Erfolgsrezepte für Startups und Gründer

Lis­te „Die bes­ten 13“: Sozia­le Netz­wer­ke und wie ihr sie nut­zen könnt

Die gro­ße Mehr­heit der deut­schen Unter­neh­men ist aktiv auf Soci­al Media Kanä­len. Unse­re Lis­te der drei­zehn wich­tigs­ten Sozia­len Netz­wer­ke, die ihr als Unter­neh­mens­grün­der ken­nen soll­tet im Über­blick (Stand 2017)

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Mit 90 Pro­zent setzt ein Groß­teil der deut­schen Unter­neh­men auf Soci­al Media, so berich­tet das Deut­sche Insti­tut für Mar­ke­ting. Laut der Stu­die des Bun­des­ver­band Digi­ta­le Wirt­schaft (BVDW) geben sechs von zehn der befrag­ten Unter­neh­men an, dass sich ihre bis­he­ri­gen Soci­al-Media-Akti­vi­tä­ten gelohnt haben. Die Stei­ge­rung der Bekannt­heit, die Image­ver­bes­se­rung und ein bes­se­rer Zugang zu Ziel­grup­pen und poten­zi­el­len Kun­den gel­ten für die Unter­neh­men als obers­te Zie­le ihrer Akti­vi­tä­ten in Soci­al Media.

Aller­dings eig­nen sich nicht alle Netz­wer­ke und Soci­al Media gleich gut für Grün­der und Start­ups. Der Erfolg hängt stark von euer Ziel­grup­pe, euren Mar­ke­ting­zie­len und eini­gen ande­ren Fak­to­ren ab. Daher gilt es bei der Wahl der Netz­wer­ke für euer Pro­jekt genau zu über­le­gen, wel­cher Chan­nel zu euch und eurem Busi­ness passt und sich dann für euer Soci­al Media Mar­ke­ting und euren Auf­tritt eignet.

Hier die Über­sicht über die drei­zehn wich­tigs­ten Sozia­len Netz­wer­ke, die ihr als Unter­neh­mens­grün­der ken­nen solltet:

Face­book

Mit Abstand das größ­te Netz­werk welt­weit und auch in Deutsch­land und inzwi­schen Syn­onym für die Ver­mi­schung von pri­vat und beruf­lich: Face­book. Sogar einen Hol­ly­wood-Block­bus­ter über sei­nen Grün­der gibt es. Auch für Unter­neh­men ist das Netz­werk inzwi­schen unum­gäng­lich. Doch Vor­sicht: Unter­neh­men soll­ten sich fra­gen, wer wirk­lich Fan wer­den soll und will. Denn die Nähe zum Kon­su­men­ten hat nicht nur posi­ti­ve Fol­gen: Der Ärger eines ein­zel­nen kann sich hier schnell poten­zie­ren. Ein auf­kom­men­der Shit­s­torm kann aber mit dem rich­ti­gen Know How ver­hin­dert oder zumin­dest eini­ger­ma­ßen sicher umschifft wer­den. Oft kann eine nega­ti­ve Erfah­rung mit dem nöti­gen Fin­ger­spit­zen­ge­fühl in ein posi­ti­ves Erleb­nis umge­wan­delt wer­den. Hier­bei ist natür­lich Offen­heit und die Bereit­schaft, an den begrün­de­ten Ärger­nis­sen als Unter­neh­men zu arbeiten.
facebook-de

Goog­le+

Markt­füh­rer Goog­le ist ver­hält­nis­mä­ßig spät auf den Soci­al Net­work-Zug auf­ge­sprun­gen und hinkt ent­spre­chend hin­ter­her. Doch unter­schät­zen soll­te man Goog­le plus des­halb nicht: Denn in jeder Such­an­zei­ge wer­den die ange­zeig­ten Links mit den Plus der Netz­wer­ker geadelt. Die­ses Qua­li­täts­merk­mal könn­te noch mehr an Bedeu­tung gewin­nen, und sogar das Ran­king in den Such­ergeb­nis­sen beein­flus­sen. So könn­ten von Nut­zern als wich­ti­ger erach­te­te Sei­ten sogar den Unter­neh­mens- bezie­hungs­wei­se Urhe­ber­sei­ten im Goog­le-Ran­king den Rang ablaufen.
googleplus-silver-de

