Geschäftsausstattung für Startups: Ein Leitfaden für den professionellen Auftritt mit Kosten und Tipps

Die Geschäftsausstattung ist das Aushängeschild eines jeden Unternehmens, besonders für Startups. Sie vermittelt Professionalität, stärkt die Markenidentität und hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei Kunden und Geschäftspartnern. In diesem Leitfaden erfahrt ihr alles Wichtige rund um die Geschäftsausstattung für Startups.

Ein wesentlicher Schritt eurer Gründung ist der Schritt nach außen: ob ihr euch an potenzielle Investoren wendet oder schon eure ersten Kunden ansprechen wollt – ihr habt eine Außenwirkung.

  • Wie heißt euer Startup?
  • Was ist das Produkt?
  • Wie sieht das Produkt aus?
  • Wie kann ich mir eure Marke merken?

Das sind die ersten Fragen, mit denen ihr euch konfrontiert seht und die Antworten darauf sollten schon visuell sein. Ihr braucht einen sprechenden Namen. Wie ihr das macht, zeigen wir euch hier: „Namensfindung“ – Howto: In 4 Schritten zu einem tollen Unternehmensnamen.

Und ihr benötigt ein Logo, das bestmögliche euer Unternehmen repräsentiert. Auch hier haben wir einen Fachtext für euch erstellt: Logo Design leicht gemacht: Wie Sie am besten ein Logo für Ihr Startup erstellen lassen.

Ziel des Ganzen ist es, dass ihr eine Marke gestaltet – etwas, was Menschen anspricht und vor allem auch im Kopf bleibt. Ob ihr das mit Freelancern umsetzt oder es selbst macht oder euch Agenturen an Bord holt, die zum Beispiel den German Brand Design Award gewonnen haben und damit für die Aufgabe ausgezeichnete Partner sind – ist ganz eure Entscheidung.

Im nächsten Schritt solltet ihr an eine erste Geschäftsausstattung denken – keine der Bestandteile sind Pflicht, aber jedes verfolgt ein eigenes Marketingziel und ihr solltet überlegen, wie euch Flyer, Visitenkarte und Co. helfen können…

Bestandteile einer Geschäftsausstattung

Eine vollständige Geschäftsausstattung umfasst in der Regel folgende Elemente:

Oldie but goldie: Briefpapier in eurer Geschäftsausstattung

Das klassische Kommunikationsmittel für formelle Schreiben wie Angebote, Rechnungen oder Vertragsentwürfe – klar werden immer weniger Briefe verschickt aber auch wenn ihr Unterlagen als PDF sendet, sollte dieses PDF designt sein.

Passend zum Briefpapier solltet ihr auch Umschläge gestaltet: sie schützen Dokumente und vermitteln einen professionellen Eindruck beim Empfänger.

Ob digital oder print: Visitenkarten braucht ihr immer

Ein unverzichtbares Networking-Tool, um Kontaktdaten auszutauschen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, sind Visitenkarten. Es gibt sie in einfach, bunt, Spezialpapier, Plastik, Metall oder Holz – hier könnt ihr es einfach halten oder extravagant rumkommen. Dass ihr sie brauchen werdet ist sicher, denn Kontaktdaten mal schnell jemandem in die Hand zu drücken, ist wichtiger Bestandteil des Netzwerkens. Natürlich gibt es dazu digitale Lösungen und je nach Branche kann es cooler sein, per QR Code oder NFC eure Daten zu übertragen.

Gar nicht aus der Mode: Stempel in eurer Geschäftsausstattung

Eine Weile galt er als oldschool – aber vor allem deshalb, weil er in der Regel nach Minimalstandards erstellt wird. Tatsächlich benötigen werdet ihr den Stempel oft: Noch immer gibt es eine Reihe von Dingen, die erst mit dem Unternehmensstempel als Original verstanden werden und in Verbindung mit der Unterschrift als rechtsverbindlich verstanden werden. Euch erleichtert es die Kennzeichnung von Dokumenten mit Firmenadresse, Bankverbindung oder anderen wichtigen Informationen.

Außenwirkung mit Erklärungsgehalt: Flyer und Broschüren

Mit Flyern und Broschüren informiert ihr über eure Produkte oder Dienstleistungen und könnt bei Messen oder Veranstaltungen sichtbar sein. Von diesem Material gibt es noch immer einen Haufen – und wahrscheinlich viel zu viel. Und trotzdem lohnt sich die Überlegung, ob eure Zielgruppe nicht tatsächlich gern ein Infoblatt mitnimmt, um sich euer Angebot in Ruhe zuhause anzusehen.

Eine weitere Form sind Präsentationsmappen, in denen ihr Angebote, Produktbroschüren und andere Unterlagen zusammenfasst und die euch bei Gesprächen einfach organisierter erscheinen lassen.

Selten designt – leider: E-Mail-Signatur

Sie wird häufig als so eine Art rechtliches Impressum verstanden und weniger als Marketingtool – doch eure Email-Signatur kann auch eine digitale Visitenkarte sein, die schließlich in jeder E-Mail automatisch eingefügt wird und wichtige Kontaktdaten enthält.

