Selbstständig machen als Sommelier: Weinladen eröffnen

Mit den schönen Dingen seinen Unterhalt verdienen – das ist für viele das Motiv, wenn sie einen Weinladen eröffnen wollen. Und tatsächlich ist das möglich. Wir zeigen euch, worauf ihr bei der Gründung als Weinhändler/Weinverkäufer achten solltet.

Unternehmung mit Zukunft: Deutsche lieben Wein

Grundsätzlich habt ihr euch als Weinhändler einen spannenden Markt ausgesucht: Der Kauf von Weinen ist in Deutschland ist mit etwa 20,1 Liter Wein pro Kopf in Deutschland (Statistik von 2019) recht konstant, ebenso der Konsum von Schaumweinen mit 3,3 Litern. Das heisst, Champagner, Sekt und ähnliche prickelnde Alkoholika werden hierzulande mehr als in jedem anderen Land der Welt getrunken. Auch wenn der Verkauf stetiger in den Supermärkten wächst. Gleichzeitig geben die Deutschen durchschnittlich mehr für eine Flasche aus, dh ihr habt gute Chancen, mit ausgewählten und hochwertigen Weinen euer Geschäft zu machen.

Schritt 1: Perspektiven für euren Weinladen | Konzept & Businessplan

So werdet ihr Sommelier

Grundsätzlich kann sich jeder als Weinkenner bezeichnen – und viele tun das auch. Ganz ohne Fachwissen. Doch ihr solltet euch klar machen: Wenn ihr nicht genug von euren Produkten versteht, dann könnt ihr schon beim Einkauf nicht gut arbeiten – beim Verkauf wird euch dann der ein oder andere Hobby-Sommelier in die Ecke treiben. Fragen wie Herkunftsgebiete, Anbauböden, Kelterungsverfahren oder schlicht die verwendeten Reben – all das sind Verkaufsargumente. Und die solltet ihr parat haben. Auch wenn der Verkauf letztlich über “Der schmeckt aber gut” funktioniert… Manchmal muss man diesen Geschmack auch über den Kopf steuern.

Es macht also Sinn, sich in dem Bereich zumindest fortzubilden.

Es gibt den IHK-geprüften Sommelier, der seine Kenntnisse Titel berufsbegleitend oder im Vollzeitstudium erwerben kann. Hier lohnt es sich also, bei der heimischen IHK Niederlassung nachzufragen.

Außerdem gibt es mit der Deutschen Wein- und Sommelierschule in Koblenz und der Heidelberger Hotelfachschule Prestigeadressen für die Ausbildung zum Sommelier. Ganz klar wichtige Adresse ist das International Wine Institute in Bad Neuenahr. Hier könnt ihr euch zum Weinfachberater ausbilden lassen.

Vorlieben und euer persönliches Profil

Der Markt ist umkämpft… Supermärkte haben das Potenzial erkannt und bieten eine reiche und oft gar nicht so billige und schlechte Auswahl in ihren Regalen. Um euch zu positionieren, solltet ihr eine klare Marktstrategie verfolgen. Einige Möglichkeiten für eure Spezialisierung:

Große Marktmacht: deutsche Weine

Deutsche Weine sind mit Abstand am beliebtesten: 45 Prozent beträgt der Marktanteil in Deutschland. Weitere Lieblingsweinländer: Italien mit einem Marktanteil von 16 Prozent, Frankreich folgt mit 12 Prozent, Spanien mit neun Prozent.

Insbesondere das Thema regional wird immer häufiger nachgefragt: Solltet ihr also Weinbauer in euer Region haben, dann dürfen die in eurem Laden nicht fehlen. Die Heimatverbundenheit, insbesondere, wenn es sich im gute, hochwertige Produkte handelt, sind ein wichtiges Verkaufsargument.

Hochwertig & hochpreisig

Mit nur 3,12 Euro wird im Schnitt nur sehr wenig für eine Flasche Wein in Deutschland ausgegeben. Zumindest in den Supermärkten. Deutlich mehr geht bei Weinhandlungen über den Tisch: knapp 7 Euro geben Weinfreunde durchschnittlich für eine Flasche Wein aus. Mit steigender Tendenz.

Hier habt ihr also gute Chancen, gegen den großen Mitbewerber Supermarkt zu punkten. Für guten Wein, der auch entsprechend präsentiert wird, könnt ihr auch mehr Geld verlangen.