Twit­ter

Die Neu­ig­keit twit­tern (=zwit­schern), also in SMS-lan­gen Tex­ten über den Dienst Twit­ter ver­brei­ten, ist ein beson­ders schnell­le­bi­ges Kon­zept, das sich gera­de in der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bran­che und für Echt­zeit-Mar­ke­ting erfolg­reich nut­zen lässt. Poli­ti­ker, inklu­si­ve Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, aber auch Pro­mis, Pop­stars und Stern­chen nut­zen Twit­ter gern. Für die brei­te Mas­se ist Twit­ter in Deutsch­land laut Nut­zer­zah­len von 12 Mil­lio­nen (D) aber weni­ger inter­es­sant. Unter­neh­mer, die Twit­ter nut­zen wol­len, soll­ten beden­ken, dass sie ihre Fol­lo­wers (so hei­ßen die Leser des Twit­ter-Kanals) regel­mä­ßig bedie­nen müs­sen. Und aktu­ell. Auch des­halb sind es vor allem Jour­na­lis­ten, die sich gern mit Twit­ter beschäf­ti­gen, und die man dar­über gut errei­chen kann.
twitter-de

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Merk­blatt: Ein­bin­dung von Sozia­len Netz­wer­ken auf kom­mer­zi­el­len Webseiten
mit Mus­ter­for­mu­lie­rung für die Datenschutzerklärung
www​.form​blitz​.de

Insta­gram

Wenn ihr auf Brand Awa­re­ness setzt und eure Pro­duk­te „insta­gramm­a­ble“ sind, soll­tet ihr unbe­dingt auf Insta­gram set­zen. Kein ande­res Netz­werk hat eine so hohe Inter­ak­ti­ons­ra­te, denn auf Insta­gram wird wie wild gelikt und kom­men­tiert. Der Fokus des Bil­der­netz­werks Insta­gram liegt aber auch eher auf Life­style-Inhal­ten und die Bil­der sind beson­ders schön insze­niert. Falls ihr mehr auf Traf­fic aus seid, ist das Netz­werk nicht die rich­ti­ge Wahl, denn die Bil­der sind nicht mit Links ver­se­hen, sodass hier nur sehr schwer Traf­fic gene­riert wer­den kann. Gera­de aber für klei­ne­re Unter­neh­men lässt sich leicht Bekannt­heit und Auf­merk­sam­keit für die Mar­ke errei­chen, wenn ihr Inhal­te ent­spre­chend auf­be­rei­tet und viel­leicht auch auf Influ­en­cer Mar­ke­ting setzt. 

Pin­te­rest

Pin­te­rest ist eine digi­ta­le Pinn­wand, auf der sich inter­es­san­te Bild­in­hal­te sam­meln las­sen und das Netz­werk ist auch aus­schließ­lich auf Bil­der aus­ge­legt. Im Stream geht es dar­um, eure Bil­der beson­ders gut sicht­bar und anspre­chend dar­zu­stel­len. Die größ­te Hür­de auf die­ser Platt­form ist anspre­chen­des Bild­ma­te­ri­al, das sich sehen und tei­len las­sen kann. Denn es geht auf Pin­te­rest um schön insze­nier­te Inhal­te, die vor allem zu den Berei­chen Life­style und Fashion zäh­len. Die Pins, wie die Bil­der genannt wer­den, sind mit dem Link zur Web­sei­te ver­se­hen und das bie­tet euch eine Traf­fic-Garan­tie. Pro­duk­te las­sen sich direkt mit dem Shop-Link ver­knüp­fen und Pin­te­rest sorgt dadurch für eine hohe Klick­ra­te und damit ver­bun­den auch für eine hohe Con­ver­si­on-Rate. Das Bil­der­netz­werk wird von Usern eher als Such­ma­schi­ne für Life­style-Inhal­te genutzt, was gro­ßes Poten­ti­al bedeutet. 

