Musikschule gründen – so geht’s unglaublich einfach: Planung, Kosten, Verdienst 2023

Die Gründung einer eigenen Musikschule und die Arbeit als selbstständiger Musiklehrer ist für viele Musikerinnen und Musiker ein Traum. Doch bevor dieser Traum Wirklichkeit werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden und es gibt einige wichtige Fragen, die ihr beantworten solltet.

Schritt 1: Voraussetzungen | Berufswege zur eigenen Musikschule

Es gibt mehrere Möglichkeiten, als Musiklehrer zu arbeiten, ihr könnt das als Musikpädagoge auf Honorarbasis an einer Musikschule und als selbstständiger Musiklehrer im Hauptberuf arbeiten. Ihr könnt aber auch als nebenberuflicher Musiklehrer beginnen – das ist gar nicht so unüblich. Viele Musiker, die ansonsten in ihren Bandprojekten arbeiten, nutzen diese Möglichkeit für eine sicheres Einkommen.

Darüber hinaus könnt ihr natürlich auch als Musiklehrer an regulären Schulen arbeiten, das unterliegt aber ganz anderen Regeln, denn hier seid ihr im staatlichen Schulsystem unterwegs. Angesichts des Lehrermangels gibt es aber auch hier Chancen zum Quereinstieg.

Wer darf sich Musiklehrer nennen und Musik unterrichten?

Grundsätzlich darf jeder Musik unterrichten, solange man die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt. In Deutschland gibt es keine einheitliche geschützte Berufsbezeichnung für Musiklehrer, jedoch gibt es verschiedene Abschlüsse, die als Qualifikation für den Beruf gelten. Hierzu gehören beispielsweise das Musikstudium an einer Musikhochschule oder der Abschluss als staatlich anerkannter Musikpädagoge.

Allerdings dürft ihr nicht überall als „Musikschule“ firmieren: Die Bezeichnung ist in Bayern geschützt und darf daher nur geführt werden, wenn die Voraussetzungen der Sing- und Musikschulverordnung (SiMuV) erfüllt werden. Leitung muss danach eine musikpädagogische Fachkraft innehaben und der Unterricht darf nur von Lehrkräften mit musikpädagogischer Befähigung erteilt werden.

Berufliche Wege zum Musiklehrer

Ein Studium in Musikpädagogik oder Musik an einer Universität oder Hochschule ist der häufigste Weg zum Musiklehrer (ausserhalb der staatlichen Schulen – dort ist es in aller Regel das Studium Lehramt). Im Studium lernt ihr nicht nur Musiktheorie und -praxis, sondern auch pädagogische Fähigkeiten, um Musikunterricht zu geben.

Außerdem bieten viele Musikschulen Lehrgänge an, die darauf abzielen, Lehrer auszubilden. Diese Lehrgänge können von einigen Wochen bis zu mehreren Jahren dauern und bieten ein breites Spektrum an Kursen und Klassen.

Als erfahrener Musiker könnt ihr auch ohne gesonderte Aus- und Weiterbildung privaten Musikunterricht anbieten. Es gibt viele Schüler, die sich für Musik interessieren und die gerne von erfahrenen Musikern lernen würden. Doch macht euch bewusst, dass ihr neben euren Fähigkeiten zur Musik auch das Lehren können und also lernen solltet.

Weiterbildungen und Zertifikate zum Musiklehrer

Es gibt auch verschiedene Zertifizierungen, die du als Musiklehrer erwerben kannst.

  • Der Bundesverband der freien Musikschulen (bdfm) bietet das Label „Freie Musikschule bdfm zertifiziert” an.
  • Die Suzuki-Methode ist eine pädagogische Methode für das Erlernen von Musikinstrumenten, die auf den japanischen Geiger Shinichi Suzuki zurückgeht. Es gibt verschiedene Zertifizierungen für Lehrer, die diese Methode anwenden möchten.
  • Die Kodály-Methode ist eine pädagogische Methode für das Erlernen von Musik, die auf dem ungarischen Komponisten Zoltán Kodály basiert. Es gibt verschiedene Zertifizierungen für Lehrer, die diese Methode anwenden möchten.
  • Der Musikgarten ist ein Programm für frühkindliche Musikerziehung, das in Deutschland von vielen Musikschulen und Kindergärten angeboten wird. Es gibt verschiedene Zertifizierungen für Lehrer, die Musikgarten-Kurse unterrichten möchten.
  • Außerdem gibt es regionale Lösungen: Der Tonkünstlerverband Baden-Württemberg hat ein „Zertifikat Privater Musikunterricht“ herausgegeben, mit dem Mitglieder des Tonkünstlerverbandes ihre Qualifikation nachweisen und sich mit ihren Angeboten direkt an die Schulleitungen in ihrer Region wenden können.