Bio als Verkaufsargument

Bio boomt und auch beim Wein scheint der Bio-Siegeszug nicht zu stoppen: Weltweit hat sich die ökologisch bewirtschaftete Rebfläche von 2004 bis 2011 von 88.000 auf 256.000 Hektar fast verdreifacht. Deutschland liegt mit einem Wachstum von durchschnittlich 25 Prozent pro Jahr und mehr als 7.000 Hektar Fläche weltweit auf Platz sechs. Der Marktanteil von Bio-Wein beträgt zwischen vier und fünf Prozent. 

Längst sind die ersten Gehversuche der Öko-Winzer professionalisiert und vor allem … sind die Ergebnisse geschmacklich herausragend.

Auch wenn ihr hier nicht auf 100% Bio setzt und auch Weine aus konventioneller Produktion anbieten wollt… ihr solltet euch der Perspektive und dem Verkaufsargument Bio klar sein. Übrigens: Manchmal ist es gar nicht das Bio Zertifikat, was euch da auf den richtigen Weg bringt. Es gibt immer wieder Winzer, die mit ganz traditionellen und eben nicht konventionellen Mitteln ihren Wein anbauen und auch das kann Gift auf den Feldern ausschließen. Ein klares Beispiel dafür, dass ihr sehr genau wissen solltet, wie die Weine, die ihr verkauft, entstehen.

Businessplan für den eigenen Weinladen erstellen

Es geht nicht ohne konkrete Überlegungen und dem Aufschreiben dieser Ideen und Konzepte. Auch wenns schwer fällt… Setzt euch hin und schreibt einen Businessplan. An mehreren Stellen eures Gründungsvorhabens werdet ihr froh sein, das kleine Heft rauszuholen und einem Banker, potenziellen Investor oder Vertreter einer Getränkemarke auf den Tisch legen zu können… denn die sehen dann, das ihr es ernst meint und wirklich an eurer Idee arbeitet.

Lesetipp: Wie ihr einen Businessplan schnell und effektiv erstellt, erfahrt ihr in unserem Fachartikel Basics: In 7 Schritten zum Businessplan.

Alternative Gründungswege: Nachfolge & Franchise

Und nicht immer müsst ihr euer Unternehmen von Grund auf neu denken und aufbauen. Mit der Nachfolge in ein bestehenden Weinhandel könnt ihr euch viel Knowhow, bestehende Kundschaft etc einkaufen. Hier findet ihr eine solche Nachfolgestory.

Oder aber ihr setzt auf ein Franchise-System und könnt da von den Erfahrungen und vor allem von der bestehenden großen Marke profitieren.

Schritt 2: Standort | praktische Schritte zu eurem Weinladen

Wichtig sind eure Räumlichkeiten, dafür müsst ihr eine Ladenimmobilie angemieten oder kaufen. Bei der Entscheidung für die idealen Räume solltet ihr einige wichtige Punkte berücksichtigen.

Lage: Auch wenn ihr auf die gute Mund-zu-Mund Propaganda setzt und hofft, das euer ausgewähltes Sortiment eure Kunden dazubringt, direkt zu euch zu  kommen. Es ist ungemein wichtig, eine genaue Standortanalyse durchzuführen, ehe ihr euch für ein Mietobjekt entscheidet. Dabei kommt es vor allem auf folgende Punkte an: Kundschaft, Konkurrenz und Infrastruktur.

Kundschaft: Gerade am Anfang solltet ihr versuchen, mit Laufkundschaft zu rechnen. Also mit einer Besucherstrom, der direkt an eurem Laden vorbei führt. Wahrscheinlich ist die direkte Nähe zum Supermarkt nicht hilfreich. Denkt lieber darüber nach, wo euer Zielpublikum unterwegs ist. Gut sind Wochenmärkte, auf denen Liebhaber von frischen regionalen Produkten unterwegs sind. Auch die Straße mit mehreren Weinstuben könnte eine gute Adresse sein … vielleicht habt ihr da gleich noch Geschäftskunden als Einkäufer.Ohne Kundschaft kein Umsatz. In der Fußgängerzone oder in der Nähe eines großen Einkaufszentrums ist mit deutlich mehr Laufkundschaft zu rechnen als in einem Randbezirk. Beobachtet, wie viele Menschen über den Tag verteilt an eurem potenziellen Laden vorbei kommen. Deshalb analysiert genau:

  • Welche Zielgruppe ist hier vorzufinden bezüglich Alter, Geschlecht und sozialem Status (soweit optisch ersichtlich)?
  • Gibt es Stoßzeiten?