Flickr

Der Dienst flickr setzt auf die alte Weis­heit: Bil­der sagen mehr als Wor­te und zählt damit zu den Bil­der­netz­wer­ken wie Insta­gram und Pin­te­rest. Für Unter­neh­men hat sich flickr inzwi­schen als kos­ten­lo­se und ein­fach bedien­ba­re Platt­form für eure Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on her­aus­ge­stellt: Eure Pres­se­bil­der müsst ihr nicht mehr auf der eige­nen Sei­te hos­ten, son­dern könnt die­se ganz ein­fach über flickr tei­len. Zudem wird flickr in der Goog­le Bil­der­su­che eine ganz beson­de­re Auf­merk­sam­keit geschenkt, sodass sich hier Bild­ma­te­ri­al deut­lich ein­fa­cher viral ver­brei­ten lässt.
flickr-de

Snap­chat

Das Netz­werk Snap­chat ist der Neu­ling unter den Soci­al Media Kanä­len und gera­de zu Begin­ne gab es einen rie­si­gen Hype um Snap­chat. Die­ser Auf­ruhr hat sich in der Zwi­schen­zeit wie­der gelegt, auch wenn der Chan­nel nun fest zur Soci­al Media-Land­schaft zählt. Aller­dings hat sich mitt­ler­wei­le die Ziel­grup­pe kla­rer her­aus­kris­tal­li­siert und die User gehö­ren größ­ten­teils der Jugend an. Teen­ager unter 18 Jah­ren nut­zen die Platt­form am meis­ten. Gera­de für Unter­neh­men und Mar­ken, die für Jugend­li­che inter­es­sant sind, zeigt sich hier Poten­ti­al und eine Mög­lich­keit die Ziel­grup­pe leicht errei­chen zu kön­nen. Sto­ry­tel­ling wird im Sozai­len Netz­werk via Bil­dern und Vide­os betrie­ben, was sich für euch als Grün­der und Unter­neh­mer beson­ders gut für einen Blick hin­ter die Kulis­sen und Insights aus dem All­tag eures Start­ups nut­zen lässt.

You­Tube

Auch you­tube setzt auf Bewegt­bild, auf dem Kanal kön­nen Vide­os plat­ziert wer­den. Der Soci­al Net­work Gedan­ke ist hier nicht das wich­tigs­te, des­halb kann man You­Tube-Vide­os auch auf allen ande­ren Net­works ein­fach ein­bin­den. Aller­dings soll­tet ihr als Unter­neh­men beden­ken, dass ihr mit einem eige­nem Video­ka­nal auf You­Tube (Unter­neh­mens-Chan­nel) auch gefor­dert seid: Die Pro­duk­ti­ons­kos­ten für hoch­wer­ti­ges Video­ma­te­ri­al sind erst ein­mal etwas höher und zudem müsst ihr stän­dig neu­en Con­tent nach­lie­fern. Der Upload an sich ist dann aber ein­fach und ihr könnt auch ganz easy die Vide­os auf eurer Web­sei­te einbetten.
Alter­na­ti­ve: Man hält sei­ne Abon­nen­ten mit gefun­de­nen Vide­os bei Lau­ne und teilt ganz ein­fach Con­tent aus ande­ren Kanä­len weiter.
Gro­ßer Vor­teil der Platt­form ist natür­lich auch, dass Nut­zer sich nicht extra anmel­den müs­sen und das Netz­werk daher auch als Alter­na­ti­ve zur Goog­le-Suche genutzt wird.
youtube-de

Vimeo

Vimeo ist eine Video­platt­form wie You­Tube – weni­ger groß dafür die bes­se­re Qua­li­tät. Das betrifft die Video­qua­li­tä­ten, die man bei vimeo hoch­la­den kann eben­so wie eini­ge Fea­tures. Ein Bei­spiel: Ver­su­chen Sie mal, ihren you­tube Video ein selbst defi­nier­tes Start­bild zu geben. Das geht nur, wenn Sie Ihren Video­ka­nal ins Part­ner­pro­gramm von you­tube auf­neh­men las­sen. Das Pro­blem: Vor Ihren Fil­men läuft dann Wer­bung, wenn Sie Pech haben, von Ihrem Kon­kur­ren­ten. Bei vimeo gehört der eige­ne Start­screen zum Stan­dard. Ähn­lich ist es mit den Fil­men: Quan­ti­tät auf you­tube, Quan­ti­tät auf vimeo.
vimeo-logo

