Selbstständig machen als Dachdecker: Dachdecker-Betrieb gründen 2024 – so einfach geht’s

Euch juckt es in den Fingern, den Hammer selbst in die Hand zu nehmen? Ihr wollt euch selbstständig machen und einen Dachdecker-Betrieb gründen? In unserer Übersicht findet ihr alle wichtigen Informationen, die ihr für den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit als Dachcecker braucht: Anmeldungen, Verdienst-Möglichkeiten, Tools und Tipps.

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Welche Voraussetzungen gibt es 2024 , wenn ihr selbstständig einen Dachdecker-Betrieb gründen wollt?

Wenn ihr überlegt, euch im Dachdecker-Handwerk selbstständig zu machen, ist normalerweise ein Meistertitel oder ein vergleichbarer Abschluss erforderlich.

Falls ihr allerdings selbst keinen Meisterbrief habt, gibt es noch eine alternative Möglichkeit, einen Dachdecker-Betrieb gründen zu können: Holt euch einen sogenannten fachlich-technischen Leiter, auch Betriebsleiter genannt, ins Boot.

Dieser bringt die benötigte Qualifikation in euren Betrieb ein. Allerdings sollte dieser Leiter prinzipiell in Vollzeit beschäftigt sein, das bedeutet acht Stunden täglich. In einigen speziellen Fällen ist auch eine Halbtagsstelle mit vier Stunden täglicher Arbeit möglich.

Eines solltet ihr beachten: Der Betriebsleiter sollte in eurem Dachdecker-Betrieb im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses eingestellt werden. Minijobs sind nicht erlaubt. Was die Bezahlung angeht, orientiert euch am Tarifvertrag für das Dachdecker-Handwerk. Natürlich solltet ihr euch bei eurer örtlichen Handwerkskammer oder dem Dachdeckerverband nach den genauen Voraussetzungen für die Einstellung eines Betriebsleiters erkundigen.

Wieviel verdient ein Dachdecker als Angestellter und als Selbstständiger?

Als angestellter Dachdecker liegt das Durchschnittsgehalt in Deutschland bei etwa 2.500 bis 3.500 Euro brutto im Monat. Wenn ihr als Selbstständiger einen Dachdecker-Betrieb gründen wollt, hängt euer Verdienst natürlich stark davon ab, wie viel ihr arbeitet und welche Art von Aufträgen ihr annehmt.

Wie viel verdient ein Dachdecker-Betrieb?

Der durchschnittliche Umsatz eines Dachdecker-Betriebs kann stark variieren, je nach Größe und Auftragslage. Kleine bis mittlere Betriebe erwirtschaften in der Regel einen Jahresumsatz zwischen 100.000 und 500.000 Euro.

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Welche Anmeldungen sind nötig, um einen Dachdecker-Betrieb gründen zu können?

Um den Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Dachdecker-Betrieb zu wagen, ist die Anmeldung eures Unternehmens bei der Handwerkskammer (Handwerksrolle) und dem Gewerbeamt Pflicht. Zusätzlich müsst ihr eine Betriebshaftpflichtversicherung abschließen, die vor finanziellen Risiken schützt, falls während eurer Arbeit Schäden entstehen sollten.

Beachtet aber, dass diese nur die Grundlage eures Versicherungsschutzes bildet. Weitere Versicherungen können sich ebenso als sinnvoll erweisen.

Zudem ist es wichtig, die betrieblichen Finanzen im Blick zu behalten und eventuell einen Steuerberater zurate zu ziehen, der euch bei steuerlichen Fragen unterstützt.

Lohnt es sich, sich als Dachdecker selbstständig zu machen?

Die Frage, ob es sich lohnt, sich mit einem Dachdecker-Betrieb selbstständig zu machen, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählen eure persönlichen Fähigkeiten (handwerklich und betriebswirtschaftlich), der lokale Markt und eure Bereitschaft, hart zu arbeiten. Generell ist die Nachfrage nach qualifizierten Dachdeckern in Deutschland hoch, sodass die Chancen für ein rentables Geschäft gut sind.

Welche Spezialisierungen gibt es im Dachdecker-Handwerk?

