Einfach, schnell, digital: Bund startet Pilotprojekt „Schneller Gründen“

Langfristig soll es möglich werden, Unternehmen in Deutschland vollständig digital und idealerweise innerhalb von 24 Stunden zu gründen. Mit der jetzt gestarteten Pilotphase macht das Projekt „Schneller Gründen“ einen ersten Praxistest auf dem Weg zu diesem Ziel.

Für Gründerinnen und Gründer soll es deutlich einfacher werden, ein Unternehmen zu starten. Mit dem Projekt „Schneller Gründen“ will die Bundesregierung den Weg in die Selbstständigkeit digitalisieren und bürokratische Hürden abbauen. Jetzt startet die erste Testphase.

Im Mittelpunkt steht ein neuer digitaler Kombiantrag, der nun erstmals an ausgewählten Standorten erprobt wird. Statt Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung getrennt zu erledigen, sollen beide Schritte künftig in einem einzigen Online-Prozess zusammenlaufen. Das Ziel: weniger Papierkram, kürzere Wartezeiten und ein deutlich schnellerer Start für neue Unternehmen.

SELBSTSTÄNDIG MACHEN IN 10 EINFACHEN SCHRITTEN – REGELN 2026

Damit das funktioniert, müssen verschiedene Stellen eng zusammenarbeiten – darunter Gewerbeämter, Finanzämter und Registergerichte. Begleitet wird das Projekt vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) gemeinsam mit den zuständigen Landesministerien.

Großes Interesse der Kommunen an dem Pilotprojekt

Das Interesse an der Testphase war groß: Mehr als 330 Interessierte nahmen an Informationsveranstaltungen teil. Aus den Bewerbungen wurden acht Pilotstandorte ausgewählt:

  • Aachen
  • Dresden
  • Düsseldorf
  • Fulda
  • Goslar
  • Mannheim
  • München
  • Nordfriesland

Die Standorte wurden bewusst so ausgewählt, dass unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt werden – von Großstädten bis zu ländlichen Regionen. Auch technische Voraussetzungen, die Bereitschaft zur Anbindung an den neuen Online-Antrag sowie ausreichend personelle Ressourcen spielten bei der Auswahl eine Rolle.

Testlauf unter echten Bedingungen

Anders als bei einem reinen Techniktest wird das neue Verfahren direkt im Alltag erprobt. Gründerinnen und Gründer nutzen den digitalen Antrag mit echten Daten und realen Gründungsvorhaben. Die dabei gewonnenen Erfahrungen sollen helfen, den Prozess weiter zu verbessern und für einen bundesweiten Rollout vorzubereiten.

Auch die Kommunen und Länder, die zunächst nicht als Pilotstandorte ausgewählt wurden, bleiben eingebunden. Sie können den Testlauf begleiten, Einblicke in die neuen Abläufe gewinnen und sich organisatorisch sowie technisch auf eine spätere Teilnahme vorbereiten. Noch im Laufe des Jahres sollen weitere Standorte hinzukommen.

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