So schreibst du einen Businessplan: Die wichtigsten Tipps für Aufbau, Struktur, Inhalte | 2026
Businessplan schreiben – so geht’s ganz einfach: Hier findest du die beste Anleitung für Inhalte, Struktur und Formulierungen.
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Einen Businessplan schreiben – das gehört für Gründer und Gründerinnen dazu. Allerdings hat der Businessplan ein Problem: Niemand mag ihn! Das mag einerseits daran liegen, dass Gründer den Aufwand scheuen, um ihn zu verfassen.
Andererseits, dass sie nicht wissen, wie sie überhaupt einen Businessplan schreiben können. Mit Nichtwissen aber beginnt das Scheitern. Mit einem gut durchdachten Konzept startet es sich leichter in die Selbstständigkeit: Wir zeigen dir, welche Inhalte in den Businessplan gehören, wie er strukturiert wird und wie er formuliert werden sollte.
Der Businessplan ist in erster Linie ein Werkzeug für Gründer – das vielleicht wichtigste in der Startphase des Unternehmens – egal, ob es dabei um ein Tech-Startup handelt oder um die Existenzgründung aus der Erwerbslosigkeit.
Im Businessplan wird die Geschäftsidee klar formuliert, hier steht schwarz auf weiß, welche (finanziellen) Mittel benötigt werden, und es werden potenzielle Kunden und Zielgruppen klar definiert. Und schließlich ist der Businessplan das Maß, an dem sich Gründer selbst messen können – indem sie regelmäßig die darin formulierten Ziele überprüfen und anpassen.
Unsere Empfehlung!
Businessplan Guide Plus
Experten-Know-how und die wichtigsten Tools für deinen Businessplan: Mit dem “Businessplan Guide Plus“ schaffst du die Grundlage für deine erfolgreiche Selbstständigkeit. Das audiovisuelle Lernpaket der Merkur Online Akademie erklärt dir Schritt für Schritt, was du beim Schreiben des Businessplans beachten musst. Denn nur mit einem guten Businessplan und einem stichhaltigen Finanzkonzept kannst du Geschäftspartner und Geldgeber überzeugen.
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Weil dieses Dokument so wichtig ist, zeigen wir dir hier, wie du einen Businessplan schreiben kannst und dich dabei am besten aufstellst. Antworten auf folgende Fragen erwarten dich:
- Struktur und Inhalt: Wie ist ein Businessplan aufgebaut und was steht drin?
- Wie schreibt man ein Executive Summary?
- Welche Inhalte gehören in den Textteil eines Businessplans?
- Wie muss der Finanzplan innerhalb eines Businessplanes aufgebaut sein?
- Verkaufsargumente: Welche zusätzlichen Motivationen kannst du Investoren mitgeben?
- Sprache, Form und Stil: Wie formulierst du einen Businessplan richtig?
- Businessplan-Tools: Wie können dir Baukästen bei der Erstellung helfen?
Struktur und Inhalt: Wie ist ein Businessplan aufgebaut und was steht drin?
Auch wenn es keine verbindlichen Regeln für die Struktur gibt, ist es wichtig, dass du dich beim Businessplan schreiben an eine klare Gliederung hältst. Neben den klassischen Inhalten und Aufbau gibt es verschiedene spezialisierte Varianten. Schaue dir zum Beispiel mal den Businessplan für die Bank – das muss rein für einen Firmenkredit oder Den kleinste Businessplan der Welt – auf einem Bierdeckel an.
Dies ist die Basis-Struktur, die du für den Textteil in jedem Falle beachten solltest:
Kapitel 1: Deine Idee, Angebot und deine Zielgruppe
Welches Problem löst deine Idee – und wie? Dein Produkt in prächtigen Worten beschreiben, dein Angebot so konkret wie möglich formuliert und auf deine Zielgruppe abgestimmt – hier punktest du als Innovator.
Kapitel 2: Marktanalyse und Wettbewerb
Wie groß ist dein Markt, wie groß das Marktvolumen? Welche Wettbewerber hast du (Namen/Angebot), was könnte bei deinem Markteintritt schwierig werden? Und warum bist du besser als die anderen (Preis? Angebot? Qualität? Service? Schnelligkeit? etc)? Hier musst du mit einer umfangreichen Marktanalyse punkten. Vor allem wichtig für Investoren: Sie sollten erkennen können, dass sich dein Geschäft lohnen wird!
Kapitel 3: Deine Vision und Ziele
Noch ist dein Unternehmen mehr eine Idee als etwas anderes … Deshalb solltest du beim Businessplan schreiben viel Mühe und Zeit in die Darstellung deiner Visionen und Ziele investieren. Wo soll die Reise hingehen, wie soll sich dein Startup, deine Selbstständigkeit entwickeln (kurz/mittel/langfristig)? Das ist euer wichtigster Punkt.
