Null­mel­dung bei der Steu­er­erklä­rung: Was das ist, wozu man die braucht und wie man sie erklärt

Grund­sätz­lich ist jedes Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, eine Steu­er­klä­rung abzu­ge­ben. Dar­aus wird berech­net, wie hoch die Steu­er­ab­ga­ben sind, die das Unter­neh­men leis­ten muss. Doch was hat es mit einer Null­mel­dung auf sich und wann gibt ein Unter­neh­men eine Null­mel­dung ab?

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Grund­sätz­lich ist jedes Unter­neh­men dazu ver­pflich­tet, eine Steu­er­klä­rung abzu­ge­ben. Dar­aus wird berech­net, wie hoch die Steu­er­ab­ga­ben sind, die das Unter­neh­men leis­ten muss. Immer wie­der fällt im Zusam­men­hang mit der Steu­er­erklä­rung auch der Begriff Null­mel­dung. Doch was hat es damit auf sich und wann gibt ein Unter­neh­men eine Null­mel­dung ab?

Was ist eine Nullmeldung?

Jedes Unter­neh­men muss für jedes Jahr stets eine Steu­er­erklä­rung beim Finanz­amt ein­rei­chen. Stich­tag ist der 31. Mai des Fol­ge­jah­res. Lässt ein Unter­neh­mer die Steu­er­erklä­rung von einem exter­nen Steu­er­be­ra­ter anfer­ti­gen, ver­län­gert sich die Frist bis zum 30. Sep­tem­ber des Fol­ge­jah­res. Das muss dem Finanz­amt jedoch recht­zei­tig mit­ge­teilt werden.

Sinn und Zweck einer Steu­er­erklä­rung ist es, dass das Finanz­amt ermit­teln kann, wie vie­le steu­er­li­che Abga­ben ein Unter­neh­men zu leis­ten hat. Die soge­nann­te Null­mel­dung ist für die Unter­neh­men inter­es­sant, die zwar ver­pflich­tet sind, eine Steu­er­erklä­rung abzu­ge­ben, jedoch kei­ne steu­er­li­chen Abga­ben in die­ser Peri­ode leis­ten müs­sen. Das ergibt sich, wenn bei­spiels­wei­se kei­ne oder nur gering­fü­gi­ge Ein­nah­men erzielt wur­den. Die Null­mel­dung stellt ledig­lich eine ver­ein­fach­te Form der Steu­er­erklä­rung dar.

Wann gibt der Unter­neh­mer eine Null­mel­dung ab?

Es gibt ver­schie­de­ne Situa­tio­nen, in denen der Unter­neh­mer eine Null­mel­dung abgibt.

Für die Gewer­be­steu­er bei­spiels­wei­se ergibt sie sich aus dem gel­ten­den Frei­be­trag für Gewer­be. Die­ser beträgt in Deutsch­land 24.500 Euro. Erzielt ein Unter­neh­men weni­ger Ein­nah­men in einem Jahr, muss es kei­ne Gewer­be­steu­er ent­rich­ten. Eine Steu­er­erklä­rung muss jedoch trotz­dem abge­ge­ben wer­den. Da sich aus die­ser dann aber kei­ne ent­spre­chen­den Abga­ben erge­ben, bezeich­net man sie als Null­mel­dung. Zu beach­ten ist, dass sich der Frei­be­trag ledig­lich auf die Gewer­be­steu­er bezieht. Die Umsatz­steu­er bleibt von die­ser Rege­lung unbe­rührt. Sie muss den­noch ent­rich­tet wer­den, es sei denn das Unter­neh­men fällt unter die Klein­un­ter­neh­mer­re­ge­lung. Das ist gege­ben, wenn im ers­ten Jahr nach der Grün­dung höchs­tens 17.500 Euro und im zwei­ten Jahr nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz erzielt wur­den. Auch dann kann eine Null­mel­dung beim Finanz­amt ein­ge­reicht wer­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen über die Gewer­be- und Umsatz­steu­er und wie man die­se anmel­det, fin­den Sie hier.

Eine Null­mel­dung kann auch in Bezug auf die Lohn­steu­er not­wen­dig sein. Das ist dann gege­ben, wenn in einem Monat kei­ne Löh­ne aus­be­zahlt wur­den. Eben­falls ist eine Null­mel­dung abzu­ge­ben, wenn ein Betrieb im Zuge eines Insol­venz­ver­fah­rens den Geschäfts­be­trieb bereits ein­ge­stellt hat und kei­ne Ein­nah­men mehr erzielt. Die­se Sei­te bie­tet wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum The­ma Steu­er­erklä­rung wäh­rend des Insol­venz­ver­fah­rens.

Vor­sicht: Gibt der Unter­neh­mer eine Null­mel­dung ab, um die Frist ein­zu­hal­ten, obwohl eigent­lich Beträ­ge anmel­de­pflich­tig gewe­sen wären und zu einer steu­er­li­chen Zahl­last geführt hät­ten, han­delt es sich um Steu­er­hin­ter­zie­hung, was eine Straf­tat ist.

So gibt der Unter­neh­mer sei­ne Null­mel­dung ab

Die Null­mel­dung wird genau­so wie die übli­che Steu­er­erklä­rung abge­ge­ben. Das geht am ein­fachs­ten über eine elek­tro­ni­sche Steu­er­erklä­rung (ELSTER).

  • Hier­für wird ent­we­der eine ent­spre­chen­de Soft­ware benö­tigt oder die Erklä­rung wird direkt über das ELS­TER-Por­tal auf www​.els​ter​.de bear­bei­tet. Am bes­ten ver­wen­det ihr eine Soft­ware wie Tax­mann von Lex­wa­re, die über eine inte­grier­te ELS­TER-Schnitt­stel­le ver­fügt, mit der die nöti­gen Daten direkt an das Finanz­amt über­mit­telt wer­den können.
  • Nach dem Log­in trägt der Unter­neh­mer sei­ne Daten in das jewei­li­ge Feld ein, als Selbst­stän­di­ger kommt außer­dem die Anla­ge „S“ hin­zu. Das Pro­gramm kann auto­ma­tisch die zu bezah­len­de Steu­er­sum­me ermit­teln. Eben­so ver­steht es, dass durch die Ein­ga­be der Zahl „0“ in den ent­spre­chen­den Zei­len kei­ne Steu­ern fäl­lig werden.
  • Per Klick am Ende der Steu­er­erklä­rung wird die Null­mel­dung dann direkt an das Finanz­amt über­mit­telt. Die Steu­er­be­rech­nung selbst kann man sich für even­tu­el­le Rück­fra­gen als PDF-Datei speichern.
  • Eini­ge Woche spä­ter erhält der Unter­neh­mer eine Rück­mel­dung vom Finanz­amt, in der die Rech­nung ent­we­der bestä­tigt oder even­tu­el­le Unklar­hei­ten besei­tigt werden.

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