Schritt 2: Konzept und Vorbereitungen für deine Musikschule

In Vorbereitung solltet ihr euch recht genau überlegen, welches Konzept ihr mit eurer Musikschule verfolgt. Antworten auf folgende Fragen helfen euch dabei:

  • Welche Art von Musikschule möchtet ihr gründen: eine Schule für klassische Musik, Jazz, Popmusik oder eine Mischung aus verschiedenen Stilen?
  • Wie wollt ihr euren Unterricht anbieten: privat bei euren Kunden zuhause, in einer festen Location (zB. vermieten auch Schulen ihre Räume für solche Angebote), im eigenen Bandstudio oder wollt ihr eine große Musikschule mit mehreren Lehrern gründen und benötigt dazu eine Immobilie?
  • Über die Lage entscheidet auch eure Zielgruppe: eher auf dem Land oder in der Stadt, Kinder und Jugendliche oder Erwachsene?
  • Wie soll euer Lehrplan aussehen?
  • Welche Fächer sollen angeboten werden?
  • Wie soll der Unterricht gestaltet werden?
  • Gründen alleine oder im Team?
  • Wie werden Lehrer eingestellt und wie werden sie bezahlt?
  • Wie hoch sollen die Lehrergehälter sein?
  • Wie sollen Schüler gewonnen werden?
  • Wie wird die Musikschule beworben?

Und auch dies ist wichtig:

  • Wie soll die Musikschule finanziert werden? Wird sie von privaten Investoren unterstützt, oder soll sie durch die Schülergebühren finanziert werden?
  • Wie werden die Schülergebühren festgelegt? Wie hoch sollen sie sein und wie oft müssen sie bezahlt werden?
  • Welche Arten von Instrumenten sollen angeboten werden? Sollen sie von der Schule gestellt werden oder müssen die Schüler ihre eigenen Instrumente mitbringen?
  • Wie wird die Qualität des Unterrichts überwacht? Werden regelmäßig Bewertungen durchgeführt?
  • Wie wird die Schule auf lange Sicht finanziell nachhaltig bleiben? Wie können neue Einnahmequellen erschlossen werden?

Habt ihr auf alle diese Fragen Antworten gefunden, dann seid ihr bestens auf den nächsten Schritt vorbereitet. Denn diese Informationen sind die Basis eines Businessplans, den jeder Gründer aufstellen sollte. In diesem wird das Gründungsvorhaben beschrieben, wird der Markt und die Konkurrenz analysiert und auch eine Finanzplanung (also zu erwartende Ausgaben und Einnahmen aufgeschlüsselt).

Wie ihr einen guten Businessplan erstellt und welche Businessplan-Tools es euch einfacher machen, erfahrt ihr in unseren Schritt-für-Schritt Anleitungen dazu.

Übrigens: Einen Businessplan schreibt ihr nicht allein für euch. Schon beim ersten Bankgespräch – und sei es nur für die Erhöhung eines Dispos für eure Geschäftsausgaben – wird er nachgefragt. Und wollt ihr euch den Start mit einem Gründungszuschuss sichern, dann erst recht.

Neugründen, Übernahme oder Franchise – welche Art ist die richtige für deine Musikschule?

Ein ganz wichtiger Punkt, den ihr euch beantworten müsst, ist die Art der Gründung: Wollt ihr eine Musikschule völlig neu gründen oder eine bestehende Schule übernehmen – oder vielleicht eines der vielen Musikschulen-Franchise-Systeme nutzen?

Neugründung einer Musikschule

Eure Räume, euer Name, euer Logo – bei einer Neugründung könnt ihr euch ganz nach euren Vorstellungen austoben. Nachteil: Ihr müsst wirklich alles selbst überlegen, vom Stundenkonzept bis hin zur Farbe des Logos und den Texten auf der Webseite.