Im Dachdecker-Handwerk könnt ihr euch auf vielfältige Weise spezialisieren. Zum Beispiel könnt ihr euch auf bestimmte Dachmaterialien wie Schiefer oder Reet fokussieren, was euer handwerkliches Können unter Beweis stellt und eine spezielle Klientel anzieht.

Oder wie wäre es mit einer Spezialisierung auf Solartechnik? Wenn ihr einen Dachdecker-Betrieb gründen wollt, setzt ihr damit auf zukunftsorientierte Technologien und unterstützt die Energiewende.

Ein weiteres Feld ist der Bereich der denkmalgeschützten Gebäude. Hier benötigt ihr besondere Kenntnisse und Sensibilität, um alte Bausubstanz zu erhalten und zu erneuern. Eine solche Spezialisierung kann euch dabei helfen, euch von der Konkurrenz abzuheben und höhere Preise zu erzielen. Zudem kann sie euren Ruf im Markt stärken und euch zu einem gesuchten Experten auf eurem Gebiet machen.

Alles was ihr wissen müsst, wenn ihr einen Dachdecker-Betrieb gründen wollt.
Wer einen Dachdecker-Betrieb gründen will, sollte gut abgesichert sein.

Welche Versicherungen brauche ich, wenn ich einen Dachdecker-Betrieb gründen will?

Zusätzlich zur bereits erwähnten Betriebshaftpflichtversicherung, die bei Schäden Dritter während eurer Arbeit einspringt, ist eine Betriebsunterbrechungsversicherung ratsam. Diese sichert euch finanziell ab, falls ihr durch unvorhergesehene Ereignisse wie Feuer oder Hochwasser euren Betrieb vorübergehend einstellen müsst. Mit einer Rechtsschutzversicherung seid ihr für eventuelle Rechtsstreitigkeiten gewappnet.

Aber denkt auch an eine Berufsunfähigkeitsversicherung: Sie ist ist wichtig für Menschen, die einen Dachdecker-Betrieb gründen. Als Dachdecker arbeitet ihr in einem körperlich anspruchsvollen Job. Ein Unfall könnte euch langfristig außer Gefecht setzen. Eine solche Versicherung könnte in so einem Fall eine wertvolle Absicherung sein. Investiert also klug, um eure harte Arbeit und euer Einkommen zu schützen.

Auftragsakquise: Wie komme an Aufträge, wenn ich gerade einen Dachdecker-Betrieb gründe?

Einen Dachdecker-Betrieb gründen ist die eine Sache, die andere sind die Kunden! Das Akquirieren von Aufträgen kann am Anfang, wie ein steiles Dach, eine echte Herausforderung darstellen. Ein wertvoller Rat hierbei: Nutzt euer vorhandenes Netzwerk! Stellt sicher, dass ihr eine professionelle Website habt, die eure Dienstleistungen klar beschreibt. Lokale Werbung kann eurem Bekanntheitsgrad einen echten Schub geben. Gerade am Anfang kann eine kleinere Online-Präsenz erst einmal ausreichen, die ihr sogar selbst erstellen könnt: dafür gibt es Webbaukästen, mit denen ihr eure Seite ganz einfach „zusammenklicken“ könnt. Hier unsere Übersicht der Webseiten-Baukästen 2024.

Online-Portale, die Handwerksdienstleistungen listen, sind oft Goldgruben für neue Kundenkontakte. Schmiedet Beziehungen zu lokalen Bauunternehmen und Architekten, die eure Fähigkeiten benötigen könnten oder euch weiterempfehlen. Vergesst nicht, auch Social Media als Plattform für eure Arbeiten und Dienstleistungen zu nutzen, um eure Zielgruppe zu erweitern.

Fazit

Sich als Dachdecker selbstständig zu machen kann eine lohnende Herausforderung sein, wenn ihr bereit seid, hart zu arbeiten und euch gut vorzubereiten. Mit den richtigen Qualifikationen, einem soliden Geschäftsplan und ausreichendem Versicherungsschutz könnt ihr einen Dachdecker-Betrieb gründen und erfolgreich als Selbstständiger durchstarten.

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