Konkurrenz: Während umliegende Läden anderer Branchen das Geschäft beleben, ist Konkurrenz alles andere als hilfreich. Achtet darauf, dass es möglichst keine oder zumindest nur wenige Läden mit einem ähnlichen Konzept in der Nähe gibt.

Infrastruktur: Verkehrsanbindungen, Parkplätze und breite Gehwege sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für euer Geschäft. Denn wo sie sind, befinden sich potenzielle Kunden.

Größe: Euer Weinladen muss nicht groß sein, wie viele Quadratmeter ihr braucht, hängt in erster Linie davon ab, was ihr alles anbieten wollt. Bedenkt, wie ihr eure Ware präsentieren wollt. Denkt außerdem daran, dass ihr zusätzlich zum Verkaufsraum genug Lagerfläche habt.

Aufteilung: Die Aufteilung der Räume sollte es euch ermöglichen, euer Geschäft ansprechend und praktikabel einzurichten. Gleichzeitig sollten genug Räume vorhanden sein, um zumindest eine Kaffeeküche und ein Büro zum Erledigen des Wareneinkaufs und Papierkrams einrichten zu können.

Mietpreise: Wenn diese äußeren Bedingungen erfüllt sind, erwartet euch natürlich ein entsprechend hoher Mietpreis für euren zukünftigen Laden. Aber besser einen teuren Laden mieten, der gut gelegen ist und ein hohes Umsatzpotential hat, als einen günstigeren Laden, der schlecht gelegen ist und kaum Umsatz abwirft. An ein solches Ladenlokal heranzukommen ist auch eine Kunst und erfordert viel Verhandlungsgeschick und vor allem Geduld. Es kann einige Monate dauern, bis sich eine Gelegenheit bietet.

Perspektivisch suchen: Wer ein gutes Gespür für Stadtentwicklung hat, kann auch überlegen, welches Stadtviertel sich demnächst im Aufwind befindet und dort nach einem Laden suchen. Das ist aber immer etwas risikobehaftet, denn niemand kann garantieren, dass sich das Stadtviertel wie gewünscht entwickelt oder wann.

Backoffice organisieren

Und auch das solltet ihr in Blick behalten: Verkauf muss gut organisiert werden. Die Buchhaltung, ein Einkauf also eure Warensystem und auch die Verkaufsabwicklung solltet ihr früh planen und euch Lösungen suchen.

Einen Überblick über die wichtigsten und besten Buchhhaltungsprogramme findet ihr hier: Buchführung mit Online-Tools: Vergleich guter Buchhaltungsprogramme in der Cloud | Übersicht 2021

Auch über euer Kassensystem solltet ihr euch genau informieren. Möglich sind auch hier online Kassensysteme wie ready2order.

Mehr zu den Warenwirtschaftssystemen lest ihr hier: ERP-Systeme im Test: Welche ERP-Software zu eurem Startup passt | Übersicht 2021

Schritt 3: Finanzierung euren Weinladen

Immens wichtig, damit ihr erfolgreich euren Laden zum Laufen bekommt, ist eine kluge und vor allem ehrliche Finanzplanung. Welches Kosten kommen auf euch zu, wo könnt ihr sparen – wie müsst ihr eure Verkäufe kalkulieren, damit ihr letztlich ein Plus erwirtschaftet. Hier ein paar Tipps für euren Finanzplan.

Kosten für Laden und Einrichtung – das kommt auf euch zu

Für euch als Selbstständige ist die Kosten- und Gewinnkalkulation täglich ein wichtiger Aspekt. Bei der Gründung eines Modeladens entstehen einige Kostenpunkte – sowohl monatliche Fixkosten als auch einmalige Anschaffungskosten.

  • monatliche Fixkosten: Miete & Nebenkosten
  • Renovierungsarbeiten
  • Einrichtungsgegenstände wie Regale, Beleuchtung, Sitzgelegenheiten, Kassentresen
  • passende Dekoration

Einkauf der Waren – Wichtiges Kalkulation für euren Weinladen

Steht euer Laden, fehlt immer noch das Wichtigste: Die Waren. Der Wareneinkauf macht den größten und wichtigsten Teil der Finanzkalkulation aus und damit wohl auch den schwierigsten. Schließlich müsst ihr Preise und Qualität vergleichen, Verkaufspreise ausrechnen und daraus eine Umsatzschätzung erstellen.