Übernahme einer Musikschule

Eine bestehende Musikschule zu übernehmen, samt der Räume und Bestandskunden kann auch eine Möglichkeit sein. Vorteil: Hier fangt ihr nicht bei null an, steigt in ein laufendes Geschäft ein, verdient von Anfang an Geld. Nachteil: Die Investitionskosten sind hoch – schließlich verschenkt kaum ein Firmengründer sein Unternehmen und ihr müsst zumindest zu Beginn mit den Vorarbeiten (Selbstdarstellung, Inhalte, Angebote etc) eures Vorgängers umgehen. Außerdem ist der Nachfolgeprozess kein einfacher – mehr dazu erfahrt ihr in unserem Themencluster Nachfolge.

Falls ihr euch für diesen Weg entscheidet, findet ihr in den Nachfolgebörsen mögliche Unternehmen, die Nachfolger suchen.

Musikschule als Franchise eröffnen

Es gibt einige Franchise-Systeme für Musikschulen in Deutschland. Die Franchise-Partner erhalten Unterstützung bei der Standortauswahl, Einrichtung der Schule, Lehrerauswahl, Marketing und Werbung sowie bei der Vermittlung von Unterrichtsmaterialien und -methoden. Dabei wird jedoch ein gewisses Maß an unternehmerischer Freiheit gewahrt, so dass die Partner die Möglichkeit haben, die Schule an lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse anzupassen.

Bekannte Franchise Systeme für Musikschulen

  • Die Yamaha Music School ist ein erprobtes Franchise-System für Musikschulen, das weltweit an circa 6.000 Standorten tätig ist. Die Schule bietet Musikunterricht für Kinder ab vier Jahren sowie für Erwachsene an und setzt auf eine spezielle ganzheitliche pädagogische Methode.
  • Die Musikalische Früherziehung hat sich auf die musikalische Früherziehung von Kindern ab zwei Jahren spezialisiert. Verschiedene Anbieter setzen auf eine spielerische und kindgerechte Vermittlung von Musik wie KlingKlong oder Musikschule Fröhlich.
  • Die Music Academy ist ein Franchise-System für Musikschulen, das sich auf die Vermittlung von Instrumentalunterricht und Gesangsunterricht für Kinder und Erwachsene spezialisiert hat. Die Schule bietet auch Kurse für Musikproduktion und Songwriting an.
  • Auch die Modern Music School bietet Interessenten die Möglichkeit, eine eigene Musikschule als Franchise-Partner zu eröffnen. Sie ist heute in vielen Ländern weltweit tätig und hat ihren Hauptsitz in Deutschland. Die Schule verwendet eine spezielle Lehrmethode, die auf der Vermittlung von praktischen Fähigkeiten und dem Lernen durch Erfahrung basiert. Die Schüler lernen durch das Spielen von Musikstücken und werden in Gruppen oder mit anderen Schülern ermutigt, zusammenzuspielen und sich gegenseitig zu motivieren.

Schritt 3: Finanzierung deiner Musikschule | Verdienst, Kosten & Förderung

Reich werden wird man als Musiklehrer wohl nicht. Auch wenn der Bedarf an musischer Erziehung steigt und Eltern mehr denn je dafür zahlen, dass ihre Kinder ein Instrument lernen: die Grenzen sowohl im Verdienst aber vor allem in den Verdienstzeiten sind eng.

Was verdient man als Musiklehrer?

Das Gehalt bei angestellten Musiklehrern liegt bei 48.367 €, also 3.901 € Bruttogehalt (Median) bei 40 Wochenstunden. Der Stundensatz für Musiklehrer liegt in der Regel zwischen 20 und 60 Euro pro Unterrichtsstunde, je nach Qualifikation des Lehrers und der Region. Als selbstständiger Musiklehrer könnt ihr eure eigenen Preise festlegen und von der Anzahl der Schüler und Stunden abhängig machen.

Insbesondere Gruppenunterricht oder Workshops bieten sich natürlich an, damit erhöht ihr euren Verdienst pro Stunde. Für die Stunde im Einzelunterricht sind, je nach Spezialisierung und Instrument zwischen 35 und 100 Euro möglich.

Die Herausforderung für euch besteht auf der Einnahmenseite vor allem darin, dass üblicherweise die Nachmittags- und Abendstunden für Kurse gebucht werden – tagsüber arbeiten die meisten Erwachsenen und Kinder sind in der Schule. Hier ist besonders eure Kreativität gefragt: Welche Angebote könnten auch in den Tageszeiten stattfinden, damit eure Musikschule hier nicht leer steht.