Tumb­lr

Blog­gen was das Zeug hält, dafür gibt es tumb­lr: auf der Platt­form kön­nen Nut­zer Tex­te, Bil­der, Zita­te, Chat­logs, Links und Video- sowie Audio­da­tei­en ver­öf­fent­li­chen, Das wich­tigs­te Prin­zip ist Reb­log­ging: Bereits ein­ge­stell­te Inhal­te wer­den von ande­ren Nut­zern erneut publi­ziert. Außer­dem lässt sich tumb­lr gut mit ande­ren Sei­ten, wie zum Bei­spiel Wor­d­Press oder Get­Glue ver­bin­den. Dies macht die Con­tent-Gene­rie­rung noch einfacher.
tumblr-de

Whats­App und FB Messenger

Auch wenn Whats­App und der Face­book Mes­sen­ger nicht wirk­lich als Netz­werk zäh­len kön­nen, so spie­len die bei­den Kanä­le doch eine immer wich­ti­ge­re Rol­le im Online Mar­ke­ting. Daher soll­tet ihr die Mes­sen­ger­diens­te nicht unbe­ach­tet las­sen. Bei­de Apps ver­fü­gen über eine rie­si­ge Reich­wei­te, die ihr für euch nut­zen könnt. Die neue Art des E-Mail-Mar­ke­ting fin­det in Mes­sen­ger­diens­ten statt und ihr könnt mit euren Kun­den direkt in Kon­takt tre­ten. Die Mög­lich­keit zur unmit­tel­ba­ren Kom­mu­ni­ka­ti­on ist ein gro­ßer Vor­teil nicht nur für den Kun­den­sup­port, son­dern auch für das Ver­sen­den von indi­vi­du­el­len Ange­bo­ten bei­spiels­wei­se oder einer kom­pe­ten­ten Shopping-Beratung. 

XING

Xing ver­steht sich als Kar­rie­renetz­werk und das haupt­säch­lich für den deutsch­spra­chi­gen Raum. Es geht dabei weni­ger um Pri­va­tes als viel­mehr um beruf­li­che Inter­es­sen, Net­wor­king und Aus­tausch. Event-Hin­wei­se und Net­wor­king im Sin­ne von Kon­fe­ren­zen und Dis­kus­sio­nen las­sen sich hier gut betrei­ben. Vor allem Frei­be­ruf­ler und Grün­der haben hier eine pro­fes­sio­nel­le und gute Basis für ihre Netz­werk­ar­beit, für Pro­jekt­auf­trä­ge und mehr. Aller­dings sind nicht alle Funk­tio­nen kos­ten­frei, es gibt eine Pre­mi­um­mit­glied­schaft, die auf jeden Fall in Anspruch genom­men wer­den sollte.
xing-de

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Eine Bau­an­lei­tung, wie Sie ihre Visi­ten­kar­te im Netz mit weni­gen Maß­nah­men optimieren
www​.form​blitz​.de

Lin­kedIn

Lin­kedin ist ein Netz­werk für beruf­li­che Kon­tak­te und das vor allem für den inter­na­tio­na­len Raum. Auf der Platt­form wer­den neue Kon­tak­te geknüpft und bestehen­de, haupt­säch­lich inter­na­tio­na­le Geschäfts­kon­tak­te gepflegt. Mitt­ler­wei­le spielt Lin­kedin auch hier in Deutsch­land eine immer grö­ße­re Rol­le. Inter­es­sant für Grün­der ist auch die Zusam­men­set­zung der User: 36 Pro­zent aller XING-Mit­glie­der sind Füh­rungs­kräf­te, bei Lin­kedIn sind es 80 Prozent.
linkedin-de

Augen auf bei der Aus­wahl der Sozia­len Netz­wer­ke für euer Startup

Mit die­sen Infos zu den wich­tigs­ten Netz­wer­ken in der Soci­al Media-Land­schaft, seid ihr hof­fent­lich gut gewapp­net für die Wahl eurer Kanä­le. Ihr merkt schon, nicht jede Platt­form eig­net sich für jede Art von Unter­neh­men oder Mar­ke­ting­ziel. Am bes­ten ihr wählt sorg­fäl­tig aus und kon­zen­triert euch auf eini­ge weni­ge Netz­wer­ke, die für euch am bes­ten funktionieren. 

          

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