Deshalb solltet ihr folgende Möglichkeiten prüfen:

  • Die essenziellen Informationen einer E-;ail-Signatur sind Name, Titel, Firma, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Fügt eure Website und/oder Social-Media-Profile hinzu.
  • Nutzt visuelles Branding und integriert euer Firmenlogo und verwenden euren Markenfarben. Achtet dabei auf hohe Bildqualität und eine angemessene Größe.
  • Indem ihr einen Link zu eurer Website, einem aktuellen Projekt oder einem Sonderangebot hinzufügt, weckt ihr Interesse und bietet einen Call-to-Action.
  • Haltet die Signatur aktuell und passt sie an neue Projekte oder Kampagnen an.

Standards: Website und Social Media

Viel müssen wir euch über den Wert einer eigenen Website oder das Aufsetzen von Social Media Kanälen wahrscheinlich nicht sagen: beinahe jeder hat sie. Die große Frage ist eher: welche? Wir haben hier eine umfangreiche Liste alle möglichen Social Media Plattformen und wofür sie gut sein können.

In jedem Falle sollte auch eure digitale Präsenz im Einklang mit dem Corporate Design stehen.

Wofür wird die Geschäftsausstattung benötigt?

Doch wozu braucht ihr das überhaupt? Die Geschäftsausstattung erfüllt verschiedene Zwecke:

  • Professioneller Auftritt: Eine einheitliche und ansprechende Geschäftsausstattung signalisiert Seriosität und Kompetenz.
  • Markenbildung: Durch ein konsistentes Design werden Wiedererkennungswert und Markenidentität gestärkt.
  • Kommunikation: Die Geschäftsausstattung dient als Kommunikationsmittel und vermittelt wichtige Informationen.
  • Marketing: Flyer und Broschüren können zur Kundengewinnung und -bindung eingesetzt werden.
  • Networking: Visitenkarten erleichtern den Austausch von Kontaktdaten und fördern den Aufbau von Geschäftsbeziehungen.

Die Basis: Corporate Design – Was ist das

Corporate Design ist die visuelle Identität eures Unternehmens. Es umfasst alle Gestaltungselemente, die euer Unternehmen nach innen und außen repräsentieren und die ihr in der Geschäftsausstattung benötigt. Ein starkes CD schafft Wiedererkennungswert, stärkt das Markenimage und vermittelt Professionalität.

Bestandteile des Corporate Designs:

  • Logo: Das Herzstück Ihres visuellen Auftritts. Es sollte einprägsam, zeitlos und vielseitig einsetzbar sein.
  • Farbpalette: Die gewählten Farben sollten Ihre Markenwerte widerspiegeln und eine positive Assoziation hervorrufen.
  • Typografie: Die Schriftarten sollten gut lesbar sein und zum Gesamteindruck passen.
    Bildsprache: Fotos, Illustrationen und Grafiken sollten einen einheitlichen Stil haben und Ihre Botschaft unterstützen.
  • Layout: Einheitliche Gestaltungsraster für Broschüren, Präsentationen und Websites sorgen für einen professionellen Auftritt.

Einen vollständigen Artikel zum CD findet ihr hier: Corporate Design: Was ist das, wozu braucht ihr das, wie bekommt ihr es?

Grundsätzliche Tipps zur Geschäftsausstattung

Noch ein paar grundsätzliche Tipps, worauf ihr bei der Erstellung, Bestellung eurer Geschäftsausstattung achten solltet:

  • Qualität: Investiert in hochwertige Materialien und Druckverfahren, um einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.
  • Konsistenz: Stellt sicher, dass alle Elemente der Geschäftsausstattung im Einklang mit dem Corporate Design stehen.
  • Aktualität: Überprüft regelmäßig eure Kontaktdaten und aktualisiert die Geschäftsausstattung bei Bedarf.
  • Umweltbewusstsein: Verwendet nach Möglichkeit recycelte Materialien und umweltfreundliche Druckverfahren.
  • Kreativität: Scheut euch nicht, mit ungewöhnlichen Formaten oder Materialien zu experimentieren, um euch von der Konkurrenz abzuheben.

Kosten für eine Geschäftsausstattung

Die Kosten für die Geschäftsausstattung können stark variieren, abhängig von Qualität, Umfang und Anbieter. Wir haben hier eine grobe Schätzung von Kosten aufgelistet:

  • Logo-Design: 500 – 5.000 Euro
  • Visitenkarten: 50 – 200 Euro (pro 500 Stück)
  • Briefpapier: 100 – 300 Euro (pro 500 Blatt)
  • Umschläge: 50 – 150 Euro (pro 500 Stück)
  • Stempel: 20 – 50 Euro
  • Flyer/Broschüren: 200 – 1.000 Euro (pro 500 Stück)
  • Präsentationsmappen: 5 – 20 Euro (pro Stück)

Fazit

Mit einer durchdachten und professionellen Geschäftsausstattung können Startups einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ihre Marke erfolgreich etablieren. Nicht jeder klassischer Bestandteil einer Geschäftsausstattung muss unbedingt von euch angeschafft werden – aber ihr solltet euch genau überlegen, mit welchen Materialien und Inhalten ihr eure Zielgruppe erreicht.