Musikschule eröffnen – Investitionen und laufende Kosten

Als selbstständiger Musiklehrer fallen verschiedene Kosten an, die berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören beispielsweise

  • Mietkosten für einen Raum,
  • Instrumente und Zubehör,
  • Werbungskosten,
  • Versicherungen und Steuern.

Auch die eigene Arbeitszeit sollte als Kostenfaktor berücksichtigt werden.

Welche Versicherungen braucht man für eine eigene Musikschule?

Als selbstständiger Musiklehrer sollte man eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen, um sich gegen mögliche Schadensersatzansprüche abzusichern. Auch eine Berufshaftpflichtversicherung und eine Instrumentenversicherung können sinnvoll sein.

Musikschule finanzieren – welche Förderungen gibt es?

Um eine Musikschule zu finanzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist die Beantragung von Fördermitteln bei der öffentlichen Hand, beispielsweise bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder beim Europäischen Sozialfonds (ESF). Auch private Investoren oder Crowdfunding können eine Finanzierungsmöglichkeit sein.

Eine Übersicht findet ihr in unserem Leitfaden Gründer-Finanzierung | So bekommt ihr das Geld für den Start.

Darin zeigen wir euch auch, wie die Finanzierung durch Mini- und Microkredite funktioniert, wie ihr den Gründungszuschuss beantragt und welche KfW Kredite es gibt.

Schritt 3: Musikschule gründen – Praktische Schritte

Wie jede Gründung bedeutet auch die einer eigenen Musikschule eine ganze Reihe von praktischen Schritten. Zum Teil sind das gesetzlich vorgeschriebene, andere sind für euren Gründungsprozess und eure Außenwahrnehmung wichtig.

Firmenname festlegen

Sicher nicht das wichtigste im Gründungsprozess, aber vor allem wenn ihr eure Unternehmung als Marke aufbauen wollt, solltet ihr Energie in die Suche nach einem guten Firmennamen investieren. Und natürlich müsst ihr ein paar Regeln beachten, je nach Rechtsform, die ihr wählt: Fantasienamen dürfen nicht alle Unternehmen führen.

Mehr dazu findet ihr hier: „Namensfindung“ – Howto: In 4 Schritten zu einem tollen Unternehmensnamen

Musikschule eröffnen: Standort, Räume, Adresse finden

Auch der Standort eurer Musikschule ist nicht egal – wenn ihr auch wenig auf Laufkundschaft setzt, so sollten eure Kunden euch gut erreichen können, es sollte ausreichend Parkplätze, eventuell auch Fahrradparkplätze geben. Und die Adresse sollte gut zu finden sein. Hier könnt ihr übrigens nachhelfen, in dem ihr euren Google Maps Eintrag selbst verwaltet.

In jedem Falle solltet ihr mit eurem Vermieter über den Betrieb eurer Musikschule sprechen und seine Genehmigung einholen. Mancherorts müsst ihr die Nutzung als Musikschule vom Bauamt genehmigen lassen.

Rechtsform des Unternehmens wählen

Es gibt eine ganze Reihe von Rechtsformen, die für eure Gründung in Frage kommen. Vom Einzelunternehmen über die UG bis zur GmbH ist vieles möglich. Hier bekommt ihr eine Übersicht der Möglichkeiten und deren Vor- und Nachteile. Basics: Welche Rechtsform passt für mein Unternehmen?

Ist eine Musikschule ein Verein?

Eine Musikschule kann auch als gemeinnütziger Verein betrieben werden. Damit ergeben sich für euch Steuervorteile und andere Vergünstigungen. Allerdings sind die Anforderungen und Voraussetzungen für die Gründung eines Vereins strenger als bei einem gewerblichen Unternehmen. In jedem Fall sollten sich Gründer über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und diejenige wählen, die am besten zu ihren Zielen und Plänen passt. Hier dazu mehr: Anleitung Verein gründen – Schritt für Schritt zum eingetragenen Verein (eV)

Welche Anmeldungen brauche ich als selbstständiger Musiklehrer?

Als selbstständiger Musiklehrer muss man sich beim Finanzamt anmelden und eine Steuernummer beantragen. Wenn der Musikunterricht im Hauptberuf ausgeübt wird, muss außerdem ein Gewerbe angemeldet werden. Wie ihr ein Gewerbe anmeldet, zeigen wir euch hier: Gewerbeanmeldung – so meldet man ein Gewerbe richtig an (inklusive Gewerbeanmeldung Formular) 

Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?