Kapitel 4: Deine Strategie
Mit welcher Strategie willst du dich im Markt positionieren und wie deine Kunden überzeugen? Wie willst du überhaupt in den Markt kommen? Welche Maßnahmen werden für Wachstum sorgen? – Bevor du deinen Businessplan schreiben kannst, solltest du dir über deine Strategie im Klaren sein.
Kapitel 5: Dein Marketing
Ohne Marketing geht es nicht: Welche Maßnahmen planst du, welche Erfahrungen hast du schon gesammelt? Gibt es Medienpartnerschaften? Wie bespielst du die vielen Social Media-Kanäle? Vergiss auch nicht, ein Budget und einen Marketingplan aufzustellen.
Kapitel 6: Rechtsform & Steuern
Welche Rechtsform soll dein Unternehmen haben, welche Genehmigungen benötigst du, was ist der Firmenname: Das alles gehört zusammengefasst auf einen Blick.
Kapitel 7: Gründerteam und Organisation
Wie bist du organisiert, welche Strukturen willst du noch aufbauen, wer ist schon dabei, wer soll dazu kommen? Das gesamte Team und deine (geplante) Organisation stellst du in diesem Abschnitt dar.
Kapitel 8: Finanzplan oder „Der Zahlenteil“
Das wahrscheinlich unbeliebteste Kapitel beim Businessplan schreiben:
- Wo stehst du finanziell?
- Wie viel Geld benötigst du?
- Wie sollen die Einnahmen fließen?
- Wann ist der Break even?
In den Finanzteil gehört eine klare Analyse und Prognose deiner Geldflüsse.
Kapitel 9: Analyse deiner Stärken und Schwächen
Ehrlichkeit ist Pflicht: Investoren wollen keine rosarote Schönfärberei, sondern eine knallharte SWOT-Analyse: Zeige deine Stärken, aber auch deine Schwächen, formuliere die Chancen und Risiken und zeige, wie du die Schwächen in den Griff bekommen willst.
Kapitel 10: Executive Summary
Die Executive Summary fasst alle wesentlichen Inhalte deines Geschäftsplans zusammen. Sie wird zum Schluss geschrieben, aber dann an den Anfang des Businessplans gestellt. Etwa 1–2 Seiten lang gibt diese Zusammenfassung einen Überblick über dein Gründungsvorhaben.
Leicht und gut strukturiert geht das Schreiben des Businessplans mit Vorlagen oder einer Software, die dich durch die einzelnen Punkte führt. Hier findest du eine Übersicht mit wichtigen Businessplan Tools.
Tipp: Wenn du Unterstützung beim Businessplan schreiben brauchst, kannst du dich professionell begleiten lassen.
Einstieg in den Businessplan: Executive Summary
Der Businessplan beginnt mit einer Executive Summary, einer Zusammenfassung, in der die wesentlichen Punkte des Gründungsvorhabens beschrieben werden. Der Einstieg entscheidet, ob dein Businessplan weitergelesen wird: Er muss neugierig machen, darf aber nüchtern formuliert sein und sollte alle relevanten Fakten (Zahlen!) enthalten.
Eine ausführliche Anleitung zur Executive Summary findest du hier: Die Executive Summary für den Businessplan schreiben – in 5 Schritten zur überzeugenden Zusammenfassung deiner Geschäftsidee.
Tipp: Schreibe die Executive Summary erst am Schluss, wenn dein Businessplan steht!
Businessplan schreiben: Das gehört in den Textteil
Im Textteil des Businessplans erläuterst du dein Geschäftsvorhaben detailliert. Hier ist Platz für Visionen, wenn die Gründungsidee und das geplante Unternehmen beschrieben werden.
In diesem Kapitel solltest du Antworten auf folgende Fragen geben:
- Was ist das Problem?
- Was ist die Lösung?
- Welches Produkt / Dienstleistung willst du zu welchem Preis anbieten?
- Welchen Nutzen haben Kunden davon?
- In welcher Rechtsform gründest du?
- Wo gründest du?
- Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen?
- Wann soll es losgehen, und wie sehen der Zeitplan und die nächsten Meilensteine aus?
Das Team im Businessplan
Im Businessplan muss natürlich stehen, wer gründet. Die Persönlichkeit des Gründers oder der Gründerin ist essenziell für den Erfolg. In diesem Kapitel steht neben der Motivation für die Selbstständigkeit auch, welche fachlichen und unternehmerischen Fähigkeiten die Gründer mitbringen.
Potenzielle und schon bestehende Kunden
Ohne Kunden ist die beste Geschäftsidee eine Luftnummer. Beim Businessplan schreiben solltest du dich intensiv mit der Markt- und Konkurrenzanalyse befassen. Die Branche und den Markt zu kennen, ist enorm wichtig. Eine ordentliche Marktanalyse belegt mit soliden Zahlen und Fakten, ob das geplante Geschäft erfolgreich sein kann.