Schritt 4: Behördliche Schritte zum Weinladen – Gewerbeschein, Rechtsform, Steuern

Als Gründer kommen auf euch einige bürokratische Dinge zu, die es zu erledigen gilt, ehe ihr euer Modegeschäft eröffnen dürft.

Anmeldung eures Geschäfts – der Gewerbeschein

Als Gründer übt ihr ein Gewerbe aus – schließlich wollt ihr Waren auf Rechnung verkaufen und dabei einen Gewinn erzielen. Dafür benötigt ihr einen Gewerbeschein. Beim Gewerbeamt in der zuständigen Gemeindeverwaltung müsst ihr daher diesen Schein beantragen. Hierbei muss angegeben werden, wer das Gewerbe ausüben möchte, welche Tätigkeit innerhalb dieses Gewerbes ausgeübt werden soll und an welchem Ort.

Da ihr Alkohol verkauft, müsst ihr das bei der Anmeldung des Gewerbes entsprechend deutlich machen und auch nachweisen, dass ihr über die Regeln des Jugendschutzes bescheid wisst.

Außerdem müsst ihr die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Einzelhandels für eine Weinhandlung beachten. Dies betrifft insbesondere die Einhaltung der gesetzlichen Öffnungszeiten im jeweiligen Bundesland.

Besonderheiten: Wein-Verköstigung und Ausschank

Wollt ihr Wein verköstigen oder zum Verkauf ausschenken, benötigt ihr eine Konzession. Mehr dazu findet ihr hier.

Pflichtmitgliedschaft bei der IHK

Wer als Gewerbetreibender tätig ist, unterliegt der Pflicht, Mitglied bei der für die Region zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) zu werden. Dafür fallen Beiträge an, die sich aus einem jährlichen Grundbetrag und einem Umlageanteil zusammensetzt. Ersterer ist regional festgelegt, zweiterer orientiert sich an euren Jahreserträgen. Laut § 3 Abs. 3 IHK-Gesetz könnt ihr euch unter bestimmten Voraussetzungen zeitlich begrenzt von der Beitragspflicht befreien lassen.

Die Rechtsform für einen Weinladen

Wenn ihr einen Weinladen eröffnet, habt ihr grundsätzlich freie Wahl, was die Rechtsform eures Unternehmens angeht. Denkbar sind beispielsweise:

  • Einzelunternehmen,
  • GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung),
  • UG (Unternehmergesellschaft) oder
  • GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts).

Bevor ihr euch für eine entscheidet, solltet ihr alle Vor- und Nachteile der jeweiligen Rechtsform abwägen und euch überlegen, welche am besten zu eurem Konzept passt.

Diese Steuern zahlt ihr als Gründer eines Weinladens

Als Gründer kommt ihr nicht um Steuerzahlungen herum. Was für euch anfällt:

Einkommensteuer: Bei der Einkommensteuer wird das Einkommen besteuert. Also euer Gewinn minus Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen. Verdient ihr weniger als 9.168 Euro im Jahr (Grundfreibetrag), zahlt ihr keine Einkommensteuer. Verdient ihr mehr, variiert der Steuersatz je nach Höhe eures Einkommens zwischen 6 und 42 Prozent zuzüglich Kirchensteuer.

Gewerbesteuer: Gewerbliche Einzelunternehmen und Personengesellschaften sind bis zu einem Gewerbeertrag von 24.500 Euro von der Gewerbesteuer befreit. Grundlage des Gewerbeertrags ist der Gewinn beziehungsweise Einnahmenüberschuss. Auf den Gewerbeertrag, der nach Abzug des Freibetrags noch übrig ist, wendet das Finanzamt den Gewerbesteuersatz von 3,5 Prozent an. Diesen Prozentsatz nennt man auch Steuermesszahl. Das Ergebnis ist der Gewerbesteuer-Messbetrag. Der wird anschließend mit dem Gewerbesteuerhebesatz multipliziert. Wie hoch dieser ausfällt, ist je nach Gemeinde oder Stadt unterschiedlich.

