,05 Euro Stückpreis / 50,00 Euro
Gesamtkosten: 120,00 Euro

FAZIT

Für ein Startup ist die Kostenkontrolle ein wichtiger Aspekt. Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es unumgänglich für jeden Posten eine realistische Kostenkalkulation durchzuführen. Dabei gestalten sich die Rechnungen häufig einfacher als gedacht.

Die hier angegebenen Stundensätze für die Gestaltung sind ein Mittelwert, ein guter Designer kann durchaus auch mit Stundenlöhnen von 80 Euro und mehr aufwarten. Kostengünstiger könnt ihr das bekommen, wenn ihr die Gestaltung in einem Designer-Portal ausschreibt. Mehr dazu in unseren Artikel „Logo Design leicht gemacht: Wie Sie am besten ein Logo für Ihr Startup erstellen lassen„.

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