Sales, Sales, Sales
Das Marketing- und Vertriebskonzept zeigt detailliert auf, mit welchen Maßnahmen die Zielgruppe erschlossen werden soll und welche Kosten dafür kalkuliert werden.
Ehrliche Analyse
Wer gründlich gründet, ist sich nicht nur der Chancen bewusst, sondern auch der Risiken. Beim Businessplan schreiben geht es darum, die Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen. Eventuelle Hindernisse gehören hier genauso hin, wie die Möglichkeiten, die sich in der Zukunft bieten.
Finanzplanung: der Zahlenteil im Businessplan
Eine seriöse Finanzplanung ist das Rückgrat deines Businessplans. Hier wird genau aufgelistet, welche finanziellen Mittel vorhanden sind und wie viel Kapital benötigt wird. Außerdem sind alle Kosten aufgelistet, und es wird eine Liquiditätsvorschau erstellt.
Besonderes Augenmerk sollten Gründer auf die Rentabilitätsplanung und auf die Investitionsplanung legen: Sie sind nicht nur für potenzielle Geldgeber interessant, sondern auch für Gründer selbst wichtig, um die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu überprüfen.
Wichtig dabei ist auch immer wieder, wie du dein eigenes Einkommen kalkulierst. Eine Finanzplanung ganz ohne Geld zum Leben wird als unrealistisch gesehen. Wie das funktioniert, liest du im Fachartikel Businessplan schreiben: So kalkulierst du deinen Unternehmerlohn.
Aussichten, Meilensteine, PR in eigener Sache
Zum Schluss befasst sich der Businessplan mit Aussichten und Meilensteinen. Hier sollten die Perspektiven ehrlich aufgezeigt werden und in einem Zeitplan stehen, welche Schritte wann notwendig sind, damit die Gründung erfolgreich ist.
In den Anlagen des Businessplans werden Grafiken, Diagramme, Zeugnisse, Zertifikate und Lebensläufe gesammelt, damit der Textteil nicht überladen wird.
Die Sprache: Wie wird ein Businessplan formuliert?
Ein Businessplan muss klar und verständlich formuliert sein, damit auch Laien die Gründungsidee verstehen. Fremdwörter und Branchenjargon sollten, soweit es geht, vermieden werden. Mit einem seriösen und sachlichen Sprachstil lassen sich Argumente glaubhafter begründen, als mit überschwänglichen und emotionalen Ausführungen. Auch wenn verschiedene Personen daran mitgearbeitet haben, sollte der Businessplan sprachlich einheitlich sein. Deswegen empfiehlt sich ein Schlusslektorat.
Businessplan Form & Umfang: Wie sieht ein Businessplan aus?
Das Auge liest mit – das gilt auch für den Businessplan. Das Layout sollte elegant und übersichtlich sein. Dazu gehören kurze Absätze, nicht zu knapp bemessene Ränder und gut lesbare Schrifttypen. Bei der Formatierung gilt: weniger ist mehr.
- Eine Schrift für den normalen Text und eine weitere für Überschriften und Legenden reichen im Normalfall aus.
- Kopf- und Fußzeilen mit Firmennamen (wenn bereits vorhanden) und
- Seitenzahlen sind Pflicht.
Wieviele Seiten hat ein Businessplan?
Der Umfang eines Businessplans richtet sich nach dem Gründungsvorhaben. Je komplexer das Vorhaben und die Branche, desto umfangreicher sollte der Plan sein. Als ideal haben sich Businesspläne mit einem Umfang von 20 bis 25 Seiten erwiesen, wobei „Ausreißer“ nach oben und unten möglich sind. Allerdings sollte ein seriöser Businessplan nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Seiten haben.
Die Aufteilung wäre wie folgt:
- Deckblatt und Inhaltsverzeichnis
- Executive Summary: 1-2 Seiten
- Textteil: ca. 15 Seiten
- Zahlenteil (bestehend aus Umsatzplanung 1., 2. und 3. Jahr, Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung, Investitionsplanung und Finanzplan).
- Meilensteine
- Anhang (Lebensläufe, Zertifikate, Pressemeldungen etc.)
Hilfe beim Erstellen des Businessplans: Vorlagen, Template und kostenfreie Businessplan-Tools
Es gibt inzwischen wirklich tolle (und meist kostenlose!) Vorlagen und Businessplan-Tools, die dir beim Businessplan schreiben helfen. Sie geben die Struktur vor, erinnern dich an wichtige Inhalte und liefern vorgefertigte Designs. Beratungsstellen für die einzelnen Bundesländer findest du hier.
Du willst nicht nur wissen, sondern machen? Lass dich dabei unterstützen: Bei merkur-start up findest du kompetente Beratung für Gründung, Job und Karriere.
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