Umsatzsteuer: Als Selbstständige schlagt ihr die Umsatzsteuer auf eure Lieferungen und Verkäufe auf. Für Alkohol gilt der Regelsteuersatz von 19 Prozent. Von diesen Umsatzsteuereinnahmen zieht ihr eure eigenen betrieblichen Umsatzsteuerzahlungen ab (Vorsteuer). Die Differenz (Zahllast) zahlt ihr im Rahmen der zunächst monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen an das Finanzamt. Wenn dein Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird, kommt für euch die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG in Frage.

Schritt 5: Das richtige Marketing | So startet ihr erfolgreich

Zuerst einmal, definiert genau eure Marketingziele:

  • Was sind eure langfristigen Geschäftsziele?
  • Welche Umsatzziele erwartet ihr?
  • Welches Image wollt ihr in der Öffentlichkeit zeichnen?
  • Habt ihr USPs wie “bio”, “nachhaltig”, “regional”, “besonders ausgefallen”, “besonders preiswert”?

Digitales Marketing: Instagram und Facebook

Heutzutage ist Marketing ohne Social Media nicht mehr wegzudenken. Doch dadurch, dass ihr eine Nische für euch definiert habt, geht gezielte Werbung inzwischen immer einfacher. Besonders im Weinladen, wo das Produkt nicht verglichen werden kann, ist die emotionale und persönliche Ansprache der Kernpunkt von gutem Marketing.

Egal, welche digitale Marketingstrategie ihr verfolgen wollt, welche Social Media Kanäle ihr bespielen wollt – ihr solltet wissen, welche Zielgruppen ihr ansprechen wollt und wo digital unterwegs sind. Fast 59 Prozent aller Instagram-Nutzer sind zwischen 18 und 29 Jahre alt sind, ältere Kunden erreicht ihr eher mit Facebook. Nutzt einen eigenen Hashtag für euren Laden. Dies erleichtert das Auffinden sowie die spätere Verwendung beim Erstellen von Re-Grams. Verknüpft eure verschiedenen Accounts bei Social Media Kanälen. Nutzt die Dynamik eurer Follower und Kunden, um eure Social Media Aktivitäten zu stärken: Ein begeistertes Kundenfoto mit einem tollen Wein ist so viel mehr wert als das Profi-Bild von euch.

Mehr dazu hier: Liste “Die besten 17”: Die sozialen Netzwerke für 2021 und wie ihr sie nutzen könnt

Mehr als ein Laden: Events in eurer Location

Veranstaltungen in eurem Laden sind eine fantastische Möglichkeit, Kunden zu euch zu locken. Dabei sollten eure Events zu eurem Konzept und eurer Zielgruppe passen: Während sich Lesungen an eine bestimmte Zielgruppe richten, erreichen Konzerte eine andere.

Ob es sich um eine Weinverkostung oder einen Kunstkurs im Malen von Aquarelllandschaften in eurem Ladengeschäft handelt: Findet heraus, was die Menschen vor Ort interessiert und gebt ihnen die Möglichkeit, neue Dinge zu erleben.

In jedem Falle helfen euch Events, euch zu präsentieren. Regionale Medien berichten selten über ein Geschäft – aber durchaus über kulturelle Angebote.

Mundpropaganda-Marketing

Die Empfehlung eures Ladens durch Kunden an Freunde ist die wichtigste Marketingmaßnahme. Vorausgesetzt, die Kundenerfahrung ist positiv.

Auch hier könnt ihr aktiv werden: Fordert eure Kunden auf, ihr Meinung weiterzutragen und euch zu empfehlen. Sorgt dafür, dass Google Business auf den Smartphones eurer Kunden eine Bewertung erfragt. Unterstützt die aktive Empfehlung mit Gutscheinen und Bonusprogrammen.

Nebengeschäfte und Mehrwerte

Um eure Reputation aufzubauen, bietet Mehrwert für eure Kunden an. Nicht nur, dass ihr den besten Wein vor Ort habt!. Sondern auch Herausstellungmerkmale. Seid der Händler, der kurzfristig genug Wein für eine spontane Hochzeit mit 500 Gästen liefern kann. Seid derjenige, der zu jedem Wein eine kurze persönliche Geschichte erzählt. Seid der Händler, der immer Sonderwünsche erfüllen kann!

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