Ob man als Freiberufler oder Gewerbetreibender gilt, hängt davon ab, welche Tätigkeit ausgeübt wird und in welchem Umfang sie betrieben wird. In der Regel wird der Musikunterricht als freiberufliche Tätigkeit angesehen, da er künstlerischer Natur ist und keine gewerblichen Ziele verfolgt werden. Der Vorteil: Ihr müsst nach § 18 EStG keine Gewerbesteuer abführen und der Inhaber hat keine Bilanzierungspflichten zu erfüllen.

Allerdings unterliegt der Betreiber einer Musikschule der Umsatzsteuerpflicht. Etwas anderes gilt ausnahmsweise, wenn es sich um ein Kleinunternehmen handelt oder wenn die Musikschule andere auf einen Beruf oder eine Prüfung vorbereitet. Allerdings solltet ihr zur Sicherheit beim Finanzamt nachfragen und das im Einzelfall prüfen lassen.

Geschäftskonto eröffnen

Ihr solltet auf jeden Fall eure geschäftlichen Finanzen von euren privaten trennen. Welche Geschäftskonten angeboten werden und welche aktuell die besten Konditionen bieten, findet ihr in unserer Übersicht Geschäftskonto Vergleich 2023: Diese Konten eignen sich für Gründer und Startups

Schritt 4: Schüler gewinnen – Werbung für die eigene Musikschule

Grundsätzlich ergeben sich aus eurem Leistungsspektrum (Instrumente, Gruppen- oder Einzelunterricht) und eurer Zielgruppe die Grundlagen für euer Marketing:

  • Wo erreicht ihr eure Zielgruppe am besten?
  • Wie könnt ihr die Zielgruppe am besten ansprechen?
  • Welches spezifische Problem könnt ihr für die Zielgruppe zu lösen?

Ein wenig Selbstdarstellung muss dann auch sein:

  • Wo liegt der Schwerpunkt eurer Arbeit und Erfahrung?
  • Was könnt ihr besser als andere?
  • Worin liegt der Vorteil, wenn man bei euch lernt?

Das Spektrum an Werbemitteln ist riesig, das geht mit den klassischen Geschäftspapieren, die ihr in eurem CI gestalten lassen solltet, über lokale Pressearbeit bis zum Aufbau von Kooperationen und Mitgliedschaften in Netzwerken.

Musikschule mit musikalischen Erfolgen bewerben

Gerade eine Musikschule wird auch als Kulturort wahrgenommen – die beste Werbung sind also Konzerte eurer Schüler und/oder Lehrer, Auftritte und Präsentationen. Das kann das Musikschulen-Weihnachtskonzert in einem Einkaufszentrum sein oder auch die Zusammenarbeit mit anderen Kulturveranstaltern.

Online-Präsenz für Musikschule

Potenzielle Kunden werden auch immer online nach Angeboten von Musikschulen in ihrer Stadt suchen. Eine gut gestaltete Website mit sprechender Domain ist da ebenso wichtig wie Social Media Kanäle. Doch Vorsicht: Gerade am Anfang übernehmt euch nicht. Es ist schlicht unmöglich, alle Kanäle von Facebook über Instagram bis TikTok zu bespielen. Konzentriert euch lieber auf eine App, die ihr mit Material füttern wollt und baut diesen Kanal konsequent aus.

Ähnlich ist es mit eurer Website: Hier zählt nicht unbedingt ein riesiges Online-Angebot. Die wichtigsten Informationen, übersichtlich präsentiert und mit einer persönlichen Note gestaltet, ist schon mal ein guter Anfang. Die weiteren Inhalte solltet ihr genau planen, lieber weniger hohe Taktfrequenz in den Veröffentlichungen und dafür regelmässig. Viel wichtiger ist, dass ihr eure Seite auch für SEO und vor allem regionale Suchmaschinen-Ergebnisse z.B. mit H&W//Brand Experience optimiert.

Zur Auffindbarkeit könnt ihr auch eingängige Branchenregister und Branchenverzeichnisse nutzen. Für Musikschulen im Speziellen gibt es www.musikunterricht.de/ und www.klavierunterricht.org. Weitere findet ihr hier: Übersicht Branchenportale: Hier lohnt sich euer Eintrag

Fazit: Musikschule eröffnen

Wer sich mit einer Musikschule selbstständig machen will, der hat nur wenige Genehmigungsschritte vor sich – sollte sich aber einen klaren Businessplan erstellen, um gut zu starten und auch die schwere Anfangsphase zu überstehen.

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